DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 

09.09.2008 10:18

Senden

Im Osten nichts Neues: Japan schlittert erneut in Regierungskrise


Die Halbwertszeit von japanischen Ministerpräsidenten wird immer kürzer. Der dritte Wechsel innerhalb von zwei Jahren steht bevor.

Dritter Regierungswechsel in zwei Jahren

Innenpolitische Krise in Japan: Ministerpräsident Yasuo Fukuda hat diese Woche völlig unerwartet seinen Rücktritt angekündigt. Der bevorstehende Regierungswechsel wird der dritte innerhalb von zwei Jahren sein. Fukuda hatte erst vor einem Jahr Shinzo Abe abgelöst. Abe wiederum hatte sich auch nur ein Jahr an der Spitze des Landes gehalten.

Seit dem Rücktritt von Junichiro Koizumi vor zwei Jahren ist die innenpolitische Situation Japans angespannt. Koizumi hatte wichtige wirtschaftspolitische Reformen wie die Umstrukturierung des Bankensektors oder die Privatisierung der Post in die Wege geleitet.

Die Herrschaft der "alten Garde"

Die notwendigen Reformen fortzuführen, wird eine der Hauptaufgaben des neuen Ministerpräsidenten sein. Als chancenreicher Nachfolger Fukudas gilt der konservative Politiker Taro Aso. Der derzeitige Generalsekretär der Regierungspartei LDP erklärte, er halte sich für qualifiziert, Fukudas Regierungsarbeit weiterzuführen, einschließlich des Notprogramms für die Wirtschaft. Fukuda hatte erst kürzlich ein Programm zur Belebung der Konjunktur im Umfang von umgerechnet über 80 Milliarden Euro präsentiert.

Aso gilt als außenpolitischer Hardliner, insbesondere gegenüber China und Nordkorea. Sowohl Aso als auch Abe und Fukuda entstammen berühmten Politiker-Dynastien, die das Land seit Generationen beherrschen. Kritiker beklagen, diese alten Garde sei nicht in der Lage, die außen- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen zu meistern, denen Japan sich stellen müsse.

Binnenwirtschaft ist nicht flott zu kriegen

Dabei wäre das dringend nötig. In den Jahren des weltweiten Aufschwungs hat Japan es nicht geschafft, seine Binnenwirtschaft flott zu kriegen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat kürzlich ihre Wachstumsprognosen für 2008 von 1,7 auf 1,2 nach unten korrigiert.

Asos Rezept für eine Wiederbelebung der Wirtschaft: Er will das von Fukuda geplante Konjunkturprogramm ausweiten. Sollte er die Neuwahlen gewinnen, wird erwartet, dass er größere Steuersenkungen und Regierungsinvestitionen beschließt. Das könnte der Wirtschaft und dem Aktienmarkt wieder Auftrieb geben. Anderseits besteht dadurch die Gefahr, dass Japan wieder in eine Schuldenfalle gerät.



Aktive gemanagte Japan-Fonds (Auswahl)

Fonds / WKN: Performance seit 1.1.2008 (in %)

1. ValueInvest LUX Japan C1 / A0D839: 4.1

2. SGAM AI Equisys Japan R2 / A0F6AK: -1.3

3. Invesco Japanese Equity Core A / 749777: -8.7

4. MAT Fundamental Japan / 848441: -8.8

5. AEF Japanese Equities AU / 974983: -9.9

6. Metzler Japanese Equity / 989437: -13.5

7. UniJapan / 975012: -15.5

8. Allianz-dit Japan / 847511: -16.7

9. DWS Japan-Fonds / 849090: -20.5

10. Vitruvius Japanese Equity EUR / 798387: -23.2



Japan-ETFs

ETF / WKN: Performance seit 1.1.2008 (in %)

1. Lyxor ETF FTSE RAFI Japan / LYX0BP: -10.5

2. Lyxor ETF Japan (Topix) / A0ESMK: -12.5

3. iShares Nikkei 225® (DE) ETF / A0H08D: -14.9

4. db x-trackers MSCI JAPAN ETF / DBX1MJ: -15.6

5. iShares MSCI Japan DE ETF / A0DPMW: -17.7



Quelle: €uro fondsxpress. Quelle Performancedaten: FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 08.09.2008.

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

ETFs in diesem Artikel

Fondsfinder

Fondsname:
KAG:
Fondsart:
 
Ausgabeaufschlag:
Mindestalter:
Jahresperformance:
Volumen:
S&P Rating:
Fondsnote:
Sortieren nach:
 Suchen 

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen