-->-->
27.07.2013 14:00
Bewerten
 (0)

Offene Immofonds: Reger Handel vor Regeländerung

Kurzer Kaufrausch
Für den jüngsten Kaufrausch sorgten neue Regeln, die seit 22. Juli gelten. Vor dem Stichtag griffen viele Anleger nochmals ordentlich zu.
€uro am Sonntag

von Andreas Höß, Euro am Sonntag

Die vergangene Woche begann für Ivo Orlemann mit einer Überraschung. „Der Mischfonds Multiple Opportunities, seit Monaten der meistgehandelte Fonds in unserer Statistik, wurde von Platz 1 verdrängt“, sagt Kursmakler Orlemann, der für die Wertpapierhandelsbank ICF auf dem Parkett der Börse Frankfurt arbeitet. „Und das von einem Offenen Immobilienfonds: dem Hausinvest!“

Offene Immobilienfonds sind bei den Deutschen weiter beliebt, rund 80 Milliarden Euro sind derzeit dort investiert. Laut Fondsverband BVI sind im ersten Halbjahr 2,1 Milliarden Euro in diese Fondsgattung geflossen, ein Großteil davon in Produkte der Union Investment.

Für den jüngsten Kaufrausch sorgten neue Regeln, die seit 22. Juli gelten. Sie sollen die Fonds für Großanleger weniger attraktiv machen, die dort lediglich Geld parken wollen. Vor der Finanzkrise war das gängige Praxis. Als die Großanleger dann ihr Kapital abzogen, stürzten sie die ganze Branche in die Krise.

Um ähnliche Entwicklungen in Zukunft zu verhindern, beträgt die Mindesthaltedauer für Anteile an Offenen Immobilienfonds nun 24 Monate. Wer verkaufen will, muss das mit zwölf Monaten Vorlauf ankündigen. Die größere Stabilität der Gattung geht also zulasten der Flexibilität der Anleger. Auch Ausnahme­regeln für geringe Anlagemengen unter 30 000 Euro gibt es seit dem 22. Juli nicht mehr.

Die Ausnahmen wollten sich offenbar noch viele Anleger sichern und haben deshalb in der Woche vor dem Stichtag zugegriffen. Ein Indiz: „Nach dem 22. Juli hat das Kaufinteresse schlagartig nachgelassen“, sagt ICF-Makler Orlemann.

Bildquellen: S IMMO

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->