27.12.2012 12:19
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MEAG EuroAktien Dynamic Floor-Fonds: Jahresbericht zum 30. September 2012, Wertentwicklung von 1,46%

München (www.fondscheck.de) - Der MEAG EuroAktien Dynamic Floor erwirbt überwiegend Aktien von Ausstellern mit Sitz in Europa, so die Experten von MEAG.

Die Anlagepolitik des Fonds basiere auf einem dynamischen Wertsicherungskonzept, welches die Aktienanlagen mit einem Absicherungsmechanismus, der das maximale Verlustpotenzial laufend überwache und begrenze, kombiniere. Dabei werde die Portfolioaufteilung zwischen riskanter und risikofreier Anlage in Abhängigkeit der Wertuntergrenze laufend angepasst. Es werde angestrebt, die Wertuntergrenze des MEAG EuroAktien Dynamic Floor von 87 Prozent nicht zu unterschreiten (keine Garantie). Die Umsetzung dieses dynamischen Wertsicherungskonzeptes erfolge aktiv mit Hilfe von Derivaten.

In der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2011 bis 30. September habe die europäische Staatsschuldenkrise die Entwicklung am europäischen Aktienmarkt EURO STOXX 50 beeinflusst. Die Aktienkurse der 50 größten europäischen Standardwerte hätten erheblichen Kursschwankungen unterlegen. Zu Beginn des Berichtszeitraums sei nach einer zwischenzeitlichen Aufwärtsbewegung eine Kurskorrektur erfolgt, nachdem Griechenland wieder in den Fokus der Kapitalmärkte geraten sei. Allerdings habe die Europäische Zentralbank (EZB) durch eine äußerst großzügige Bereitstellung von Liquidität über einen ungewöhnlich langen Zeitraum (drei Jahre) Vertrauen am Aktienmarkt wieder hergestellt.

Vor diesem Hintergrund hätten Aktien seit Jahresbeginn 2012 einen deutlichen Kursanstieg verbucht. Im Frühjahr 2012 hätten jedoch die Euroskeptiker am Markt die Oberhand gewonnen und die Aktienkurse seien dementsprechend gefallen. Hoffnungen auf Interventionen von Seiten der Zentralbanken hätten aber zu Beginn des dritten Quartals 2012 zu einer Trendwende geführt. Unterstützend habe auch die Einigung der Staats- und Regierungschefs der Eurozone auf eine direkte Bankenhilfe durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) gewirkt. Die Ankündigung der EZB notfalls, gefährdeten Euroländern Schützenhilfe zu leisten und unbegrenzt deren Staatsanleihen aufzukaufen, habe die Aktienmärkte weiter befeuert. Aufgrund dessen sei der EURO STOXX 50 stichtagsbezogen um 12,60 Prozent gestiegen.

Der MEAG EuroAktien Dynamic Floor habe in den vergangenen zwölf Monaten ausschließlich europäische Standardtitel erworben. Bereits in der ersten Hälfte der Berichtsperiode seien einzeltitelbezogen selektive Zukäufe von Aktien aus den europäischen Peripherieländern wie die spanische Repsol, Ibedrola, Banco Santander und Banco Bilbao sowie Titel der italienischen UniCredit erfolgt. Fällig gewordene Anleihen seien durch Neukäufe wieder ersetzt worden. Das Fondsmanagement habe dabei keine Investitionen außerhalb des Euroraumes getätigt.

Nach den deutlichen Kursverlusten in der Vorperiode sei eine Reduzierung der Aktienquote entsprechend dem Wertsicherungsmodell erfolgt. Der Fonds sei am 1. Oktober 2011 mit einer Aktienmarktpartizipation (wirtschaftlicher Investitionsgrad in Aktien unter Berücksichtigung von Futureskontrakten) von ca. 0 Prozent gestartet und habe somit nicht an den Kurssteigerungen in den ersten sechs Monaten partizipieren können.

Im Laufe der Berichtsperiode habe das Fondsmanagement die Aktienmarktpartizipation durch aufgelaufene Zinserträge im Fonds leicht erhöht. Ende März 2012 habe der Fonds einen wirtschaftlichen Investitionsgrad von 2 Prozent gehabt. Im weiteren Verlauf habe das Fondsmanagement den Investitionsgrad wieder auf 0 Prozent reduziert. Die angestrebte Wertuntergrenze von 87 Prozent des Ausgangswertes (Anteilwert des vorausgegangenen Börsentages) habe in der Berichtsperiode eingehalten werden können. Zu den größten Positionen im Portfolio hätten Ende September 2012 Total (4,97 Prozent), Sanofi (4,77 Prozent), Siemens (3,80 Prozent) sowie BASF (3,45 Prozent) gezählt.

Der MEAG EuroAktien Dynamic Floor habe im Berichtszeitraum 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 eine Wertentwicklung von 1,46 Prozent erzielt (Berechnung nach BVI-Methode). Positive Beiträge zur Wertentwicklung hätten sich vor allem durch die Investition in deutsche Unternehmen wie Bayer, SAP, BASF und Volkswagen ergeben. Aber auch der Braugigant Anheuser-Busch habe mit einem deutlichen Wertzuwachs aufwarten und einen positiven Beitrag für das Portfolio leisten können.

Als Belastungsfaktor hätten sich die Aktien der UniCredit erwiesen. Obwohl die italienische Bank zum Jahreswechsel erfolgreich eine milliardenschwere Kapitalerhöhung am Markt habe platzieren können, hätten deren Aktien deutlich an Wert verloren. Aber auch Aktien aus dem Versorgersektor wie GDF SUEZ, Iberdrola und Enel hätten zu den Verlierern gezählt, ebenso wie Nokia, die den Trend zu Smartphones bislang verpasst hätten.

Der ordentliche Nettoertrag pro Anteil betrage für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,96 Euro. Dieser Betrag sei neben dem Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften am 30. September 2012 zur Wiederanlage verwendet worden.

Das Bekenntnis des EZB-Präsidenten Mario Draghi zum Schutz des Euro und das avisierte Anleiheaufkaufprogramm der europäischen Notenbank würden zusammen mit der hohen Liquiditätsbereitstellung und der verzweifelten Suche der Investoren nach attraktiven Anlagealternativen ein insgesamt positives Umfeld für Aktien bilden. Ein sich perspektivisch langsam verbesserndes Wachstumsumfeld sollte ebenfalls unterstützend wirken. Zudem seien die Bewertungen insgesamt weiterhin moderat. Kurzfristig könne es bei den europäischen Aktien aber aufgrund von politischen Risiken, vor allem in der Eurozone, den USA oder der arabischen Welt, zu erhöhten Schwankungen kommen. (Stand vom 30.11.2012) (27.12.2012/fc/a/f)

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