Japan-Aktienfonds im Fonds-Radar
Sankt Augustin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FONDS im Visier" nehmen in ihrer aktuellen Ausgabe Japan-Fonds unter die Lupe.
Den Experten zufolge sei Japan von den großen, etablierten Aktienmärkten in den letzten 20 Jahren das schlechteste Investment gewesen. Nachdem bereits in den 1990er Jahren erste Probleme in der Volkswirtschaft sichtbar geworden seien, habe der japanische Aktienmarkt bis heute nahezu jede Baisse angeführt und fast jede Hausse lediglich unterproportional mitgemacht. Die lange Underperformance sei zum einen auf eine Überbewertung japanischer Aktien zurückzuführen, zum anderen dem wirtschaftlichen Bedeutungsverlust Japans geschuldet.
Da Japans BIP bereits im 4. Quartal auf Jahresbasis rückläufig gewesen sei und die Gewinne japanischer Unternehmen auch ohne Katastrophe in diesem Jahr noch unter dem Niveau des 2007er Hochs geblieben wären, erscheine den Experten die Katastrophe im März fast wie ein Todesstoß.
Es sei davon auszugehen, dass Japan wohl nicht zu alter Bedeutung zurückkehren werde. Dennoch sprächen die Bewertungen inzwischen für ein antizyklisches Investment. So gehöre Japan auf Basis des Kurs-Buchwerts zu den billigsten Märkten und das Markt-KGV liege mittlerweile unter dem des S&P 500.
Aus dem wechselhaften Umfeld würden keine Japan-Fonds durch stetige Spitzenpositionen herausragen. Überdurchschnittliche Leistungen zeigt aber seit Jahren der Vitruvius Japanese Equity JPY , so die Experten von "FONDS im Visier". (Ausgabe 09 vom 03.05.2011) (04.05.2011/fc/a/f)


