20.02.2013 17:00
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JPMorgan: Der Blick nach Osteueropa

Expertenmeinung

Der Blick nach Osteueropa

Russland, Polen und Türkei rücken in den Fokus der Anleger

Osteuropa erscheint nach wie vor attraktiv. So sehen wir insbesondere das rohstoffreiche Russland als aussichtsreichen Investmentstandort an, aber weitere interessante Anlageregionen wie Polen oder die Türkei immer rücken immer tiefer in den Anlagefokus vieler Anleger. Betrachten wir nur einmal die Türkei so sehen wir, dass der Bosporus Anleger mit erfreulichen Kursgewinnen bei den Aktien verwöhnt hat. Auch die sich verbessernden makroökonomischen Rahmenbedingungen verstätigten sich in den vergangenen Monaten. Mit ihnen kletterte der MSCI Turkey Index im vergangenen Jahr um 60 Prozent in die Höhe. Trotz der geopolitisch angespannten Lage, sind wir bezüglich türkischer Aktien weiterhin optimistisch.

Warum eigentlich? Nun, die wirtschaftlichen Aussichten bleiben attraktiv. So rechnen die Experten von J.P. Morgan für das Jahr 2013 mit Ausweitung des Bruttoinlandsprodukts um 3,7 Prozent; 2012 legte die Wirtschaftleistung ersten Berechnungen zufolge um 2,8 Prozent zu. Dieses volkswirtschaftliche Wachstum sollte Aktien weiterhin Rückenwind verleihen, zumal die Türkei ihre Inflation ebenfalls in den Griff bekommt. Lag die Geldentwertungsrate Ende 2011 noch auf einem Niveau über der 10-Prozent-Marke, sank sie im vergangenen Jahr auf 7,3 Prozent. Deutlich besser sieht es in 2013 aus: Hier geht der Marktkonsens davon aus, dass die Geldentwertung auf 6,3 Prozent sinken kann. Dies sollte auch gelingen, zumal der Staat auch seine Schulden reduzieren kann.

Alles in allem geht die Regierung beherzt strukturelle Reformen an, die das Land im internationalen Kontext wettbewerbsfähiger machen sollen. So ist eine Vereinfachung des Steuerrechts auf der Agenda, was tendenziell gut ist. Verbunden mit der Reform möchte die Regierung Steuererhöhungen durchsetzen, die der Binnenwirtschaft nicht gut tun sollte, allerdings zeigt sich, dass das Land insbesondere im Export gut aufgestellt ist. Zudem zielt die Türkei auf eine größere Unabhängigkeit bezüglich der Energieversorgung der Bevölkerung ab. wie die Reduzierung der Abhängigkeit von Energiequellen aus dem Ausland. Dieses Vorhaben ist auch der Demografie geschuldet. Während die deutsche Bevölkerungspyramide sich umkehrt, ist die demografische Entwicklung in der Türkei intakt. Während heute rund 75 Millionen Menschen in der Türkei leben zeigen die Prognosen, dass im Jahr 2030 schon mehr als 90 Millionen Personen das Land bevölkern. Dieses Bevölkerungswachstum bringt nicht nur zusätzlichen Konsum mit sich sondern auch seinen steigenden Energiebedarf wovon die Versorger wiederum profitieren sollten. Mittelfristig sind weitere Infrastrukturmaßnahmen, wie den Ausbau des Straßen und Schienennetzes ebenfalls geplant.

JPMorgan Funds - Emerging Markets Opportunities Fund
Anteilklasse A (acc) - USD
WKN A0RPE4

Weitere News von den Emerging Markets-Experten finden Sie unter http://www.em-experten.de.

 

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