28.01.2013 15:54
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JPMorgan: Schwellenländerbonds in Lokalwährungen: Ertragsbringer für 2013

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Expertenmeinung

Schwellenländerbonds in Lokalwährungen: Ertragsbringer für 2013

Rendite nach wie vor attraktiv und Aufwertungspotenzial der Währungen vorhanden

Die Experten von J.P. Morgan Asset Management erwarten für 2013 weiterhin attraktive Erträge für Schwellenländeranleihen: „Nach einem beeindruckenden Ergebnis von 15 Prozent im vergangenen Jahr rechnen wir für 2013 mit hohen einstelligen Erträgen“, erläutert Pierre-Yves Bareau, Leiter des globalen Teams für Schwellenländer-Anleihen bei J.P. Morgan Asset Management. Er geht von weiterhin großzügig bereitgestellter Liquidität in den Industrienationen und Schwellenländern aus, was zu Preisanstiegen bei Vermögens-werten und rückläufigen Risikoaufschlägen bei Schwellenländer-Anleihen führen sollte. „Die Anlageklasse profitiert nicht nur von verbesserten Wachstumsaussichten, zudem wird auch der Konvergenzprozess der Annäherung an die Industrienationen weiter fortschreiten. Inzwischen haben gemessen an der Marktkapitalisierung drei Viertel der Werte im Schwellenländerindex ein Investment Grade Rating – im Lokalwährungsbereich sind es sogar 83 Prozent – während der Rating-druck in den Industrienationen weiter anhält“, betont Bareau. Und auch technische Faktoren sollten laut dem Experten die Anlageklasse 2013 unterstützen, da die Kapitalzuflüsse weiterhin höher seien als die Emissionen.

Alle drei Sektoren der Schwellenländer-Anleihen – Staatsanleihen in so genannten Hartwährungen, Lokal-währungsanleihen und Unternehmensanleihen in Hartwährungen – sollten sich in diesem Umfeld gut entwickeln, wobei die Bonds in den einheimischen Währungen[nbsp] nach Meinung Bareaus am besten abschneiden dürften. „Die Währungen der Schwellen-länder haben sich in der jüngeren Vergangenheit schwächer entwickelt als andere Risikoanlageklassen und haben daher Nachholbedarf. Sie sollten von der hohen Liquidität seitens der Zentralbanken profitieren. Wir erwarten Aufwertungen gegenüber dem US-Dollar und dem Euro, was nach höheren Erträgen strebende Anleger in die Anlageklasse locken dürfte.“ Für den von ihm gemanagten Fonds, den JPM Emerging Markets Local Currency Debt Fund[nbsp] bevorzugt er derzeit so genannte ‚Carry Trades‘, das sind Lokalwährungs-anleihen mit hoher laufender Rendite. „Sie dürfte dieses Jahr am meisten zu den Erträgen beitragen, wir schätzen ihren Anteil auf rund zwei Drittel. Der Preisanstieg der Anleihen wird zwar nicht so hoch sein wie 2012, wir rechnen aber weiterhin mit einem positiven Beitrag.“ Zu seinen Favoriten zählt derzeit Brasilien, da die Lokalwährungsanleihen in Real hohe Nominalrenditen bieten und eine nachlassende Sensitivität gegenüber den US-Staatsanleihen zeigen. Nicht zuletzt aufgrund der steilen Renditestrukturkurve bevorzugt Bareau derzeit längere Laufzeiten. Insgesamt hat sein Portfolio eine längere Duration als der Index. Ein weiterer taktischer Favorit ist Indien, und zwar auf der Zins- und auf der Währungsseite. „Indien bietet derzeit attraktive Bewertungen und eine begrenzte Positionierung ausländischer Anleger, während sich der geldpolitische Kurs der Zentralbank deutlich bessert“, unterstreicht Bareau. Zusätzlich setzt er auf so genannte Frontier Märkte wie beispielsweise Länder Afrikas südlich der Sahara, die neben einem hohen Zinsniveau eine gute Diversifikationsmöglichkeit bieten. Untergewichtet hat er dagegen beispielsweise Malaysia, deren Lokalwährungsbonds derzeit teuer scheinen oder Ungarn wegen der schwachen Fundamentaldaten.

Lokalwährungsanleihen als ertragsstarker Diversifikator
Bereits vor fünf Jahren legte J.P. Morgan Asset Management mit dem JPM Emerging Markets Local Currency Debt Fund einen reinen Lokalwährungsfonds auf. „Seit dieser Zeit gab es ein bemerkenswertes Wachstum in diesem Segment und der Referenzindex für lokale Schwellenländer-Anleihen, der JPMorgan Government Bond Index-Emerging Markets (GBI-EM), hat inzwischen eine weitaus größere Marktkapitalisierung als sein US-Dollar-Pendant. Damit gewinnt er nicht nur immer mehr an Bedeutung, sondern verfügt darüber hinaus über eine höhere Liquidität“, erläutert Michael Mewes, Leiter des Anleiheteams bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Ein weiteres Plus: Anleihen in lokalen Währungen bieten häufig höhere Zinsen als auf US-Dollar denominierte Bonds. Während Anleihen in US-Dollar eine laufende Verzinsung von rund 4,5 Prozent aufweisen, notieren Anleihen in lokaler Währung derzeit mit 5,5[nbsp] Prozent. Und die Bonität der Lokalwährungsbonds ist mit BBB+ im Index GBI-EM sogar noch etwas besser als bei den Hartwährungsanleihen (BBB- im Index EMBIG). Die Anleihen in lokaler Währung lassen sich zudem einfacher bedienen. „So überrascht es nicht, dass Anleger gerade im vergangenen Jahr den Anteil der Schwellenländer-Bonds – und zunehmend auch der Lokalwährungsanleihen – in ihren Portfolios erhöht haben – auch wenn sie im Vergleich zu Schwellenländer-Aktien immer noch unterrepräsentiert sind“ unterstreicht Mewes.

JPMorgan Funds - Emerging Markets Local Currency Fund
Anteilklasse A (inc) - EUR
WKN A0M8CC

Weitere News von den Emerging Markets-Experten finden Sie unter http://www.em-experten.de.

 

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