Investment Update zum Baring German Growth Trust
Wettbewerbsfähige Exporte und steigende Verbraucherausgaben bescherten der deutschen Wirtschaft 2011 ein solides Wachstum von 3%. Zwar blieb das Wachstum damit hinter dem 2010 erreichten Wert von 3,6% zurück, kann sich in Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen unseres Erachtens jedoch durchaus sehen lassen, zumal die Konjunktur in Deutschland noch immer doppelt so schnell wächst wie in den USA oder anderen Ländern der Eurozone.
Obgleich Deutschland im ersten Halbjahr innerhalb der Region mit dem höchsten Wachstum aufwarten konnte, wurde der deutsche Markt ab August Ziel massiver Verkäufe. Schuld war das schwindende Vertrauen der Anleger in die Fähigkeit der politischen Entscheidungsträger, Europa aus der Schuldenkrise zu führen. Die schlechtere Stimmung schlug sich bei vielen im Baring German Growth Trust vertretenen deutschen Unternehmen aus dem Mittelstand besonders heftig nieder. Aus diesem Grund blieb der Baring German Growth Trust 2011 trotz des guten Jahresauftakts hinter der Benchmark zurück und erzielte in Pfund Sterling eine Wertentwicklung von -18,4%, verglichen mit -16,8% für den Benchmark-Index HDAX 110.*
Zum jetzigen Zeitpunkt halten wir die Konsensschätzungen zu den Aussichten für die deutsche Wirtschaft und den deutschen Markt für zu pessimistisch. In unseren Augen klaffen die guten Ergebnisse zahlreicher Unternehmen unseres Berichtsspektrums und die überaus pessimistische Grundhaltung am Markt weit auseinander. Bei zwei Drittel der Portfoliounternehmen liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 11 oder weniger und ist damit in einigen Fällen nicht weit vom historischen Tiefstand entfernt. Diese gut geführten, bislang jedoch missachteten Unternehmen sind also unseres Erachtens inzwischen durchaus attraktiv bewertet, wobei die Negativnachrichten zur Eurozone mehr als ausreichend eingepreist sind.
Innerhalb des Portfolios bevorzugen wir mittelständische Unternehmen, die unserer Ansicht nach vielfach gut positioniert sind, um von den aktuellen Anlagebedingungen zu profitieren und die Gewinnerwartungen zu übertreffen. Exportunternehmen bieten in unseren Augen besonders gute Gelegenheiten und dürften zu den Profiteuren steigender Verbraucherausgaben zählen, die ihnen potenzielles Ertragswachstum und solide Bilanzen bescheren.
Die unlängst an den Devisenmärkten verzeichnete Euroschwäche dürfte die Wettbewerbsfähigkeit des in vielen Fällen ohnehin mit besten Marktbedingungen gesegneten Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland steigern. Im Automobilsektor fielen die Zahlen besonders gut aus. So vermeldete BMW kürzlich, man habe 2011 1,67 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und damit ein Rekordergebnis erzielt.
Mit zunehmend freundlicheren Konjunkturdaten aus den USA und der Aussicht auf eine erfolgreiche sanfte Landung der chinesischen Volkswirtschaft dürfte sich 2012 für deutsche Hersteller, die ihre Waren in Schwellenländer oder die USA ausführen, sowie für deren Zulieferer als gutes Jahr erweisen. Zudem erreichte die Zahl der Beschäftigten in Deutschland Ende 2011 mit 41,1 Millionen einen neuen Höchstwert, was gute Voraussetzungen für Unternehmen des Konsumsektors schaffen dürfte.
Weitere Informationen zum Baring German Growth Trust erhalten Sie im Factsheet und der Informationsbroschüre.
Robert Smith
Investment Manager, Baring German Growth Trust
Baring Asset Management, London
* Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf die zukünftige Wertentwicklung. Quelle: Morningstar, 31. Dezember 2011. Auf Basis des NAV je Anteil bei Wiederanlage der Nettoerträge, in Pfund Sterling.



