06.02.2013 10:27

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LBBW Dividenden Strategie Euroland-Fonds: Dividendenstarke europäische Aktien mit guten Perspektiven


Stuttgart (www.fondscheck.de) - Historisch niedrige Zinsen und die lockere Geldpolitik der Notenbanken haben weltweit die Konjunkturindikatoren stabilisiert, sodass viele Investoren wieder Vertrauen in den Aktienmarkt zurückgewinnen. "Vor allem die Eurozone überraschte in den vergangenen Wochen bei den Wirtschaftsnachrichten positiv", sagt Berndt Maisch, Fondsmanager des LBBW Dividenden Strategie Euroland (LBBW Dividenden Strategie Euroland R) bei LBBW Asset Management.

"Hier scheint die Talsohle zumindest erreicht zu sein." Vor diesem Hintergrund würden dividendenstarke europäische Aktien über gute Perspektiven verfügen. Denn die relative Bewertung europäischer Aktien sei immer noch sehr günstig. Zwar habe die lockere Geldpolitik der Notenbanken zu einer Inflation bei den Asset-Klassen geführt, das Kurs/Gewinn-Verhältnis des STOXX Europe 600 sei mittlerweile auf rund 12 angestiegen. "Mit dem Anstieg des KGV auf 12 ist das Bewertungsniveau europäischer Aktien bislang jedoch lediglich in den langjährigen Normalbereich zurückgekehrt", betone Maisch.

Das aktuell niedrige Zinsumfeld schaffe nach Ansicht von Maisch gleich an zwei Stellen positive Rahmenbedingungen für den Aktienmarkt. Zum einen mache es fremdfinanzierte Aktienrückkäufe für Unternehmen attraktiv. Als Beispiel nenne Maisch Siemens. Im vergangenen Jahr habe der Technologiekonzern sein Aktienrückkaufprogramm über die Emission von Unternehmensanleihen finanziert. Zum anderen würden die niedrigen Zinsen auch kostspielige, aber wertsteigernde Wachstumsakquisitionen ermöglichen. Hier führe Maisch das Beispiel Heineken an: Der Brau-Konzern habe den asiatischen Wettbewerber APB aus Singapur übernommen und diese Transaktion ebenfalls durch die Emission von Unternehmensanleihen finanziert.

Die guten Rahmenbedingungen und die Entspannung in der Eurokrise würden auch unter den Anlegern für gute Stimmung sorgen: Vor allem nach den OMT-Ankündigungen der EZB hätten sich die Anleger gegenüber europäischen Werten wieder positiver eingestellt und würden diese inzwischen wieder stärker in ihrer Asset Allocation gewichten. "Insgesamt sehen wir eine positive Investorenstimmung, allerdings sind auch vorübergehend Rücksetzer zu erwarten", erläutere Maisch. Seiner Ansicht nach seien gerade dividendenstarke Aktien attraktiv: "Die aktuellen Dividendenrenditen sind im Vergleich zum Zinsniveau historisch hoch, zudem impliziert das geringe Verschuldungsniveau der Unternehmen auch weiterhin gute Dividendenperspektiven", betone Maisch. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen im STOXX Europe 600 hätten eine Dividendenrendite, die über der Rendite des jeweiligen unternehmensspezifischen Corporate Bonds liege.

Besonders spannend sei dem Experten zufolge derzeit der Sektor Öl und Gas für Investoren. "Der europäische Öl- und Gas-Sektor ist derzeit noch rund 25 Prozent günstiger bewertet als der Gesamtmarkt, was im historischen Vergleich ein sehr hoher Abschlag ist", sage Maisch. Die meisten Unternehmen, wie zum Beispiel der italienische Ölkonzern ENI, hätten über eine gesunde finanzielle Basis und dank steigender Produktionsmengen auch über die Perspektive verfügt, dass die Dividendenausschüttung in Zukunft moderat steigen dürfte. (06.02.2013/fc/a/f)

Kommentare zu diesem Artikel

Motzer schrieb:
06.02.2013 11:54:52

Es freut mich, dass hier ein in Deutschland aufgelegter, ausschüttender Fonds empfohlen wird.

Von ausländischen, thesaurierenden Fonds ist abzuraten wegen der Doppelbesteueurung der thesaurierten Erträge, die man beim Verkauf zu spüren bekommt.

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