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06.01.2012 16:40

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Mischfonds - langfristig variierende Ergebnisse


München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" haben das Segment der Mischfonds näher betrachtet und dabei variierende Ergebnisse festgestellt.

Mischfonds sei nicht gleich Mischfonds und generell gelte, je länger der Betrachtungszeitraum, desto geringer sei der Prozentsatz der Überflieger unter den Fonds. Mittlerweile gehöre die Gattung zu den Favoriten der Anleger und sei in deren Gunst seit Beginn 2011 deutlich gestiegen. Dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Morningstar zufolge hätten Anleger die Mischfonds seit Jahresbeginn 2011 mit rund 6,5 Mrd. EUR bestückt und gleichzeitig Gelder aus den Aktienfonds abgezogen.

Nach Einschätzung der Experten sei es mit Blick auf die fehlende Messlatte allerdings nicht ganz einfach, Mischfonds mit einander zu vergleichen. So stützen sich die Experten von "FOCUS-MONEY" auf eine eigenentwickelte Benchmark für den Zeitraum 2000 bis 2011, die aus 40% Aktien, 40% Renten und 20% Gold besteht. Dabei würden sie sich auf den Dax als Aktienindex, den REX als Rentenindex und den Goldpreis in EUR beziehen. Dieses von Ihnen als "FOCUS-MONEY-Mischindex" bezeichnete Konstrukt sei für den Zeitraum weder risikoadjustiert noch rebalanced und damit die ursprüngliche, auf dem Jahr 2000 basierende Zusammensetzung über die Jahre beibehalten worden.

So habe sich der FI Alpha Renten Global (FI ALPHA Renten Global) auf Basis des "FOCUS-MONEY-Mischindex" als Top-Fonds der Gattung hervorgetan. Nicht immer seien nur Renten drin, wo "Renten" draufstehe. Der Fonds habe zwar seinen Schwerpunkt bei Rentenwerten, beinhalte aber derzeit auch annähernd ein Fünftel Aktien. Zwar seien einerseits bei einer solchen Quotierung keine zweistelligen Jahresrenditen zu erwarten. Doch sei hierbei andererseits ein Plus von jährlich mehr als 4% und eine Wertsteigerung seit 2000 von insgesamt annähernd 80% zu verzeichnen. Im Vergleichszeitraum habe der Mischfonds in den Jahren 2002, 2008 und 2011 mit einem Jahresminus geschlossen. Das aktuelle Engagement des Fonds liege vor allem bei russischen Rentenwerten und Unternehmensanleihen. Hinzu kämen u.a. ein Gold-ETF und Aktien des Goldproduzenten Newmont Mining.

Dass sich Ausdauer lohne, habe der Mischfonds Ethna-Aktiv (Ethna-AKTIV E A) bewiesen. Hier habe sich das zum Starttermin im Februar 2002 investierte Vermögen sogar verdoppelt. Management-Ziel sei es, Kundenvermögen vor Verlusten zu verschonen. Dies sei dem Fonds freilich im letzten Jahr nicht gelungen, aber das Minus von mehr als 2% sei immer noch besser gewesen, als das des DAX (-15%) oder des EURO-STOXX 50 (mehr als 20% Verlust). Zu den Top-Positionen des Fonds würden vor allem Anleihen des europäischen Rettungsfonds gehören wie auch deutsche Staatsanleihen. Das Management zeige gegenüber den Aktienmärkten Skepsis und rüste sich für 2012 mit einer auf weniger als 5% reduzierten Aktienquote und einer deutlichen Aufstockung des Cash-Anteils.

Dritter im Bunde der vorgestellten Mischfonds sei der Quint:Essence Strategy Defensive . Besitzer dieses Mischfonds würden sich auf der Sonnenseite befinden, nachdem das Papier seit Anfang 2000 um 60% zugelegt und nur einmal, im Jahr 2006, im Minus gelegen habe. Das Management dürfe zwar bis zu 35% des Portfolios in Aktien investieren, habe sich aber weitgehend zurückgehalten. Damit seien sie den erratischen Kursausschlägen der Aktienmärkte aus dem Weg gegangen. Derzeit liege die Aktienqoute deutlich unter 3% und der Rest verteile sich auf Anleihen und Absicherungsinstrumente wie Futures. Die Aussichten auf 2012 hätten das Management veranlasst, die Cash-Position auf ein Viertel zu erhöhen. Mit dem umgesetzten Konzept habe der Fonds über die vergangenen elf Jahre Platz zwei erreicht und das Vermögenen der Kunden im Krisenjahr 2011 sogar erhalten. Der mit 30 Mio. EUR Volumen zu den kleineren Mischfonds zählende Quint-Essence Strategy Defensive habe nur einen Nachteil: Mit seiner geringen Volatilität von unter 3% hinke er in Hausse-Phasen seinen Konkurrenten hinterher.

Letztlich sind Mischfonds nach Ansicht der Experten von "FOCUS-MONEY" nichts für Zocker sondern etwas für Anleger, die in Jahren denken und nicht in Wochen. (Ausgabe 2) (06.01.2012/fc/a/f)

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