08.02.2013 17:32
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Konsumausgaben in den USA im Fokus

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Wie reagieren die US-Konsumenten auf die Steuererhöhungen?

US-Konjunktur: Rückgang der Einzelhandelsumsätze

Ein Teil des Kompromisses bei den Verhandlungen um die fiskalische Klippe war der Beschluss, die Einkommenssteuer am 1. Januar zu erhöhen. Insgesamt wird den Konsumenten in diesem Jahr damit etwa 50 Mrd. USD an Kaufkraft entzogen, was etwa 0,5 % der gesamten Konsumausgaben entspricht. Der größte Teil der belastenden Effekte wird schon im ersten Quartal eintreten.

Dementsprechend dürften die Einzelhandelsumsätze (Mittwoch) im Januar zurückgegangen sein. Spannend ist jedoch, wie groß die Sensitivität der Konsumenten ist und wie stark der Rückgang ausfallen wird. Immerhin wachsen die Einkommen der Konsumenten dank der stabilen Entwicklung am Arbeitsmarkt solide und können damit zumindest teilweise die negativen Auswirkungen der Steuererhöhungen abfedern.

Die Industrieproduktion (Freitag) dürfte im Januar moderat gewachsen sein und damit die gute Verfassung der Industrie und des Unternehmenssektors insgesamt widerspiegeln.

Tiefpunkt der Rezession in der Eurozone im 4. Quartal 2012

Die BIP-Daten (Donnerstag) aus der Eurozone für das vierte Quartal dürften für die Eurozone einen Rückgang um 0,4 % und für Deutschland sogar einen Rückgang um 0,5 % anzeigen. Damit dürfte die europäische Konjunktur im vierten Quartal den Boden erreicht haben. So schätzt beispielsweise die französische Statistikbehörde auf Basis der bisher veröffentlichten Daten, dass sich das Wachstum im ersten Quartal in Frankreich wieder auf +0,1 % erholen wird. Auch für Deutschland stehen die Vorzeichen für eine signifikante Wachstumsbeschleunigung im ersten Quartal gut.

Sitzung der Bank von Japan (BoJ)

In dieser Woche sorgte die Ankündigung des vorzeitigen Abgangs des BoJ-Präsidenten Shirakawa für Schlagzeilen. Der politische Druck auf die BoJ und Shirakawa ist vor allem nach den nur halbherzigen Lockerungsmaßnahmen im Januar sehr wahrscheinlich so groß geworden, dass sich Shirakawa gezwungen sah, frühzeitig seinen Posten zu räumen. Vor diesem Hintergrund verliert die Sitzung der BoJ (Dienstag) an Bedeutung, da sich der Fokus auf das neue Führungsteam richten wird.

Der Wechsel an der Spitze der BoJ ist ein weiterer Hinweis darauf, wie stark sich das politische Umfeld in Japan geändert hat. Die Regierung scheint diesmal die Deflation ernsthaft bekämpfen zu wollen. Als Blaupause dient dabei die aggressive Reflationierungspolitik des ehemaligen Finanzministers Takahashi Korekiyo aus den 1930er Jahren. Dank dieser konnte die japanische Wirtschaft die Große Depression relativ glimpflich überstehen. Die Industrieproduktion fiel vom Hochpunkt nur um 8,5 % im Gegensatz zu den USA mit einem Rückgang von 46,8 %.

Takahashi Korekiyo koppelte einerseits die Währung frühzeitig vom Goldstandard ab und konnte damit den Yen deutlich gegenüber den anderen Währungen abwerten. Darüber hinaus erhöhte er die Staatsausgaben signifikant, was er durch die Notenpresse der Bank von Japan finanzierte. Mit frisch gedrucktem Geld die Ausgaben zu erhöhen, wird ohne Zweifel das Wirtschaftswachstum stimulieren und bei einem entsprechenden Umfang die Deflation beenden.

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