04.12.2012 13:57
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MEAG EuroRent-Fonds: Halbjahresbericht zum 30. September 2012, +3,22 Prozent in der Anteilklasse A

München (www.fondscheck.de) - Der MEAG EuroRent (MEAG EuroRent A) erwirbt überwiegend verzinsliche Wertpapiere von Emittenten mit Sitz in Europa, so die Experten von MEAG.

Die Laufzeit der Rentenpapiere werde je nach Markteinschätzung gewählt. Ziel sei langfristig ein kontinuierlicher Wertzuwachs und Ertrag.

Der MEAG EuroRent bestehe zum Berichtsstichtag aus zwei verschiedenen Anteilklassen (Anteilklasse A und I). Die zwei Anteilklassen würden sich hinsichtlich der Gebührenstruktur (Ausgabeaufschlag und Verwaltungsvergütung) sowie der Mindestanlagesumme unterscheiden.

In der Berichtsperiode habe die europäische Staatsschuldenkrise die Entwicklung an den europäischen Rentenmärkten überschattet. Im Mittelpunkt des Geschehens hätten insbesondere die südeuropäischen Peripherieländer der Eurozone gestanden. Anfänglich habe insbesondere die Risikoscheu der Anleger das Marktgeschehen bestimmt, was die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen im Mai 2012 ein Allzeittief von 1,15 Prozent habe fallen lassen.

Dies sowie das weiterhin schwache Wachstumsumfeld hätten die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli zu einer Leitzinssenkung auf ein historisch niedriges Niveau von 0,75 Prozent veranlasst. Erst die Ankündigung der EZB, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Peripherieländern kaufen zu wollen, habe für eine deutliche Marktberuhigung gesorgt. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen hätten sich in den vergangenen sechs Monaten einer Bandbreite zwischen 1,15 und 1,81 Prozent bewegt.

Der europäische Rentenfonds sei in den vergangenen sechs Monaten schwerpunktmäßig in auf Euro lautende Staatsanleihen, gedeckte Anleihen sowie Unternehmensanleihen investiert gewesen. Emittentenbezogen habe das Fondsmanagement den Anteil der öffentlichen sowie supranationalen verzinslichen Wertpapiere reduziert und im Gegenzug die gedeckten Anleihen erhöht. Dabei seien insbesondere zu Beginn der Berichtsperiode Neuengagements in australische, skandinavische und deutsche Pfandbriefe erfolgt.

Im Bereich der öffentlichen Anleihen sei der Bestand an französischen Wertpapieren verringert und demgegenüber angesichts der Marktentspannung ab Juli der Anteil an europäischen Peripherieanleihen aufgestockt worden. Dabei seien italienische, irische, spanische und bulgarische Anleihen in den Bestand aufgenommen worden.

Bei den Unternehmensanleihen sei durch Umschichtungen eine stärkere Konzentration auf wenige Positionen erfolgt. Als strategische Beimischung hätten darüber hinaus Anleihen in Fremdwährungen außerhalb des Euroraumes gedient, die beispielsweise auf Polnische Zloty, Türkische Lira und Isländische Krone gelautet hätten. Daneben sei das Investmentvermögen in ein verzinsliches Wertpapier angelegt gewesen, welches auf Südafrikanische Rand gelautet habe.

Der MEAG EuroRent habe im Berichtszeitraum vom 1. April bis 30. September 2012 eine Wertentwicklung von +3,22 Prozent in der Anteilklasse A und +3,41 Prozent in der Anteilklasse I (Berechnung nach BVI-Methode) erzielt. Positive Beiträge zur Wertentwicklung des Fonds hätten sich aus dem sinkenden Zinsniveau und dem aktiven Management von Fremdwährungs- und Unternehmensanleihen ergeben. Beeinträchtigt worden sei die Wertentwicklung durch die schwankungsintensiven Märkte im Zuge der anhaltenden Verschuldungskrise in Europa.

Das Bekenntnis des EZB-Präsidenten Mario Draghi zum Schutz des Euro und das avisierte Anleiheankaufprogramm der europäischen Notenbank sollten für eine stärkere Einengung der Renditeaufschläge von Anleihen der europäischen Peripherie gegenüber den Kernländern der Eurozone und damit für eine Marktberuhigung sorgen. Ein weiteres Argument für eine freundliche Kursentwicklung der Anleihen der südeuropäischen Länder sei, dass die Anleger nach wie vor verzweifelt auf der Suche nach attraktiven Renditen seien.

Darüber hinaus sollte die Möglichkeit der direkten Unterstützung der Banken durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) positive Impulse liefern. Der ESM sei nun in der Lage die Rekapitalisierung einer notleidenden Bank ohne den Umweg über den Staat durchzuführen. Die negativen Konjunktur- und Wachstumsperspektiven für Europa und die Gefahr des Austritts Griechenlands aus dem Euroraum sollten andererseits nach wie vor zu einer gewissen Unsicherheit bei den Anlegern führen. Somit sei an den europäischen Rentenmärkten weiterhin mit hohen Kursschwankungen zu rechnen.

Grundsätzlich könnten Adressenausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden. Das Fondsvermögen sei im Berichtszeitraum jedoch breit gestreut investiert gewesen, zudem habe bei der Auswahl der Einzeltitel immer die gute Qualität der Wertpapiere und Emittenten im Vordergrund gestanden. Die Anleihen hätten Ende September ein durchschnittliches Rating von A1 gehabt (Standard & Poor's/Moodys). Mit einem Portfolioanteil von 55,89 Prozent hätten Papiere bester, sehr guter und guter Bonität den Anlageschwerpunkt gebildet. Die Auswirkungen seien demnach als gering anzusehen.

Das Sondervermögen weise infolge der Investition in Rentenpapiere Zinsänderungsrisiken auf, die sich in Form von Kursänderungen in den einzelnen Anlagen niederschlagenwürden. Die Zinssensitivität des Portfolios habe Ende September 5,0 (Modified Duration) betragen, d.h. das Zinsänderungsrisiko des Fonds werde als moderat eingeschätzt.

Während des Berichtszeitraums habe das Sondervermögen Marktpreisrisiken v. a. in Form von Zinsrisiken innegehabt. Der Großteil des Sondervermögens sei in auf Euro lautende sowie in währungsgesicherte Wertpapiere investiert, sodass die Währungsrisiken als gering anzusehen seien. Zum Berichtsstichtag habe der Investmentfonds offene Währungspositionen in Höhe von 5,44 Prozent des Fondsvermögens ausgewiesen. Zu den größten Fremdwährungspositionen hätten die Isländische Krone (2,76 Prozent) und der Polnische Zloty (2,38 Prozent) gezählt. (Stand vom 30.11.2012) (04.12.2012/fc/a/f)

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