06.02.2013 12:39
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Jupiter Global Convertibles Sicav-Fonds: Wandelanleihen profitieren vom aktuellen Investmentklima

London (www.fondscheck.de) - Anleger stecken in einem Dilemma: Einerseits steht ein Großteil der Weltwirtschaft am Rande einer Rezession - das scheint die Anleger jedoch nicht zu beunruhigen. Andererseits haben wir es mit geld- und finanzpolitischen Interventionsmaßnahmen in noch nie da gewesenem Umfang zu tun, so Lee Manzi, Fondsmanager des Jupiter Global Convertibles Sicav (ISIN LU0522256634/ WKN A1C1M3) bei Jupiter Asset Management.

Die Interventionen hätten bisher die größte Wirkung gezeigt, in dem die "finanzielle Repression" Anleger zwinge in Investments mit höherem Risiko zu wechseln. Dieser Zustand könne allerdings nicht ewig so bestehen bleiben. Eine Rückkehr zum wirtschaftlichen Wachstum sei für den Westen unabdingbar, um seine Staatsschulden in den Griff zu bekommen. Und für Europa gelte: Ohne strukturelle Veränderungen werde es keine tiefere Integration innerhalb der Eurozone geben. Doch hätten der notwendige Schuldenabbau und die angespannten Staatsfinanzen zur Folge, dass gerade die Länder, die das Wachstum am meisten benötigen würden, es wahrscheinlich am wenigsten selbst erzeugen könnten.

Die im Sommer zum Schutz des Euro ergriffenen Maßnahmen von EZB-Präsident Mario Draghi hätten den drohenden Zusammenbruch der Einheitswährung zwar zum Teil beseitigt. Die Eurozone stehe jedoch auch weiterhin beachtlichen Herausforderungen gegenüber. Die US-Regierung habe den Absturz des Landes durch die Fiskalklippe noch in letzter Minute verhindern können. Allerdings stünden die Verhandlungen zur Verabschiedung einer Schuldenobergrenze und einer "Sequestrierung" (automatische Haushaltskürzungen, wenn keine einvernehmliche Lösung erfolge) noch aus. In China kämpfe die Regierung weiterhin gegen das verlangsamte Wirtschaftswachstum an.

In diesem ungewissen Investmentklima seien Anlagen mit einem potenziell asymmetrischen Ertragsprofil interessant. Wandelanleihen würden nach Ansicht der Experten ein solches Profil bieten: Zum einen könnten die Anleger die Zinsen und den Wert der Anleihe bei Fälligkeit - also den Nennbetrag - ausgezahlt bekommen. Zum anderen könnten sie stattdessen die Anleihe in Aktien umwandeln lassen. Anleger würden somit von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren und hätten gleichzeitig die Möglichkeit, den Wertverfall der Aktien auf den Preis der Wandelanleihe zu beschränken.

Unter sonst gleichen Umständen könnten Anleger bei Wandelanleihen also relativ stark von einem Anstieg des zugrunde liegenden Aktienpreises profitieren. Sie seien jedoch bei fallenden Aktienkursen besser abgesichert als bei regulären Aktien. Interessanterweise hätten Wandelanleihen zwischen 1994 und 2012 im Vergleich zur Aktienrendite von 5,3% (MSCI World Dollar Un-hedged Index) im Durchschnitt eine Rendite in Höhe von 7,4% (UBS Global Convertibles Dollar Un-hedged Index) geboten und eine wesentlich geringere Volatilität aufgewiesen.

Der Markt der Wandelanleihen sei in den letzten Jahren geschrumpft. Denn eine schwache Entwicklung der Aktienkurse und extrem niedrige Renditen bei Staatsanleihen hätten zu einem Rückgang des Emissionsvolumens von Wandelanleihen geführt. Wandelanleihen würden Unternehmen im Vergleich zum Kapitalmarkt die Fremdfinanzierung zu besonders günstigen Konditionen gestatten. Jedoch habe der sich auf Rekordtief befindende Nominalzins diesen Finanzierungsvorteil größtenteils zunichte gemacht. Im zweiten Halbjahr des Jahres 2012 seien die Aktienkurse und Renditen von Staatsanleihen gestiegen. Dies habe auch zu einem höheren Emissionsvolumen von Wandelanleihen geführt. Wenn die Renditen von Staatsanleihen weiterhin steigen würden, würden die Experten weitere Anlagemöglichkeiten und einen fortlaufenden Anstieg des Emissionsvolumens von Wandelanleihen in 2013 erwarten.

Zwar seien Wandelanleihen nicht mehr in dem Maße unterbewertet wie Anfang des letzten Jahres, dennoch seien die Experten der Ansicht, dass die Wertentwicklung von Wandelanleihen im historischen Vergleich weiterhin attraktiv bleiben werde. Außerdem würden sie erwarten, dass Wandelanleihen durch die Wandelmöglichkeit in Aktien bei Anlegern angesichts der niedrigen Renditen von Staatsanleihen auf hohe Nachfrage treffen würden. (06.02.2013/fc/a/f)

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