20.12.2012 09:50
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Kreditquoten Offener Immobilienfonds sinken leicht

Berlin (www.fondscheck.de) - Offene Immobilienfonds müssen ihre Kreditquote reduzieren, so die Analysten von Scope Analysis.

Ab 2015 dürfe sie nicht über 30 Prozent liegen. Das Gros der Branche habe das Ziel längst erreicht. Die durchschnittliche Fremdfinanzierungsquote liege aktuell bei 23,11 Prozent.

Im Anlegerschutzverbesserungsgesetz vom Frühjahr 2011 sei die zulässige Kreditquote Offener Immobilienfonds von 50 auf 30 Prozent herabgesetzt worden. Das Risikoprofil der Fonds sollte auf diese Weise gesenkt werden. Den Fonds bleibe zur Umsetzung Zeit bis zum 1. Januar 2015. Die Branche der Offenen Immobilienfonds als Ganze habe das 30-Prozent-Ziel bereits erreicht. Die durchschnittliche Fremdfinanzierungsquote liege bei 23,11 Prozent (ohne Fonds in Abwicklung). Gegenüber dem Vorjahr sei sie damit leicht gesunken, damals habe der Wert noch bei rund 23,9 Prozent gelegen.

Eine Reihe von Fonds liege allerdings über der 30-Prozent-Grenze. Naturgemäß seien dies die Globalfonds, da diese mit den Krediten in Fremdwährung ihr Wechselkursrisiko absichern würden. Die aktuell höchste Quote mit 46,7 Prozent weise der global investierende SEB ImmoPortfolio Target Return (ISIN DE000980231/ WKN 980231) aus. An zweiter Stelle folge der UniImmo: Global von Union Investment mit 37,4 Prozent.

Auf Rang drei komme mit dem UBS (D) Euroinvest Immobilien ein Europafonds. Dieser Fonds habe 35,6 Prozent seiner Immobilien über Kredite finanziert. An vierter Stelle folge der grundbesitz global (grundbesitz global RC) aus dem Hause RREEF mit einer Kreditquote in Höhe von 34,2 Prozent. Am anderen Ende der Skala lägen der Deka-ImmobilienEuropa und der UniImmo: Deutschland . Deren Kreditquoten seien mit 10,07 bzw. 10 Prozent sehr niedrig.

Einige Fonds hätten in den vergangenen zwölf Monaten deutliche Anstrengungen unternommen, die Kreditquoten zu senken. Darunter seien vor allem die beiden Fonds der RREEF zu nennen. Beim grundbesitz global sei die Quote zwischen Oktober 2011 und Oktober 2012 um 4,2 Prozentpunkte auf aktuell 34,2 Prozent gesunken, beim grundbesitz europa um 3,3 Prozentpunkte auf derzeit 22,7 Prozent. (20.12.2012/fc/a/f)

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