15.02.2013 15:10
Bewerten
 (0)

Konjunkturindikatoren aus der Eurozone im Stresstest

Verbesserte Wachstumsperspektiven nach enttäuschendem Wirtschaftswachstum im vierten Quartal

Euro-Konjunktur im Fokus
Interessanterweise enttäuschten im vierten Quartal nicht nur die BIP-Daten in der Eurozone, sondern auch in den meisten anderen entwickelten Volkswirtschaften. Dabei kam in vielen Ländern ein überraschend großer negativer Wachstumsbeitrag von den Lagerbeständen. Die Unternehmen scheinen wohl im Vorfeld der Verhandlungen um die fiskalische Klippe vorsichtshalber die Produktion gedrosselt und die Nachfrage aus den Lagerbeständen bedient zu haben. Die niedrigen Lagerbestände implizieren jedoch automatisch zusätzliches Wachstumspotenzial für 2013, da die Unternehmen mit Blick auf ein stabiles Nachfragewachstum ihre Lagerbestände wieder auffüllen dürften. Der moderate Zuwachs bei den Einzelhandelsumsätzen in den USA im Januar trotz der Steuererhöhungen war für die Unternehmen vor diesem Hintergrund vermutlich ein wichtiges positives Signal.

Die Verbesserung des weltweiten Wirtschaftsklimas dürfte auch zunehmend die Eurozone erreichen. Insbesondere Deutschland ist der große Profiteur infolge von verbesserten Exportaussichten. Sowohl der ZEW-Index (Dienstag) als auch der ifo-Index (Freitag) haben deshalb positives Überraschungspotenzial. Auch für die Einkaufsmanagerindizes (Donnerstag) erwarten wir eine Verbesserung, doch dürfte der Anstieg durch die Schwäche in Frankreich und Italien gebremst werden – beide Volkswirtschaften sind wenig wettbewerbsfähig. Insgesamt dürften sich die Wachstumsprognosen der EU-Kommission (Freitag) auch in diesem Jahr gegenüber 2012 erhöhen. Dabei wäre es aus politischen Gründen wünschenswert, wenn die EU-Kommission bei den Wachstumsprognosen sehr konservative Annahmen unterstellen würde. In der Vergangenheit überschätzten die europäischen Regierungen systematisch das Wirtschaftswachstum, was viel zu optimistische Prognosen für Staatsverschuldung und Haushaltssalden zur Folge hatte.

Die hohen Stromkosten inklusive Steuern und Umlagen für deutsche Unternehmen im Rahmen der Energiewende entwickeln sich zunehmend zu einem Wettbewerbsnachteil – zumal in den USA die Energiekosten im Zuge neuer Verfahren zur Erdgasgewinnung deutlich gefallen sind. Der Kompromiss in dieser Woche zwischen dem Umwelt- und dem Wirtschaftsminister verschlechtert die Lage für deutsche Unternehmen nochmals. Vor diesem Hintergrund könnten die Investitionsausgaben vor allem der energieintensiven Unternehmen in diesem Jahr enttäuschen. Die Regierung sollte eigentlich die Unternehmen weitestgehend von zusätzlichen Abgaben entlasten, um nicht eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland zu riskieren. Das wäre machbar: Der Großhandelsstrompreis in Deutschland ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen und könnte daher eigentlich ein Wettbewerbsvorteil sein.

Lösung der Zypern-Frage schon nächste Woche?
Die Zypern-Wahl (Sonntag) verhinderte bisher eine Einigung über den Rettungsschirm. Nach der Wahl dürfte wieder Bewegung in die Verhandlungen kommen. Vielleicht sickern erste Ergebnisse der Verhandlungen schon in der kommenden Woche durch.

US-Konjunktur weiter im Aufwind
Konjunkturindikatoren wie der NAHB-Index (Dienstag), die Baubeginne (Mittwoch), der Verkauf bestehender Häuser (Donnerstag) sowie der Philadelphia Fed Index (Donnerstag) dürften steigen und damit eine weitere Verbesserung der Konjunktur signalisieren. Inflation ist derzeit (noch) kein Thema für die Finanzmärkte. Daher dürften die Erzeugerpreise (Mittwoch) und die Konsumentenpreise (Donnerstag) kein größeres Interesse hervorrufen.

Der Marktausblick im pdf-Dokument.

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt trotz Brexit-Antrag im Plus -- Dow Jones endet im Minus -- Deutsche Bank zu US-Millionenstrafe verurteilt -- Daimler erwartet Rekordquartal -- Grammer, AURELIUS, Tesla im Fokus

Bayer leitet wohl Verkauf von Spartenteilen wegen Monsanto ein. Samsung präsentiert sein neues Top-Modell Galaxy S8. Wells Fargo zahlt 110 Millionen Dollar in Scheinkonten-Affäre. Bankentitel nach Bericht über Kurs der EZB im Fokus. UBS-Analyst: Nur unter diesen Bedingungen kann die Apple-Aktie auf 200 Dollar steigen. SolarWorld verspricht bis 2019 wieder schwarze Zahlen.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
AURELIUS Equity Opp. SE & Co. KGaAA0JK2A
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
Nordex AGA0D655
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
Siemens AG723610
BMW AG519000
EVOTEC AG566480
Infineon Technologies AG623100