25.01.2013 12:12
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JPM Emerging Markets Local Currency Debt Fund: Schwellenländerbonds in Lokalwährungen - Ertragsbringer für 2013

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Experten von J.P. Morgan Asset Management erwarten für 2013 weiterhin attraktive Erträge für Schwellenländeranleihen: "Nach einem beeindruckenden Ergebnis von 15 Prozent im vergangenen Jahr rechnen wir für 2013 mit hohen einstelligen Erträgen", erläutert Pierre-Yves Bareau, Leiter des globalen Teams für Schwellenländer-Anleihen bei J.P. Morgan Asset Management.

Er gehe von weiterhin großzügig bereitgestellter Liquidität in den Industrienationen und Schwellenländern aus, was zu Preisanstiegen bei Vermögenswerten und rückläufigen Risikoaufschlägen bei Schwellenländer-Anleihen führen sollte. "Die Anlageklasse profitiert nicht nur von verbesserten Wachstumsaussichten, zudem wird auch der Konvergenzprozess der Annäherung an die Industrienationen weiter fortschreiten. Inzwischen haben gemessen an der Marktkapitalisierung drei Viertel der Werte im Schwellenländerindex ein Investment Grade Rating - im Lokalwährungsbereich sind es sogar 83 Prozent - während der Ratingdruck in den Industrienationen weiter anhält", betone Bareau. Und auch technische Faktoren sollten laut dem Experten die Anlageklasse 2013 unterstützen, da die Kapitalzuflüsse weiterhin höher seien als die Emissionen.

Alle drei Sektoren der Schwellenländer-Anleihen - Staatsanleihen in so genannten Hartwährungen, Lokalwährungsanleihen und Unternehmensanleihen in Hartwährungen - sollten sich in diesem Umfeld gut entwickeln, wobei die Bonds in den einheimischen Währungen nach Meinung Bareaus am besten abschneiden dürften. "Die Währungen der Schwellenländer haben sich in der jüngeren Vergangenheit schwächer entwickelt als andere Risikoanlageklassen und haben daher Nachholbedarf. Sie sollten von der hohen Liquidität seitens der Zentralbanken profitieren. Wir erwarten Aufwertungen gegenüber dem USD und dem Euro, was nach höheren Erträgen strebende Anleger in die Anlageklasse locken dürfte."

Für den von ihm gemanagten Fonds, den JPM Emerging Markets Local Currency Debt Fund (JPM Emerging Markets Local Currency Debt A (inc) - EUR) bevorzuge er derzeit so genannte "Carry Trades", das seien Lokalwährungsanleihen mit hoher laufender Rendite. "Sie dürfte dieses Jahr am meisten zu den Erträgen beitragen, wir schätzen ihren Anteil auf rund zwei Drittel. Der Preisanstieg der Anleihen wird zwar nicht so hoch sein wie 2012, wir rechnen aber weiterhin mit einem positiven Beitrag." Zu seinen Favoriten zähle derzeit Brasilien, da die Lokalwährungsanleihen in Real hohe Nominalrenditen böten und eine nachlassende Sensitivität gegenüber den US-Staatsanleihen zeigen würden.

Nicht zuletzt aufgrund der steilen Renditestrukturkurve bevorzuge Bareau aktuell längere Laufzeiten. Insgesamt habe sein Portfolio eine längere Duration als der Index. Ein weiterer taktischer Favorit sei Indien, und zwar auf der Zins- und auf der Währungsseite. "Indien bietet derzeit attraktive Bewertungen und eine begrenzte Positionierung ausländischer Anleger, während sich der geldpolitische Kurs der Zentralbank deutlich bessert", unterstreiche Bareau. Zusätzlich setze er auf so genannte Frontier Märkte wie beispielsweise Länder Afrikas südlich der Sahara, die neben einem hohen Zinsniveau eine gute Diversifikationsmöglichkeit böten. Untergewichtet hat er dagegen beispielsweise Malaysia, deren Lokalwährungsbonds derzeit teuer scheinen oder Ungarn wegen der schwachen Fundamentaldaten, so die Experten J.P. Morgan Asset Management.

Bereits vor fünf Jahren habe J.P. Morgan Asset Management mit dem JPM Emerging Markets Local Currency Debt Fund einen reinen Lokalwährungsfonds aufgelegt. "Seit dieser Zeit gab es ein bemerkenswertes Wachstum in diesem Segment und der Referenzindex für lokale Schwellenländer-Anleihen, der JPMorgan Government Bond Index-Emerging Markets (GBI-EM), hat inzwischen eine weitaus größere Marktkapitalisierung als sein USD-Pendant. Damit gewinnt er nicht nur immer mehr an Bedeutung, sondern verfügt darüber hinaus über eine höhere Liquidität", erläutere Michael Mewes, Leiter des Anleiheteams bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Ein weiteres Plus: Anleihen in lokalen Währungen böten häufig höhere Zinsen als auf USD denominierte Bonds. Während Anleihen in USD eine laufende Verzinsung von rund 4,5 Prozent aufweisen würden, würden Anleihen in lokaler Währung derzeit mit 5,5 Prozent notieren. Und die Bonität der Lokalwährungsbonds sei mit BBB+ im Index GBI-EM sogar noch etwas besser als bei den Hartwährungsanleihen (BBB- im Index EMBIG). Die Anleihen in lokaler Währung würden sich zudem einfacher bedienen lassen. "So überrascht es nicht, dass Anleger gerade im vergangenen Jahr den Anteil der Schwellenländer-Bonds - und zunehmend auch der Lokalwährungsanleihen - in ihren Portfolios erhöht haben - auch wenn sie im Vergleich zu Schwellenländer-Aktien immer noch unterrepräsentiert sind", unterstreiche Mewes.

Bei J.P. Morgan Asset Management gebe es bereits seit 1992 ein eigenes Team für globale Schwellenländer-Anleihen. Heute verantworte es rund 31 Mrd. USD. Fondsmanager Bareau, zugleich Chief Investment Officer für Schwellenländer-Anleihen, verfüge über 22 Jahre Investmenterfahrung. In einem streng disziplinierten, konsistenten Investmentprozess kombiniere er makroökonomische Recherchen mit einer tiefgehenden Länderanalyse. Ziel sei es, die attraktivsten Anlagechancen bei überschaubaren Risiken zu ermitteln.

Bareau könne dafür auf die lokalen Kenntnisse und Einblicke des globalen Teams von 35 Emerging Markets-Anleiheexperten zurückgreifen, die rund um den Globus - etwa in Hongkong, Taipei, Shanghai, Mumbai, London, New York und Sao Paolo - vor Ort tätig seien. Dafür stünden sie in direktem und regelmäßigem Austausch mit Zentralbanken, Schwellenländer-Regierungen und länderübergreifenden Organisationen wie der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds. Das Ergebnis sei ein Fonds, der gleichzeitig von der globalen Reichweite und lokalem Expertenwissen profitiere und im Januar 2013 ein Fondsvolumen von mehr als 3 Mrd. USD erreicht habe. (25.01.2013/fc/a/f)

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