27.02.2013 11:04

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Lazard European HighYield-Fonds: 01/13-Bericht, Wertzuwachs von 0,55%


Delaware (www.fondscheck.de) - Der Lazard European HighYield setzt auf die Erzielung einer attraktiven Rendite durch eine diversifizierte Anlage in europäische Hochzinsanleihen, so die Experten von Lazard Asset Management.

Der europäische High Yield-Markt, repräsentiert durch den Merrill Lynch-Index European Issuers/European Currencies, 100% abgesichert in EUR, habe im Januar 0,4% gewonnen.

Im abgelaufenen Monat habe man eine leicht positive Entwicklung der Kapitalmärkte beobachten können. Die amerikanischen Arbeitsmarktzahlen hätten zwar nur im Rahmen der Erwartungen gelegen, doch hätten die Daten für Dezember nach oben revidiert werden können. In Deutschland habe sich die Stimmung der Unternehmer zum Jahresbeginn besser entwickelt als erwartet. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei im Januar nun bereits schon zum dritten Mal in Folge gestiegen.

Die Japanische Zentralbank habe dem Drängen der Regierung nachgegeben und das Inflationsziel von 1% auf 2% erhöht. Um dieses Ziel zu erreichen, seien monetäre Lockerungsmaßnahmen beschlossen worden, welche vonseiten der Regierung finanzpolitisch unterstützt würden.

Die Skandale und die Staatsrettung der drittgrößten italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena hätten die Märkte beunruhigt. Verbunden mit der Annahme von Staatshilfe sei ein temporärer Zahlungsstopp der Kupons von einigen Nachranganleihen. Die Skandale um die Monte dei Paschi di Siena hätten auch für Diskussionen über einen möglichen Zwangsrücktritt von EZB-Präsident Mario Draghi gesorgt, welcher von 2006 bis 2011 die Bankenaufsicht in Italien geleitet habe.

Im Januar hätten wenige Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der italienische Autobauer Fiat habe mit seinem Jahresergebnis die Markterwartungen erfüllen können. Die Verluste in Europa hätten durch gute Geschäfte in Nordamerika mehr als kompensiert werden können. Eine Lösung für die Komplettübernahme von Chrysler sei noch nicht gefunden worden.

Das Management des italienischen Medienunternehmens, Seat Pagine Gialle, habe aufgrund der schwachen Geschäftsentwicklung die Zahlung der Kupons einstellen müssen und Gläubigerschutz beantragt. Der Marktpreis für die Anleihen sei daraufhin deutlich zurückgegangen.

Der deutsche Automobilzulieferer Continental habe im Januar erfolgreich einen neuen Kreditvertrag über EUR 4,5 Mrd. unterzeichnen können und damit sein Fälligkeitsprofil verbessert und seine künftige Zinslast gesenkt.

Der Lazard European HighYield habe sich im abgelaufenen Monat besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Das Übergewicht im zyklischen Konsumsektor habe sich negativ ausgewirkt. Durch ihre Positionierung im Telekommunikationssektor und den nicht zyklischen Konsumsektor hätten die Experten im Vergleich zum Gesamtmarkt gewinnen können.

Ende Januar seien Anleihen von Altice, Ethias und Fresenius aus dem Index herausgefallen.

Anleihen von Ardagh, Arrow Global, Atalian, Banco Espirito Ssanto, Cerba, Cerved, Prosec, Deutsche Postbank, Fresenius, Luxgeo, New World Resource, Old Mutual, Banco Popular Espanol, Smurfit Kappa, Tital Cement, Unitymedia, Veneto Banca, Voyage Care und Zobele seien in den Index aufgenommen worden.

Viele der High Yield-Emittenten hätten ihr Kreditprofil in den vergangenen Jahren deutlich verbessern können. Daher würden die Experten davon ausgehen, dass sie für das schwierige Umfeld der kommenden Monate gut gerüstet seien. Sie würden jedoch selektiv bei der Unternehmensauswahl bleiben und sich auf Unternehmen mit stabilen Geschäftsfeldern konzentrieren. Sie würden erwarten, dass auch weiterhin die Staatsschuldenkrise in der Eurozone einer der wichtigsten Faktoren für die Wertentwicklung im europäischen High Yield-Markt sein werde, auch wenn man in den letzten Monaten eine Entspannung habe beobachten können.

Die Experten würden jedoch beobachten, dass andere Themen, wie z. B. das globale Wirtschaftswachstum und die Entwicklung der Ausfallraten eine immer stärkere Rolle spielen würden. (Stand vom 31.01.2013) (27.02.2013/fc/a/f)

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