30.01.2013 20:00
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Europa-Optimismus unter Fondsmanagern

Viele Fondsmanager setzen verstärkt auf europäische Aktien
Investmentfonds
Eurotitel sind laut einer Umfrage unter Fondsmanagern stark unterbewertet.
€uro am Sonntag

von Julia Groß, Euro am Sonntag

Neben Schwellenländern halten Fondsmanager aus der ganzen Welt aktuell vor allem Investments in Europa für attraktiv. Wie die monatliche Umfrage von Bank of America Merrill Lynch unter insgesamt 254 Fondsmanagern zeigt, hat die positive Stimmung im Januar den höchsten Stand seit Beginn der europäischen Staatsschuldenkrise erreicht. Die Entscheider beurteilten die Region Europa so optimistisch wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Die Portfoliomanager halten europäische Aktien im Vergleich zu Titeln aus dem Rest der Welt für stark unterbewertet, US-Aktien finden sie zu teuer. Sie rechnen 2013 in Europa mit steigenden Unternehmensgewinnen, allerdings denken fast drei Viertel von ihnen, dass die Konsensschätzungen von Analysten noch zu hoch liegen.

Unter den verschiedenen Branchen gibt es nur einen klaren Favoriten: Versicherungen. 30 Prozent mehr Fondsmanager wollen sie eher über- als untergewichten. Auch Technologie- sowie Öl- und Gasaktien sehen sie positiv. Ganz unten in der Gunst stehen dagegen Versorger. Über 50 Prozent der Befragten gewichten diesen Sektor im Portfolio lieber unter statt über. Im Vergleich zum Dezember sehen sie insbesondere für Auto- und Autozulieferer-Titel weniger Perspektiven.

Schlechte Nachrichten, die auf die Kurse von europäischen Aktien drücken könnten, erwarten die Fondsmanager vor allem aus Frankreich und Spanien. Dagegen ist die Angst vor negativen Entwicklungen in Italien stark gesunken. Die Stimmen für eine höhere oder niedrigere Inflation in den nächsten zwölf Monaten halten sich fast die Waage.

Bildquellen: niroworld / Shutterstock.com
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