28.01.2013 09:19

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MEAG EuroErtrag: Ideal für Anleger, denen ein reiner Aktienfonds zu volatil ist


München (www.fondscheck.de) - Die Experten vom "Euro fondsxpress" empfehlen den MEAG EuroErtrag als ein "Buy-and-Hold"-Produkt für Anleger, denen ein reiner Aktienfonds zu volatil ist.

Ingmar Przewlocka arbeite seit Anfang 2007 für die MEAG und betreue seither den defensiven Mischfonds MEAG EuroErtrag. Przewlocka sei bei der Fondstochter von Munich Re Senior Portfoliomanager für AbsoluteReturn-, Misch- und Rentenfonds und primär zuständig für die Asset Allocation in den Absolute Return Mandaten. Zuvor habe er im Eigenhandel einer regionalen Großbank gearbeitet. "Die Asset Allocation und das Timing sind die wichtigsten Treiber für den MEAG EuroErtrag", sage Przewlocka. Also das, was langläufig als wichtigste Renditequelle gelte, aber am schwierigsten umzusetzen sei. Konkret heiße dies: Mithilfe von Terminkontrakten senke oder erhöhe Przewlocka die Aktienquote. Und das könne mitunter schnell gehen. "Innerhalb kürzester Zeit können wir so die Aktienquote von 40 Prozent auf zehn Prozent senken", erkläre er. Über schwankende Kurse sei Przewlocka daher nicht traurig. "Wir mögen Vola", sage er, "in beide Richtungen."

Wie stark er in Aktien investiere, bestimme ein Modell, das Przewlocka mit Kollegen selbst entwickelt habe. Hier komme ihm seine Erfahrung aus dem Eigenhandel der Banken zugute. Basis für das Modell seien Fundamentaldaten, die Behavioral Finance und die Technische Analyse. Ebenfalls wichtig für Przewlocka: die Gewichtung der Einzeltitel oder das Übernachtrisiko im Portfolio. "Viele Anlageregeln wie "Buy-and-Hold" funktionieren heute nicht mehr", sage er. "Deshalb ist das Risikomanagement für uns enorm wichtig."

Przewlocka investiere "in die ganze Palette" europäischer Anleihen, also in Staats- und Unternehmensanleihen sowie in Pfandbriefe beziehungsweise Covered Bonds. Auf der Aktienseite investiere er in Einzelwerte aus dem EURO STOXX 50, deren Anteil am Portfolio meist zwischen 20 und 40 Prozent variiere. Zwischen 5 und 10 Prozent mische er zudem Fremdwährungen bei. Derzeit halte Przewlocka 60 Prozent in Anleihen sowie 40 Prozent in Euroland-Aktien.

Der Grund für seine vergleichsweise hohe Aktienquote sei: "Anleihen aus Kerneuropa sind derzeit teuer. Und auch bei Corporate Bonds sowie bei Peripherie-Anleihen aus Italien und Spanien die Renditeaufschläge zusammengeschmolzen", sage der MEAG-Fondsmanager. "Wir sind Trendfolger, aber in Kombination mit einem sehr ausgeprägten Risikobudgetierungsansatz", erkläre Przewlocka. Oder kurz: "Wir wollen das Zepter jederzeit selbst in der Hand behalten."

Gemessen an seiner Wertentwicklung, habe der MEAG EuroErtrag über ein, drei und fünf Jahre stets unter den besten defensiven Mischfonds gelegen. Im Vergleich zum EthnaGlobal Defensiv (Ethna-GLOBAL Defensiv A), dem M & G Optimal Income (M&G Optimal Income Fund A-H) oder dem StarCap SICAV Winbonds (StarCap SICAV - Winbonds + A) sei der MEAG-Fonds aufgrund der aktiven Asset Allocation aber etwas volatiler gewesen. Bei der FondsNote, einem Rendite-Risiko-Maß über die vergangenen vier Jahre, werde der MEAG EuroErtrag mit Note 2 bewertet.

Der MEAG EuroErtrag sei ein defensiver Mischfonds, dessen Aktienquote vergleichsweise aktiv gemanagt werde. Sein Pluspunkt: Mit laufenden Kosten von 0,99 Prozent sei der Fonds innerhalb seiner Kategorie eines der preiswertesten Produkte.

Der MEAG EuroErtrag ist ein "Buy-and-Hold"-Produkt für Anleger, denen ein reiner Aktienfonds zu volatil ist, so die Experten vom "Euro fondsxpress". (Ausgabe 4 vom 25.01.2013) (28.01.2013/fc/a/f)

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