12.11.2012 15:22
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JPMorgan: 14. Altersvorsorge-Barometer von J.P. Morgan Asset Management: Vertrauen der Bundesbürger in gesetzliche Rente auf Rekordtief

95 Prozent der Deutschen rechnen nicht damit, dass die gesetzliche Rente ausreicht. Immer mehr setzen auf die Immobilie für die Altersvorsorge. Knapp ein Viertel der Bundesbürger hat nach eigenen Angaben keine Mittel für zusätzliches Sparen.
Das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die gesetzliche Rente geht weiter zurück. Gerade noch 5,7 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass sie im Alter ohne zusätzliche Rücklagen auskommen werden. Das ist eines der Ergebnisse des 14. Altersvorsorge-Barometers von J.P. Morgan Asset Management. Damit ist die Zahl derjenigen, die sich allein auf die staatliche Rentenversicherung verlassen, auf ein neues Rekordtief gefallen. Gegenüber dem Altersvorsorge-Barometer von April 2012 beträgt das Minus 1,2 Prozentpunkte. „Unsere Umfrage zeigt ganz klar, dass das Gros der Deutschen nicht mehr damit rechnet, mit der gesetzlichen Rente seinen Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten zu können“, kommentiert Jean-Guido Servais, Leiter Marketing Kontinentaleuropa bei J.P. Morgan Asset Management, das Ergebnis der Studie.

Allerdings machen die Zahlen zugleich deutlich, wie viele Menschen nach eigener Einschätzung nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, Geld für ihr Alter zurückzulegen. „Bis vor zwei Jahren war ein leicht rückläufiger Trend bei den Befragten erkennbar, die fehlendes Geld als Grund dafür angaben, dass sie keine zusätzliche Altersvorsorge betreiben. Seitdem stagniert die Zahl leider bei knapp über 23 Prozent. Hier droht massive Altersarmut“, warnt Markus Novak, Altersvorsorge-Experte bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Regelmäßiges Sparen zahlt sich langfristig aus
Dies ist umso tragischer, als viele Anleger die Möglichkeiten des regelmäßigen Vorsorgesparens falsch einschätzen: So ist eine effektive private Altersvorsorge bereits mit überschaubaren Beträgen möglich. Ein aktuelles Rechenbeispiel zeigt: Ein Arbeitnehmer (45 Jahre), der seit Fondsauflage im April 1994 monatlich 20 Euro in den JPMorgan Funds - Emerging Markets Equity A Dis USD (ISIN: LU0053685615) investierte, kann nach mehr als 18 Jahren auf einen ansehnlichen Betrag von 13.255 Euro kommen. Eingezahlt hat er gerade einmal 4.440 Euro[1]. „Das Beispiel zeigt, wie stark unterschätzt wird, dass selbst mit kleinen Sparbeträgen über eine vernünftige Laufzeit ein stattliches Vermögen zusammenkommen kann“, meint Novak.

Die Quote derjenigen, die zusätzlich zu den staatlichen Sicherungssystemen Geld zurücklegen, ist im Vergleich zum Vorjahres-Altersvorsorge-Barometers um 1,4 Prozentpunkte auf 41,4 Prozent gefallen. Hierzu hat insbesondere das Minus in den Neuen Bundesländern beigetragen, wo der Anteil derjenigen, die zusätzlich etwas für das Alter ansparen, von 42,3 auf 36,6 Prozent absackte. In den Alten Bundesländern fiel der Rückgang von 45 auf 42,8 Prozent moderater aus.

Mit Investmentfonds flexibel bleiben
Auf den höchsten Stand seit Beginn der Befragung ist dagegen die Zahl der Haus- oder Wohnungsbesitzer gestiegen. Immerhin 9,4 Prozent gaben an, für ihre Altersvorsorge Geld in Immobilien investiert zu haben. Im Vorjahr lag der Wert bei 7,5 Prozent. „Viele Sparerinnen und Sparer nutzen die niedrigen Bauzinsen. Zudem fürchten sie die schleichende Geldentwertung und suchen auch deshalb ihr Heil im Betongold“, erklärt Novak.<

Was die monatliche Vorsorge betrifft, rangieren Beiträge zwischen 50 und 99 Euro (9,1 Prozent) weiter auf dem ersten Platz. Immerhin 6,3 Prozent der Befragten sparen zwischen 100 und 149 Euro. 2,6 Prozent investieren 150 bis 199 Euro und 1 Prozent spart bis zu 249 Euro. Einen Betrag von mehr als 250 Euro monatlich bringen 1,3 Prozent der Befragten auf. Gerade für Anleger, die mit kleineren Beiträgen für ihren Lebensabend vorsorgen möchten, eigenen sich breit aufgestellte Investmentfondslösungen. Ein großer Vorteil gegenüber der Immobilie: „Sparer bleiben mit Investmentfonds flexibel“, stellt Novak heraus.

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