05.12.2012 14:35
Bewerten
 (0)

Liquiditätsstrategien werden beliebter

Berater aufgepasst: Anleger richten ihre Asset-Allocation-Strategien neu aus. Management komplexer Risiken im Fokus.

Interessante Ergebnisse für Berater: Anleger wägen bei ihrer Portfoliozusammensetzung zunehmend zwischen ihrem Liquiditätsbedarf und der Notwendigkeit ab, Erträge zu generieren. Das geht aus einer Studie der State Street Corporation mit dem Titel „The Asset Owners‘ Perspective: Evolving Investments and Oparational Models“ hervor. Grund dafür sei die anhaltende Volatilität an den Finanzmärkten. Im Umgang mit der Liquiditätskrise setzten Anleger zudem vermehrt strengere Stresstests ein und überdenken liquiditätsbezogene Anlagestrategien. Für die Studie wurden weltweit über 100 institutionelle Investoren befragt. Festverzinsliche Anlagen erfreuten sich nach wie vor einer hohen Nachfrage, insbesondere bei der Altersvorsorge. 84 Prozent aller Befragten gaben darüber hinaus an, das Stiftungsmodell nach wie vor für effizient zu halten. Bei 45 Prozent der Anleger führe das derzeitige Niedrigzinsniveau zu einem verstärkten Interesse an alternativen Anlagen. Dies gelte besonders für institutionelle Investoren. Darüber hinaus stelle die Datenintegration den Umfrageergebnissen zufolge weiterhin eine große operative Herausforderung dar. Nahezu die Hälfte der Befragten gab an, dass es schwierig sei, eine umfassende Analyse ihres Portfolios zu erhalten. Zwei Drittel rechnen zusätzlich damit, dass ihr Bedarf an Datenmanagement in den kommenden drei Jahren steigen werde.

„Bei vielen Anlegern hat Liquidität im Rahmen der Anlageentscheidung nun einen sehr hohen Stellenwert und sie überdenken ihren Ansatz zum Liquiditätsmanagement“, bewertet Dan Farley, Managing Director und Chief Investment Officer der Investment Solutions Group von State Street Global Advisors, die Ergebnisse. Dadurch habe sich auch der Rahmen für die Asset-Allokation insgesamt verändert. „Der Fokus liegt nun je nach Portfolio stärker auf der Optimierung des Risiko-Rendite-Verhältnisses. Anleger sollten daher ihren Ansatz sorgfältig überdenken und dynamischere Methoden bei denen unterschiedliche Liquiditätsstrategien zum Einsatz kommen, zur Ertragserzielung in Betracht ziehen“, so Farley. Rebecca Schechter, Senior Vice President und Head of Foundations an Endowments bei State Street, erkennt die beiden größten Herausforderungen für Anleger derzeit im Risikomanagement und in der Komplexität der Anlagen. „Diesen Herausforderungen für die gesamte Branche muss entschlossen mit erhöhter Transparenz und neuen Technologien zum Management komplexer Risiken begegnet werden, wobei der Fokus weiterhin auf der Ertragsgenerierung liegen muss.“

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Artikel empfehlen?

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich leichter -- Dow schließt schwächer -- Tsipras spricht mit Merkel über neue Vorschläge - Umschuldung geplant -- Tsakalotos löst Varoufakis ab -- Deutsche Post im Fokus

ProSieben und Springer sondieren offenbar Fusion. EZB hält Notkredite für griechische Banken auf aktuellem Stand. Griechische Banken bleiben weiter geschlossen. IWF grundsätzlich bereit zu weiteren Griechenland-Hilfen. Piloten: Schlichtung bei Lufthansa gescheitert. EU-Kommission hält Griechenland-Kompromiss immer noch für möglich. EZB wird wohl Hellas-Geldversorgung nicht stoppen.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welcher Fußballtrainer verdient am meisten?

Umfrage

Griechenlands Finanzminister Varoufakis tritt zurück. Glauben Sie, dass nun eine Einigung im Schuldenstreit näher rückt?