06.07.2012 11:37
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USA.

FondsEcho-Kolumne

Gerd Bennewirtz
USA: Die größte Volkswirtschaft der Welt zeigt neue Stärke und Dynamik.
Laut Bureau of Economic Analysis (BEA) wurden in den USA im 1. Quartal 2012 Waren und Dienstleistungen im Wert von 15,5 Billionen US-Dollar abgesetzt. Zwischen +2,0 und +2,5 Prozent soll die US-Wirtschaft 2012 wachsen.

Die EU-Kommission traut Europa in diesem Jahr gerade eine schwarze Null zu. Für Deutschland rechnet sie mit einem Wachstum von +1,0 Prozent. Diese positive Dynamik der US-Wirtschaft schlägt sich direkt bei den Unternehmen nieder. Zwischen Januar 2011 und Mai 2012 stiegen die Gewinne laut Allianz Global Investors (AGI) um rund 14,0 Prozent und damit deutlich stärker als das BIP: Die US-Manager wissen diese Profite zu nutzen. Erstens zur Gesundung der Bilanzen. So hat sich der Netto Cash Flow der US-Konzerne nach Angaben von Thomson Reuters zwischen 2008 und 2012 von rund 6,0 auf 12,0 Prozent verdoppelt. Ein Indiz für die verbesserte Produktivität der Unternehmen. Zweitens investieren US-Firmen verstärkt in die Zukunft. Dank Unternehmen wie Facebook, Google oder Oracle sind die USA nach Angaben der World Intellectual Property Organization (WIPO) Weltmarktführer in Sachen Innovationen mit rund einer halben Million Patentanmeldungen im Jahr. Kein Wunder, denn jeder dritte Nobelpreisträger stammt aus den USA.

In der Praxis ist dieser stetige Fluss an Innovationen von Bedeutung. Die Wirtschaft kann auf eine große Zahl gut ausgebildeter Fachkräfte zurückgreifen. Das hat positive Effekte auf drittens, die Arbeitsplätze. Nach Angaben des IWF wird die Arbeitslosenquote 2012 auf rund 8,2 Prozent im Jahresmittel sinken. Das ist deutlich unter dem historischen Hoch von 2010, als fast jeder zehnte Erwerbstätige ohne Beschäftigung gewesen ist. Für das wirtschaftliche Wachstum in den USA ist das eine gute Nachricht. Rund 70,0 Prozent der amerikanischen Jahreswirtschaftsleistung stammen laut US-Wirtschaftsministerium aus dem privaten Konsum. Wirtschaftliche Substanz gepaart mit fundamentalen Wachstumsaussichten machen die USA als Investitionsstandort attraktiv. Der MSCI USA legte über ein Jahr rund 17,5 Prozent an Wert zu. Der MSCI AC World 4,3 Prozent. Allein 2011 sind laut BEA rund 2,39 Billionen US-Dollar an internationalem Kapital in die USA geflossen. Damit sind internationale Investoren mit rund 25,16 Billionen US-Dollar an Aktien und Zinspapieren amerikanischer Unternehmen beteiligt. Ein Grund für diese signifikanten Mittelzuflüsse liegt in der derzeit günstigen Bewertung von US-Aktien im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt. So rechnen Analysten für 2012 mit einem historisch niedrigen KGV von 11,6x.

SJB Fazit.

In den USA herrscht weiter Konjunkturoptimismus. US-Unternehmen mit solider Substanz und günstigen Bewertungen sind ein wichtiger Baustein zur Diversifikation. Wegen der Präsidentschaftswahl im November 2012 ist eine stufenweise Investition sinnvoll.

Autor: SJB FondsSkyline OHG 1989 für Unternehmer und Führungskräfte

Gerd Bennewirtz ist als geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989 Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die täglich, wöchentlich und monatlich erscheinenden Publikationen können gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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