28.06.2013 13:55
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MEAG EuroFlex-Fonds: Jahresbericht zum 31. März 2013, Wertzuwachs von 2,75%

München (www.fondscheck.de) - Ziel des Fondsmanagements des MEAG EuroFlex ist kurz- bis mittelfristig ein kontinuierlicher Wertzuwachs und Ertrag, so die Experten von MEAG.

Um dies zu erreichen, investiere der Rentenfonds überwiegend in auf Euro lautende verzinsliche Wertpapiere mit (Rest-)Laufzeiten bis zu 24 Monaten und verzinsliche Wertpapiere mit periodischer Zinsfestsetzung. Je nach Markteinschätzung könnten Wertpapiere außereuropäischer Aussteller beigemischt werden.

In der Berichtsperiode sei der europäische Rentenmarkt im kurzen Laufzeitenbereich von stärkeren Schwankungen gekennzeichnet gewesen. Ausgehend von 0,22 Prozent seien die Renditen der zweijährigen Bundesanleihen bis Ende Juli 2012 in den negativen Bereich gefallen. Die Ursache habe in der Unsicherheit der Investoren aufgrund der Nachwahl in Griechenland und der Parlamentswahl in Frankreich gelegen. Erst die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), notfalls unbegrenzt Staatsanleihen gefährdeter europäischer Peripherieländer aufzukaufen, habe die Situation beruhigt, bevor erneut die Renditen der zweijährigen deutschen verzinslichen Wertpapiere unterhalb von 0 Prozent gefallen seien.

Im Anschluss seien jedoch die Probleme in der Eurozone in den Hintergrund gerückt, und Optimisten hätten die Oberhand gewonnen, sodass sichere deutsche verzinsliche Wertpapiere eher veräußert worden seien. Dadurch seien die Renditen kurzlaufender deutscher Anleihen mit zweijähriger Laufzeit massiv von -0,07 Prozent Mitte Dezember 2012 auf sogar 0,27 Prozent bis Ende Januar 2013 gestiegen. Im weiteren Verlauf seien die Renditen kurzlaufender deutscher Rentenpapiere angesichts des unklaren Ergebnisses der Parlamentswahl in Italien gesunken, bei dem keine Partei als eindeutiger Sieger hervorgegangen sei, sowie aufgrund des drohenden Zusammenbruchs der zyprischen Kreditinstitute und hätten zum Ultimo März 2013 bei -0,01 Prozent geschlossen.

Schwerpunktmäßig sei der kurzlaufende Rentenfonds im Berichtszeitraum vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 in gedeckte Anleihen, Unternehmensanleihen und Anleihen staatsnaher Emittenten investiert gewesen. Der Bestand an öffentlichen Anleihen sei in den ersten sechs Monaten erhöht und danach wieder niedriger gewichtet worden, sodass stichtagsbezogen der Anteil dieser Wertpapiere von 28,12 auf 20,69 Prozent gefallen sei.

Auch die Unternehmensanleihen hätten in der Berichtsperiode eine Reduktion erfahren, der Anteil dieser Wertpapiere sei leicht von 23,02 auf 21,79 Prozent gesunken. Dabei sei der Investmentfonds in verzinsliche Wertpapiere mit solider Qualität angelegt gewesen. Den Anteil an gedeckten Anleihen habe das Fondsmanagement hingegen von 46,37 auf 51,20 Prozent erhöht. Hierbei seien selektiv auch renditestarke Peripherieanleihen in das Portfolio aufgenommen worden. Als Beimischung habe ein aufgestockter Bestand an forderungsverbrieften Papieren (Asset Backed Securities - ABS; Mortgage Backed Securities - MBS) gedient, der zum Ultimo März 2013 3,98 Prozent betragen habe. In der Berichtsperiode sei das Vorgehen des Fondsmanagements zweigeteilt gewesen.

Während in der ersten Geschäftsjahreshälfte eine eher sicherheitsorientierte Strategie verfolgt worden sei, hätten im weiteren Verlauf mit der allmählichen Entspannung an den europäischen Rentenmärkten Rendite- und Risikoüberlegungen die Anlagepolitik bestimmt. Hierbei seien vor allem risikoarme Anlagen mit sehr niedrigen Renditen in attraktivere Peripherie- und Unternehmensanleihen getauscht worden.

Insbesondere das avisierte Anleiheankaufprogramm der EZB habe das Fondsmanagement dazu bewegt, verstärkt in kurzlaufende europäische Peripherieanleihen zu investieren. Ab dem letzten Quartal des Jahres 2012 seien demgegenüber vermehrt verzinsliche Wertpapiere der Europäischen Union (EU) sowie von Kernländern der Eurozone nach guter Kursentwicklung reduziert worden.

Der MEAG EuroFlex habe in den vergangenen zwölf Monaten eine Wertentwicklung von +2,75 Prozent (Berechnung nach BVI-Methode) erzielt. Treiber dieser Wertentwicklung seien primär fallende Zinsen und der erhöhte Bestand renditestärkerer Anlagen (insbesondere kurzlaufende Peripherie-Anleihen) gewesen. Außerdem hätten das aktive Management der Zinssensitivität und geringe Bonitätsrisiken einen positiven Beitrag leisten können. Beeinträchtigt worden sei die Wertentwicklung durch die Schwankungsintensität der Märkte im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise.

Am 26. Juni 2013 erfolge die Gesamtausschüttung an die Anleger für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013. Je Anteil würden 1,51 Euro ausgeschüttet.

In der europäischen Staatsschuldenkrise seien erste Anzeichen für eine Bodenbildung erkennbar. Das Vertrauen der Investoren kehre zurück, sodass in den letzten Wochen sowohl Spanien als auch Italien ohne wesentliche Schwierigkeiten ihre Neuemissionen auf den Rentenmärkten erfolgreich hätten platzieren können.

Dennoch würden weiterhin zahlreiche Gefahren für eine zügige Erholung der Wirtschaft existieren. So sei Anfang Februar 2013 die Arbeitslosigkeit in der EU auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro gestiegen. Von dieser Entwicklung seien insbesondere die Mittelmeer-Anrainerstaaten betroffen. Problematisch sei in diesem Zusammenhang der sehr hohe Anteil der Jugendarbeitslosigkeit.

Darüber hinaus könnte nach dem ungünstigen Ergebnis der Parlamentswahl in Italien, bei dem sich keine deutliche Mehrheit in beiden Kammern habe herauskristallisieren können, der ökonomische Reformprozess der drittgrößten EU-Volkswirtschaft unterbrochen werden. Angesichts der Bedeutung Italiens für die EU hätte dies weitreichende Konsequenzen für den gesamten Euroraum. Ferner sei noch fraglich, ob Spanien in naher Zukunft die Hilfe des Europäischen Rettungsfonds in Anspruch nehmen müsse.

Grundsätzlich könnten Adressenausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden. Das Fondsvermögen sei im Berichtszeitraum jedoch breit gestreut investiert gewesen, zudem habe bei der Auswahl der Einzeltitel immer die gute Qualität der Wertpapiere im Vordergrund gestanden. Die Anleihen hätten Ende März 2013 ein durchschnittliches Rating von A2 (Standard & Poor's/Moodys) gehabt. Mit einem Portfolioanteil von 57,64 Prozent hätten Papiere sehr guter bis bester Bonität den Anlageschwerpunkt gebildet. Für das Rentenportfolio seien die Adressenausfallrisiken demnach im Berichtszeitraum gering gewesen.

Das Sondervermögen weise infolge der Investition in Rentenpapiere Zinsänderungsrisiken auf, die sich in Form von Kursänderungen in den einzelnen Anlagen niederschlagen würden. Die Zinssensitivität des Portfolios habe Ende März 2013 1,36 (Modified Duration) betragen, d.h., die Zinsänderungsrisiken des Fonds seien gering gewesen.

Während des Berichtszeitraums habe das Sondervermögen Marktpreisrisiken v. a. in Form von Zinsrisiken innegehabt. Das Marktpreisrisiko, gemessen an der Schwankungsbreite (Volatilität) des Anteilpreises, habe in den vergangenen zwölf Monaten 0,71 Prozent betragen und sei somit als niedrig einzustufen.

Das Sondervermögen sei im Berichtszeitraum überwiegend in auf Euro lautende Wertpapiere investiert gewesen. Bis Anfang März habe es eine Beimischung in einer auf Polnische Zloty lautenden polnischen Staatsanleihe gegeben, welche nur temporär (je nach Marktlage) währungsgesichert gewesen sei. Zum Ende des Berichtszeitraums seien daher marginale Währungsrisiken vorhanden gewesen.

Um ein aktives Rentenportfoliomanagement durchführen zu können, werde im besonderen Maße Wert auf die Liquidität der einzelnen Positionen gelegt. Alle Papiere seien grundsätzlich handelbar gewesen, es habe sich kein Liquiditätsrisiko für das Sondervermögen ergeben.

Die Fondsgesellschaft habe im Berichtszeitraum die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren. Dies werde regelmäßig durch die Innenrevision überprüft.

Das Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften belaufe sich auf -1.141.600,79 Euro. Der Betrag setze sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: realisierte Gewinne aus verzinslichen Wertpapieren (390.065,50 Euro), davon aus Devisengeschäften (13.450,06 Euro) sowie aus Derivaten (117.060,90 Euro); realisierte Verluste aus verzinslichen Wertpapieren (-1.548.124,14 Euro) und Derivaten (-100.603,05 Euro).

Während des Berichtszeitraums habe es keine wesentlichen Ereignisse gegeben. (Stand vom 31.03.2013) (28.06.2013/fc/a/f)

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