27.06.2013 22:27
Bewerten
 (0)

Langfristiges Ertragspotenzial von Schwellenländeranleihen weiterhin groß

Pressemitteilung

Langfristiges Ertragspotenzial von Schwellenländeranleihen weiterhin groß

Attraktiver Einstiegszeitpunkt für strategisch ausgerichtete Anleger

  • Trotz rückläufigem Trend: 2013 durchschnittliches Schwellenländer-Wachstum von 4,8 Prozent
  • Bisher enttäuschende Entwicklung von Schwellenländer-Bonds 2013
  • Zukäufe von Investoren erwartet

Frankfurt, 27. Juni 2013 – Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sehen trotz der gestiegenen Volatilität langfristig weiterhin positives Ertragspotenzial für Schwellenländeranleihen: „Wir befinden uns derzeit in einer Übergangsphase“, betont Pierre Yves Bareau, Leiter des globalen Teams für Schwellenländer-Anleihen bei J.P. Morgan Asset Management. „Die Anleger setzen sich nach der Bemerkung des US-Notenbankchefs Bernanke zum potenziellen Ende der quantitativen Lockerung mit dem Abzug der überschüssigen Liquidität und den damit verbundenen Anlageimplikationen auseinander. Märkte reagieren auf solche Veränderungen üblicherweise mit einer verstärkten Volatilität“, erläutert er die aktuell turbulente Zeit. Allerdings gibt Bareau zu bedenken, dass die US-Notenbank nicht die einzige Quelle quantitativer Lockerung ist: Sowohl die Bank of Japan als auch die Bank of England pumpen weiterhin sehr viel Liquidität ins System.

Dass von den Spekulationen über den künftigen Kurs der US-Notenbank die Schwellenmärkte unverhältnismäßig stark betroffen waren, führt Bareau auf die Angst vor weiteren Abflüssen zurück. Vermeintlich hätten die Emerging Markets am stärksten von der extrem lockeren US-Geldpolitik der letzten Jahre profitiert. So bleiben Abflüsse aus den Anleihen der Schwellenländer ein zentrales Risiko: „Wir schätzen, dass der Anlageklasse seit Jahresbeginn insgesamt rund 29 Milliarden US-Dollar zugeflossen sind, wobei diese Zahl nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass sich die Zuflüsse in den letzten Wochen bereits um 7 Milliarden US-Dollar reduziert haben. Wir gehen davon aus, dass in der Mehrzahl kurzfristig orientierte Anleger für diese Abflüsse verantwortlich sind. Gleichzeitig bauen derzeit institutionelle Anleger ihre Positionen aus, um die attraktiveren Einstiegslevels auszunutzen und die Diversifikation innerhalb ihrer Rentenportfolios zu erhöhen“, erklärt Bareau.

Währungsschwäche und Renditeanstieg sorgen für enttäuschende Marktentwicklung der EM-Bonds

Laut Bareau hat sich der Index für Schwellenländer-Staatsanleihen in US-Dollar seit Jahresbeginn am schwächsten entwickelt, aber auch der Lokalwährungsindex schnitt schwach ab. Bei letzterem ist dies sowohl auf die Währungsschwäche als auch auf einen Anstieg der Renditen zurückzuführen. Bei den 10-jährigen Staatsanleihen verzeichnete beispielsweise Brasilien einen Anstieg um 313 Basispunkte, die Türkei um 180 Basispunkte und Indonesien um 168 Basispunkte. Währungsseitig wertete seit Jahresbeginn der Südafrikanische Rand um 16 Prozent, der Brasilianische Real um 9 Prozent und die Türkische Lira um 7 Prozent gegenüber dem US-Dollar ab. Darüber hinaus ist die Liquidität am Markt derzeit recht gering, wodurch die Marktbewegungen noch verstärkt werden – wobei zu jedem Zeitpunkt sowohl Kauf- als auch Verkaufskurse gestellt wurden. 

Weitere Zukäufe von strategisch ausgerichteten Investoren

Schwellenländer-Anleihen bleiben laut Bareau dennoch weiterhin attraktiv und weitere Zukäufe seitens strategischer Investoren sind zu erwarten, sobald die volatile Phase vorüber ist. Denn das Renditeniveau der Anlageklasse ist inzwischen sehr attraktiv: Die Rendite des Lokalwährungsindex JPMorgan GBI-EM Global Diversified liegt beispielsweise mehr als 4,6 Prozentpunkte über den 10-jährigen deutschen Staatsanleihen und mehr als 4 Prozentpunkte über 10-jährigen US-Staatsanleihen (Quelle: Bloomberg, 21. Juni 2013). Der Index rentiert aktuell bei 6,6 Prozent. Darüber hinaus sind die Schwellenländer-Währungen in den letzten Wochen deutlich billiger geworden, bergen aber nach wie vor eine erhöhte Volatilität.

Die Wachstumserwartungen von Industrieländern und Schwellenländern gehen derzeit auseinander – während sich das Wachstum der Schwellenmärkte verlangsamt, legen die Industrieländer zu. Dennoch sprechen die absoluten Wachstumsraten nach wie vor deutlich für die Emerging Markets. So wird noch immer erwartet, dass das durchschnittliche Wachstum in den Schwellenländern im Jahr 2013 4,8 Prozent und im Jahr 2014 5,2 Prozent betragen wird (Quelle: J.P. Morgan, 14. Juni 2013). Und die Verbesserung in den Industrieländern wird den exportorientierten Schwellenländern zugute kommen. Pierre-Yves Bareaus Fazit: „Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit positiven, einstelligen Renditen in jedem Schwellenländer­­anleihen-Segment. Diese sollten aus der höheren laufenden Rendite und einer Einengung der Spreads sowohl bei Staats- als auch bei Unternehmensanleihen in Hartwährung resultieren. Lokal­währungsanleihen bieten zusätzlich langfristiges Ertragspotenzial aus der Aufwertung der Währungen sowie kurzfristig Zusatzerträge aus fallenden Renditen. Unserer Meinung nach ist dies ein attraktiver Einstiegszeitpunkt für langfristig ausgerichtete Anleger, wobei kurzfristig weiter mit Volatilität zu rechnen ist. Wir erwarten bis Jahresende positive Erträge von ungefähr 6 Prozent.“

JPMorgan Funds – Emerging Markets Local Currency Debt FundAnteilklasse A (inc) - EUR
WKN A0M8CC

Weitere News von den Emerging Markets-Experten finden Sie unter http://www.em-experten.de.

 

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt um Nulllinie -- US-Börsen schwächer -- Draghi verteidigt lockere Geldpolitik -- EZB-Leitzins bleibt unverändert -- Netflix Umsatzsprung erfreut Anleger -- VW, Fresenius im Fokus

Spannung vor dem Eid: Trump übernimmt die Macht in Washington. Goldman Sachs, UBS & Co. bringen wegen Brexit wohl Tausende Jobs nach Frankfurt. Experte der Bank of America: Jeder Forex-Trader braucht jetzt einen Twitter-Account. Haustürgeschäfte, falsche Rechnungen, Kundenhotlines: Diese Rechte haben Verbraucher.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Bayer BAY001
Nordex AG A0D655
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Netflix Inc. 552484
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
K+S AG KSAG88
Siemens AG 723610
Tesla A1CX3T