21.12.2012 16:33
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Lazard European HighYield-Fonds: 11/2012-Bericht, besser als der Gesamtmarkt

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Delaware (www.fondscheck.de) - Der Lazard European HighYield-Fonds setzt auf die Erzielung einer attraktiven Rendite durch eine diversifizierte Anlage in europäische Hochzinsanleihen, so die Experten von Lazard Asset Management.

Der europäische High Yield-Markt, repräsentiert durch den Merrill Lynch-Index European Issuers/European Currencies, 100% abgesichert in EUR, habe im November 2,01% gewonnen. Im abgelaufenen Monat habe man eine positive Entwicklung der Kapitalmärkte beobachten können. Bereits den vierten Monat in Folge habe sich der amerikanische Arbeitsmarkt besser als die Erwartungen entwickelt.

Anfang November sei das amerikanische Haushaltsbudget in den Fokus der Marktbeobachter gerückt. Im Jahr 2013 würden voraussichtlich Gesetze in Kraft treten, welche über Ausgabensenkungen und Steuererhöhungen das US-Haushaltsdefizit senken würden. Diese plötzliche fiskalische Anpassung, welche auch als "Fiscal Cliff" bezeichnet werde, könnte zu einer erneuten Rezession in den USA führen. Mit der Wiederwahl von US-Präsident Obama zu Beginn des Monats sei die Unsicherheit über die Ergebnisse der Haushaltsverhandlungen mit dem republikanisch dominierten Repräsentantenhaus gestiegen, um eine Rezession zu verhindern.

Der Lazard European HighYield habe sich im abgelaufenen Monat besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Durch ihre Positionierung im Kabel- und Basisindustriesektor hätten die Experten im Vergleich zum Gesamtmarkt gewinnen können. Ihr Untergewicht im Bankensektor habe sich negativ ausgewirkt.

Im November hätten einige Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Als Gesamtbild lasse sich festhalten, dass ein Großteil der Unternehmen mit ihren Ergebnissen die Analystenerwartungen hätten bestätigen können. Der Ausblick habe ebenfalls von einer Vielzahl der Firmen bestätigt werden können.

Aufgrund der schwachen Geschäftszahlen und der Verschlechterung des Finanzprofils sei dem luxemburgischen Stahlkonzern ArcelorMittal das Investment Grade-Rating von Moody's entzogen worden. Der Konzern habe noch über die Kürzung der Dividende und die Emission einer Nachranganleihe sein Rating zu verteidigen versucht, aber der schwache Ausblick des globalen Stahlmarktes habe nach Einschätzung der Ratingagentur überwogen. In Folge der Herabstufung seien fünf Anleihen von ArcelorMittal mit einem Gesamtvolumen von mehr als EUR 3 Mrd. in den High Yield-Index aufgenommen worden.

Als relativ starker Sektor habe sich erneut der Kabelsektor gezeigt. Alle fünf Kabelunternehmen, welche im November ihre Geschäftszahlen berichtet hätten, hätten steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr verbuchen können. Das deutsche Kabelunternehmen Kabel Deutschland habe angekündigt, aufgrund des stärker als erwarteten Kundenwachstums, in Zukunft die Investitionsausgaben anzuheben. Das schwedische Kabelunternehmen Com Hem habe eine Nachranganleihe emittiert und damit seine finanzielle Flexibilität erhöht.

Für Aufregung im Markt habe der kanadische Hersteller von Zügen und Flugzeugen Bombardier gesorgt, als dieser die geplante Emission von Anleihen über eine Mrd. USD habe absagen müssen. Zuvor habe die amerikanische Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit von Bombardier heruntergestuft. Die existierenden Anleihen von Bombardier hätten sich jedoch im Verlauf des Monats jedoch erholen können, nachdem bedeutende neue Aufträge hätten gewonnen werden können.

Ende November seien Anleihen von Credito Valtelli, Elster Finance, Grohe Holdings, Irish Life Assurance, ISS Financing, Bllue Circle, Nordenia und Virgin Media aus dem Index herausgefallen. Anleihen von Banco Espirito Santo, Ciech Group, Com Hem, Fiat, Finansbank, ING, Mapfre, Arcelormittal, Perstorp, Rottapharm, SNS und Virgin Media seien in den Index aufgenommen worden.

Die Experten würden erwarten, dass auch weiterhin die Staatsschuldenkrise in der Eurozone einer der wichtigsten Faktoren für die Wertentwicklung im europäischen High Yield-Markt sein werde. Sie würden jedoch wie andere Themen beobachten, wie z.B. das globale Wirtschaftswachstum und die Entwicklung der Ausfallraten eine immer stärkere Rolle spielen würden. Da viele der High Yield-Emittenten ihr Kreditprofil in den vergangenen Jahren deutlich hätten verbessern können, würden sie für das schwierige Umfeld der kommenden Monate gut gerüstet erscheinen. (Stand vom 30.11.2012) (21.12.2012/fc/a/f)

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