27.08.2007 11:03

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ING Latin America Fondsporträt


München (aktiencheck.de AG) - Der ING Latin America Fonds (ISIN LU0051128774/ WKN 989049) trägt die FONDSNOTE 1, so die Experten von "Euro fondsxpress".

ING - den Namen kenne man in Deutschland nur in Verbindung mit der DiBa. Mit der Direktbank sei die niederländische Fondsgesellschaft ING Investment Management aber nur über die Mutter ING verbandelt. Nun würden die Niederländer von ING IM nach dem Vorbild ihrer Direktbank-Tochter den deutschen Fondsmarkt aufrollen wollen. Die Chancen dafür seien gut. In ihrer breiten Fondspalette finde sich etwa der ING (L) Invest Latin America. Der von Roberto LampI gemanagte Latino Fonds habe auf Anhieb die FONDSNOTE 1 erhalten. Das mache hellhörig. Zumal Lateinamerika zu den Top-Performern der vergangenen Jahre gehört habe.

Und das Beste daran: "Es wird so weiter gehen", prophezeie Lampl. Sein Weg zum Erfolg gehe über die knallharte Titelselektion. "Ich lasse mich dabei nicht durch einen Growth- oder Valuestil einschränken. Mir ist nur die Qualität des Unternehmens wichtig - sonst nichts", habe Lampl gesagt. Dabei gebe sich der überzeugte Stockpicker viel Mühe. Denn seinen Werten bleibe er lange treu. Nur 40 Prozent der Aktien würden jedes Jahr rausfliegen. Im Schnitt bleibe jeder Wert so 30 Monate im Fonds.

Brasilianische Aktien seien derzeit die Lieblinge des Holländers. Die Zuckerhut-Aktien habe er mit über 50 Prozent gewichtet. "Wir sind auf längere Sicht sehr optimistisch für das Land. Vom kranken Mann der späten 90er ist nun nichts mehr zu sehen. Das Land hat inzwischen fast 200 Mrd. USD Devisenreserven", habe der gebürtige Peruaner gesagt. Er erwarte, dass Präsident Lula da Silva einen Teil des Geldes für dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen verwende. Ein ebenso gutes Zeugnis stelle der Stratege Mexikos Präsident Felipe Calderon aus. "Er hat das Land in eine wirkliche gute Position für die kommenden Jahre gebracht. Das 30 Mrd. USD Infrastruktur-Programm soll die Produktivität verbessern, die Effizienz steigern und das heimische Wirtschaftswachstum vorantreiben."

Gleichwohl sei Lampl Realist geblieben. "Bis die Subprime-Krise in den USA gegessen ist, bleiben wir vorsichtig. Daher haben wir auch die Cashquote seit Juli sukzessive hochgefahren." Trübsal blasen komme für ihn aber nicht infrage. "Wenn ich mir manchmal vor Augen halte, welche wirtschaftliche Bedeutung Lateinamerika in der Vergangenheit hatte, mir sein Wachstumspotenzial und seine makro-ökonomische Situation ansehe, und feststelle, wie wenige Investoren in dieser Region investiert sind, dann muss ich einfach optimistisch bleiben."

Er liefere die harten Fakten gleich hinterher: "In globalen Fonds hat Lateinamerika nur ein Gewicht von 0,8 Prozent. Gleichzeitig liefert der Kontinent 5,4 Prozent des globalen BIP und stellt 6,8 Prozent der Weltbevölkerung." Zudem habe Lampl festgestellt, dass die meisten seiner Kollegen nur eine Handvoll Werte kennen würden. "Dabei gibt es so viele tolle Unternehmen, die das Zeug zum Weltmarktführer haben."

Lateinamerika führe ein Schattendasein in vielen Depots. Das sei ein Fehler. Dort gebe es tolle Unternehmen, die zudem günstig seien. Mit dem Fonds von ING habe man ein gutes Vehikel, um vom Latino-Boom zu profitieren. (Ausgabe 34/2007 vom 24.08.2007) (27.08.2007/fc/a/f)

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