04.12.2012 14:31
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MEAG Nachhaltigkeit-Fonds: Halbjahresbericht zum 30. September 2012, Wertentwicklung von 2,49% erzielt

München (www.fondscheck.de) - Der MEAG Nachhaltigkeit (MEAG Nachhaltigkeit A) erwirbt weltweit Aktien etablierter Unternehmen, die einen Beitrag zu einem verantwortungsbewussten Wirtschaftswachstum leisten, so die Experten von MEAG.

Umweltgerechtes und soziales Verhalten der Unternehmen würden ebenso wie finanzieller Erfolg zu den Auswahlkriterien des Fondsmanagements gehören. Standardwerten würden gezielt innovative Nischenanbieter beigemischt. Ziel sei langfristig ein hoher Wertzuwachs.

Der MEAG Nachhaltigkeit bestehe zum Berichtsstichtag aus zwei verschiedenen Anteilklassen (Anteilklasse A und I). Die zwei Anteilklassen würden sich hinsichtlich der Gebührenstruktur (Ausgabeaufschlag und Verwaltungsvergütung) sowie der Mindestanlagesumme unterscheiden.

Die internationalen Aktienmärkte hätten im Berichtszeitraum im Schatten der europäischen Staatsschuldenkrise gestanden. Insbesondere die südeuropäischen Peripherieländer Italien, Portugal, Spanien und Griechenland hätten Rückgänge in der Wirtschaftsleistung verbucht. Vor diesem Hintergrund hätten sich die Konjunkturerwartungen für den Euroraum verschlechtert. Eine schwächere Wachstumsdynamik sei aber auch für die globale Wirtschaft erkennbar gewesen. Die US-Regierung habe im Juli 2012 die Wachstumsprognose für die größte der Volkswirtschaften gesenkt. Dabei sei die Risikofreude der Anleger vor allem durch enttäuschende Arbeitsmarktzahlen getrübt worden. Auch die japanische Wirtschaft sei von der globalen Konjunkturabkühlung betroffen gewesen.

Aufgrund des durch die Schuldenkrise geschwächten Euro und des deutlich aufgewerteten Japanischen Yen hätten primär japanische Exportunternehmen gelitten, da deren Güter in Relation deutlich teurer geworden seien. Die Situation habe sich im weiteren Verlauf mit der Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) entspannt, gefährdeten Euroländern Schützenhilfe zu leisten und unbegrenzt deren Staatsanleihen aufzukaufen, wenn diese Länder zuvor einen Hilfsantrag beim europäischen Rettungsfonds gestellt hätten. In Anbetracht dieser Achterbahnfahrt an den internationalen Börsen habe der MSCI World einen moderaten Anstieg in Höhe von 3,47 Prozent verbucht.

In der ersten Berichtshälfte habe das Fondsmanagement vor dem Hintergrund der grassierenden Staatsschuldenkrise eher defensive Sektoren aufgebaut, diese jedoch im weiteren Verlauf wieder reduziert. In diesem Zusammenhang seien die Neuaufnahmen der beiden europäischen Pharmariesen Roche und GlaxoSmithKline erfolgt. In der zweiten Berichtshälfte seien jedoch einige Titel aus dem Gesundheitssegment nach guter Kursentwicklung nicht mehr günstig bewertet gewesen. So habe das Fondsmanagement einen Teil der Positionen Bayer, Roche und Novartis mit Gewinn verkauft.

Zudem seien Smith Nephew und GlaxoSmithKline komplett veräußert worden. Demgegenüber sei ein Aufbau des eher konjukturunabhängigen Segments Nahrungsmittel und Getränke durch die Aufstockung der US-Unternehmen Mc Donald's und Starbucks erfolgt.

Im Einzelhandelsbereich sei angesichts der Konsumzurückhaltung im Frühjahr die britische Baumarktkette Kingsfisher vollständig veräußert worden. Gegen Ende des Berichtszeitraums habe das Fondsmanagement den Automobilsektor durch den Kauf des deutschen Automobilzulieferers und Reifenherstellers Continental erhöht. Die Konzernspitze habe Anfang der Umsatz unter anderem von den energieeffizienteren Produkten des Unternehmens für die Automobilindustrie beflügelt gehoben.

Zu den größten Positionen im Portfolio hätten per Ende September 2012 General Electric (3,56 Prozent), Johnson und Johnson (2,77 Prozent) sowie International Business Machines Corp. (2,75 Prozent) gezählt.

Währungspositionen im Fonds seien nicht gesichert worden, zusätzliche US-Dollar durch Devisentermingeschäfte hinzugekauft. Die Währungsentwicklung der Nicht-Euro-Währungen sei in der Berichtszeit von untergeordneter Bedeutung für die Fondspreisentwicklung gewesen.

Der MEAG Nachhaltigkeit habe im Berichtszeitraum vom 1. April bis 30. September 2012 eine Wertentwicklung von 2,49 Prozent in der Anteilklasse A und 2,76 Prozent in der Anteilklasse I (Berechnung nach BVI-Methode) erzielt. Die Portfoliozusammensetzung werde besonders durch die Einzeltitelselektion beeinflusst, die darauf ausgerichtet sei, Aktien zu selektieren, die deutlich unter ihrem inneren Wert notieren würden. Ebenso sei eine signifikante Ausschüttung der Gewinne von großer Bedeutung.

Das Bekenntnis des EZB-Präsidenten Mario Draghi zum Schutz des Euro und das voraussichtliche Anleiheankaufprogramm der europäischen Notenbank sollten weiterhin für positive Impulse für die europäischen Finanzmärkte sorgen. Zudem dürfte die hohe Liquidität und die verzweifelte Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten die Kursentwicklung beflügeln. Darüber hinaus könnte die Möglichkeit der direkten Unterstützung der Banken durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zur weiteren Marktentspannung beitragen. Dieser wäre dann in der Lage, die Rekapitalisierung einer notleidenden Bank ohne den Umweg über den Staat durchzuführen.

Die negativen Konjunktur- und Wachstumsperspektiven für Europa und die Gefahr des Austritts Griechenlands aus dem Euroraum sollten andererseits nach wie vor zu einer gewissen Unsicherheit bei den Anlegern führen. Somit sei an den internationalen Aktienmärkten weiterhin mit hohen Kursschwankungen zu rechnen.

Grundsätzlich könnten Adressenausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden, da aber der MEAG Nachhaltigkeit keine Rentenpapiere im Bestand halte, sondern Aktieneinzeltitel, seien die Auswirkungen als sehr gering anzusehen.

Das Sondervermögen weise infolge der ausschließlichen Investition in Aktieneinzeltitel keine direkten Zinsänderungsrisiken auf.

Während des Berichtszeitraums habe das Sondervermögen Marktpreisrisiken v. a. in Form von Aktienkursschwankungen innegehabt. Durch die breite Streuung hätten im Berichtszeitraum Risiken reduziert werden können.

In den vergangenen sechs Monaten seien die vorherrschenden Anlagewährungen der US-Dollar (34,85 Prozent), der Euro (22,91 Prozent), das Britische Pfund (13,94 Prozent) sowie der Schweizer Franken (8,82 Prozent) gewesen. Somit sei ein Großteil in diverse Länder und Währungen außerhalb des Euros investiert worden, sodass die Währungsrisiken als hoch einzustufen seien.

Das Sondervermögen sei im Berichtszeitraum überwiegend in hochliquiden Aktien investiert gewesen. Bei kleineren Märkten habe das Fondsmanagement insbesondere auf die Handelbarkeit der Titel geachtet. Alle Positionen seien grundsätzlich handelbar gewesen, es habe sich kein Liquiditätsrisiko für das Sondervermögen ergeben.

Die Fondsgesellschaft habe im Berichtszeitraum die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren. Dies werde regelmäßig durch die Innenrevision überprüft. (Stand vom 30.09.2012) (04.12.2012/fc/a/f)

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