Initial Public Offering
Im März 2000 erlebten die Aktien von neugegründeten Internetfirmen ungeahnte Höhen mit geradezu grotesken Überbewertungen, die dann zu dem Platzen der Spekulationsblase führten.
Gut zehn Jahre später scheint sich das Spiel zu wiederholen. Zahlreiche Internetunternehmen gehen erstmalig an die Börse (Initial Public Offering oder kurz: IPO). Das soziale Netzwerk Facebook plant einen Teil seiner Aktien zu einem Preis zu platzieren, der mehr als dem Hundertfachen des erwirtschafteten Gewinns entspräche. Die erst vor sieben Jahren von dem Studenten Mark Zuckerberg gegründete Firma würde dann mit unglaublichen 100 Milliarden Dollar bewertet. Im vergangenen Jahr gingen bereits das Schnäppchenportal Groupon, die Suchmaschine Yandex oder das Internetradio Pandora an die Börse. Nach kurzzeitigen Höhenflügen liegen die Aktienkurse dieser Unternehmen bereits unter ihrem Ausgabepreis. Der Grund liegt weniger an der Geschäftsentwicklung als vielmehr an den hohen Bewertungen, die von den Zeichnern der Aktien bezahlt werden mussten. Für Spötter steht die Abkürzung IPO daher für: It`s Probably Overpriced (es ist wahrscheinlich überteuert).



