14.11.2012 13:10

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Lazard European HighYield-Fonds: 10/2012-Bericht, Wertanstieg von 2,62%


Delaware (www.fondscheck.de) - Der Lazard European HighYield setzt auf die Erzielung einer attraktiven Rendite durch eine diversifizierte Anlage in europäische Hochzinsanleihen, so die Experten von Lazard Asset Management.

Der europäische High Yield-Markt, repräsentiert durch den Merrill Lynch-Index European Issuers/European Currencies, 100% abgesichert in EUR, habe im Oktober 2,25% gewonnen. Im abgelaufenen Monat habe man eine positive Entwicklung der Kapitalmärkte beobachten können. Zu Beginn des Monats habe sich die Stimmung durch einen starken Rückgang der Arbeitslosenquote in den USA verbessert. Weiterhin habe der permanente europäische Rettungsmechanismus (ESM) seine operative Tätigkeit aufgenommen.

Gegen Mitte des Monats habe die amerikanische Ratingagentur Moody's das Rating von Spanien auf der niedrigsten Investment Grade-Stufe mit Ausblick negativ bestätigt. Investoren seien über eine Änderung im Regelwerk von Moody's besonders positiv überrascht gewesen. Bisher sei auf die Inanspruchnahme europäischer Hilfsgelder konsequent die Herabstufung auf Ramschniveau gefolgt. Im Falle von Spanien sei jedoch angemerkt worden, dass ein Eintritt in das ESM-Programm nicht unmittelbar zu einer Ratingverschlechterung führen würde, solange Spanien in der Lage bleiben sollte, sich über private Geldgeber zu finanzieren.

Der Lazard European HighYield habe sich im abgelaufenen Monat besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Die Selektion in der Basisindustrie habe sich negativ ausgewirkt. Durch ihre Positionierung im Finanz- und im Kabelsektor hätten die Experten im Vergleich zum Gesamtmarkt gewinnen können. Im Oktober hätten zahlreiche Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Als Gesamtbild lasse sich festhalten, dass, unterstützt durch eine gute Geschäftslage in Nord Amerika und Südostasien, viele Unternehmen erstaunlich robuste Geschäftsergebnisse hätten vorlegen konnten.

Der Ausblick habe von einer Vielzahl der Firmen bestätigt werden können, jedoch hätten auch einige Firmen ihre Erwartungen gedämpft. Unternehmen mit einem hohen Umsatzanteil in Europa hätten tendenziell schlechter abgeschnitten. Der Autobauer PSA Peugeot Citroen und sein Finanzdienstleister Banque PSA hätten für Schlagzeilen im Oktober gesorgt. Zunächst sei eine Herabstufung des Autobauers durch Moody's aufgrund der herausfordernden Restrukturierung erfolgt. Es habe eine Herabstufung von Banque PSA in das High Yield-Universum gedroht. Um dies zu verhindern, habe der französische Staat eingegriffen und Garantien in Höhe von EUR 7 Mrd. im Gegenzug für Mitspracherechte bei künftigen Unternehmensentscheidungen gewährt.

Trotz eines starken Absatzrückgangs habe der Autobauer Renault sein Ziel bestätigt, im aktuellen Geschäftsjahr einen positiven Cash Flow zu erwirtschaften. Spekulationen, dass der französische Medienkonzern Vivendi den Kabelnetzbetreiber Numericable übernehmen könnte, hätten für einen Rückgang der Risikoprämien bei Anleihen von Numericable gesorgt.

Der Oktober sei von eher schwachen Emissionsaktivitäten im Vergleich zum Vormonat geprägt gewesen. Beispielsweise seien Anleihen des französischen Verpackungsunternehmens Albea sowie des französischen Chemieunternehmens SPCM am Markt platziert worden. Ende Oktober seien Anleihen von Peugeot, Smufit Kappa, SPCM und Yorkshire Building aus dem Index herausgefallen. Anleihen von Agrokor, Albea, Brisa, Cabot, Matterhorn, Numericable, Old Mutual, Portugal Telekom und SPCM seien in den Index aufgenommen worden.

Die Experten würden erwarten, dass auch weiterhin die Staatsschuldenkrise in der Eurozone einer der wichtigsten Faktoren für die Wertentwicklung im europäischen High Yield-Markt sein werde. Allerdings habe die Korrelation zwischen der europäischen Peripherie und dem High Yield-Markt in den vergangenen Wochen abgenommen. Andere Themen, wie z.B. das globale Wirtschaftswachstum und die Entwicklung der Ausfallraten würden eine stärkere Rolle spielen. Da viele der High Yield-Emittenten ihr Kreditprofil in den vergangenen Jahren deutlich verbessern konnten, erscheinen sie uns allerdings für das schwierige Umfeld der kommenden Monate gut gerüstet, so die Experten von Lazard Asset Management. (Stand vom 31.10.2012) (14.11.2012/fc/a/f)

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