-->-->
18.02.2013 07:45
Bewerten
 (0)

Nachhaltige Outperformance durch aktives Management?

Portfoliomanager Didier Van De Veire erläutert die Investmentstrategie von Petercam.

Aktiv gemanagte Fonds weisen seit 2007 starke Mittelabflüsse auf. Innerhalb von fünf Jahren verloren europäische Aktienfonds etwa 200 Milliarden Euro. Passiv gemangte ETFs aus Europa hingegen konnten ihr Volumen um 50 Milliarden Euro steigern. „Wir bei Petercam glauben dennoch an aktives Portfoliomanagement“, sagt Didier Van De Veire, Portfoliomanager der belgischen Fondsgesellschaft. Anleger sollten dabei nicht nur auf den Tracking-Error des Fonds achten. Je höher dieser ist, desto aktiver wird der Fonds gemanagt. Van De Veire will seinen Tracking Error dennoch regelmäßig unter sechs Prozent halten. „Dafür sorgt auch, dass wir auf Sektorebene nicht stärker als fünf Prozent von der Benchmark abweichen und ein breites Portfolio aus 60 bis 80 Aktien mit unseren besten Ideen haben.“

Ist die Active Share zudem noch hoch, zeigt dies eine aktive Einzeltitelauswahl an. „Das ist das Ziel eines jeden Active-Managers“, sagt Van De Veire. „Letztlich liegt die Tauglichkeit eines aktiven Managers in der Fähigkeit, Markt-Ineffizienzen ausschöpfen zu können.“ Die Top-Holdings sind für ihn dabei nicht wichtig: „Die stärksten Übergewichtungen sind interessant.“ Um Teil seines Portfolios zu sein, müssen Unternehmen über eine hohe Qualität verfügen. Dies animiere Anleger zu Investitionen. „Wir versuchen ein nachhaltiger Alpha-Schöpfer zu sein“, sagt Van De Veire. Er identifiziert diese Unternehmen durch Kombination einer makroökonomischen/thematischen Top-Down-Sicht und der Botton-up Aktienauswahl.  Aktiengesellschaften mit einer mittleren Marktkapitalisierung haben dabei einen hohen Anteil am Portfolio. Unterstützung findet durch die eigenen Aktienanalysten und den Austausch mit seinen Portfoliomanagement-Kollegen.

Der Petercam Equities Euroland (ISIN: BE0058182792) ist solch ein aktiv gemanagter Fonds. Er wurde im April 1998 aufgelegt und hat derzeit ein Gesamtvolumen von 165,13 Millionen Euro. Am 30. November 2009 hat Didier Van De Veire den Fonds übernommen. Seitdem verzeichnet er eine kumulierte Wertsteigerung von 32,90 Prozent. Damit zeigt er eine deutliche Outperformance zur Die Benchmark MSCI Euro, die im gleichen Zeitraum nur um 17,09 Prozent zulegen konnte. Das vergangene Jahr schloss Van De Veire mit einem Plus von 23,97 Prozent. Mit einer Dreijahres-Volatilität von 14,69 Prozent gehört der Fonds zu den risikoärmsten Produkten der FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)-Peergroup „Aktienfonds Euroland“. Die Sharpe Ratio von 0,58 in diesem Zeitraum bringt ihn in die Top-10 der Gruppe.

Auf Länderebene ist Frankreich mit 38 Prozent am stärksten allokiert (Stand: 31. Januar 2013). Deutschland (24,2 Prozent) und Spanien (7,9 Prozent) folgen dahinter. 22,8 Prozent des Fondvolumens investiert Van De Veire im Finanzsektor. Auf Konsumgüter und den Industriesektor entfallen jeweils 11,7 Prozent. Die Top-Holdings sind der französische Ölmulti Total mit 5,9 Prozent, der deutsche Versicherer Allianz mit 3,6 Prozent und der deutsche Softwarehersteller SAP mit 3,5 Prozent.

Petercam Equities Euroland: Deutliche Outperformance gegenüber der Benchmark

Quelle: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->