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03.07.2009 09:59

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Mittelgroß statt mittelmäßig


Drei neue Mid-Cap-ETFs ermöglichen Anlegern ein kostengünstiges Nebenwerteinvestment.

Nebenwerte gehören zu den Gewinnern der ersten Jahreshälfte. Genauer gesagt sogenannte Mid Caps. Dies sind Unternehmen, die in ihrer Marktkapitalisierung direkt nach den jeweils größten Aktiengesellschaften eines Landes folgen. Während der Gesamtmarktindex MSCI USA bis Juni lediglich um zwei Prozent anstieg, konnte der US-Mid-Cap-Index ein Plus von über sieben Prozent verbuchen. Auch sein europäisches Pendant schnitt mit einem Plus von über neun Prozent deutlich besser ab als der breite MSCI-Europe-Index.

Krisenresistent

Andreas Fehrenbacher (Foto), Chef der Indexfondssparte der Deka-Bank, erklärt: "Mid Caps kombinieren gerade in entwickelten Märkten die Vorzüge der Sicherheit großer Standardwerte mit den Wachstumsfantasien von Nebenwerten." Das bedeutet zum einen, dass die bereits im unteren Milliardenbereich operierenden Unternehmen groß genug sind, um wirtschaftlichen Turbulenzen zu trotzen. Zum anderen ist ihre Börsenkapitalisierung aber noch geringer als die der Bluechips, weshalb die Kurse rascher auf neue Marktdaten reagieren können. Die Krisenresistenz der Mid-Cap- Werte wird bei einem Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre deutlich. Der US-Mid-Cap-Index kann, anders als seine Large- und Small-Cap-Gegenstücke, trotz der New-Economy- Blase zur Jahrtausendwende sowie der aktuellen Finanzmarktkrise eine positive Rendite vorweisen.

Zuwachs für die ETF-Familie

Seit vergangener Woche können Anleger nun kostengünstig von dieser Robustheit profitieren. Denn der Münchner Indexfondsanbieter ETFlab brachte gleich drei neue ETFs für das Mid-Cap-Segment an die Frankfurter Börse. Für US-Aktien gibt es den MSCI USA MC (ISIN: DE 000 ETF L26 8), für japanische Titel den MSCI Japan MC (ISIN: DE 000 ETF L30 0) und für europäische Mittelwerte den MSCI Europe MC (siehe Quick-Check). Handelswährung der drei ETFs ist der Euro, Basiswährung des US- sowie Japan- ETFs sind die jeweiligen Landeswährungen. Hierdurch können Verluste durch Wechselkursschwankungen entstehen.

Aber auch der Euro-ETF ist aufgrund seiner Streuung auf insgesamt 17 Länder nicht fremdwährungsfrei. Zu 33 Prozent besteht sein Portfolio aus Titeln, die in Britischen Pfund notieren, zu acht Prozent in Schweizer Franken und zu sieben Prozent in Schwedischen Kronen. Da der ETF aus 262 Einzeltiteln verschiedenster Branchen besteht, ist er für Renditejäger nicht geeignet. Denn jeder Wirtschaftszweig wird derzeit unterschiedlich hart von der Krise getroffen. Man sollte den Indexfonds daher als Sicherungsposten zur Depotdiversifikation einsetzen. So begrenzt man eventuell noch auftretende Kurseinbrüche und kann langfristig vom Wiederaufstieg des Markts profitieren.

Fondsdaten
Verwaltungsgebühr: 0,3 % bzw. 0,5 %
Ausgabeaufschlag: 0,0 %
Kontakt: www.etflab.de

Quelle: €uro am Sonntag

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