19.04.2013 15:24

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Mischfonds mit neuen Absatzrekorden


Berlin (www.fondscheck.de) - Für die Fondsbranche läuft es derzeit in Europa rund, so die Experten der "Fuchsbriefe".

Alleine im Februar sei das verwaltete Vermögen netto um 28,8 Mrd. EUR angestiegen. Nach Angaben der Ratingagentur Lipper sei Februar damit der siebte Monat in Folge, in dem die Mittelzuflüsse die Marke von 20 Mrd. EUR überstiegen hätten. Vor allem gemischte Portfolios seien stark gefragt gewesen - in sie hätten europäische Anleger im Februar 7,9 Mrd. EUR investiert.

Ein ähnliches Bild zeige sich in Deutschland - auch hierzulande erfreue sich die Fondsbranche zurzeit guter Geschäfte. Die Mittelzuflüsse hätten sich im Februar insgesamt auf netto 9 Mrd. EUR belaufen - je zur Hälfte auf Publikum- und Spezialfonds aufgeteilt. Nach Angaben des Branchenverbands BVI seien auch hier Mischfonds am stärksten gewachsen, sie hätten ihr verwaltetes Vermögen um 1,8 Mrd. EUR erhöht.

Die aktuellen Zahlen würden einen schon länger anhaltenden Trend belegen: Die Investoren würden die Asset Allocation immer mehr an professionelle Fondsmanager delegieren und die Finanzkrise habe diese Entwicklung beschleunigt. Nach der Lehman-Pleite seien gemischte Portfolios zeitweise die einzige Fondskategorie gewesen, die Mittelzuflüsse verzeichnet habe.

Die großen gemischten Fonds hätten sich in der Tat während der Finanzkreise besser als zahlreiche andere Produkte geschlagen. Derzeit biete fast jeder Vermögensverwalter, der etwas auf sich halte, auch einen oder mehrere Mischfonds an. Diese würden als Publikumfonds auch kleineren Vermögen die Möglichkeit geben, die Expertise des Vermögensverwalters zu nutzen. Darüber hinaus sei bei einem Mischfonds erst dann die Abgeltungsteuer fällig, wenn der Anleger ihn mit Gewinn verkaufe. Schichte er selbst zwischen den verschiedenen Anlageklassen um, greife der Fiskus bei Transaktionen, die Gewinn abwerfen würden, schon vorher zu. Doch Vorsicht sei auch hier geboten: Viele der angebotenen Fonds würden nicht halten, was sie versprechen würden. (Ausgabe 16 vom 18.04.2013) (19.04.2013/fc/a/f)

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