19.02.2013 10:50
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Nachholbedarf bei betrieblicher Krankenversicherung

Chancen für Berater: Unternehmen bieten Leistung zu selten an. Versicherungsbesitz bei Gewerbekunden nimmt zu.

Die betriebliche Krankenversicherung gewinnt in Unternehmen vermehrt an Bedeutung. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie „Gewerbekundenmonitor Assekuranz 2012“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Dazu wurden ca. 1.800 Personen, die mit Versicherungsangelegenheiten ihres Unternehmens betraut sind, befragt.

Für 60 Prozent aller Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern ist die betriebliche Krankenversicherung demnach ein Begriff. Allerdings bieten nur 13 Prozent der Unternehmen sie an. „Trotz der zunehmenden Bedeutung der betrieblichen Krankenversicherung sind von den Unternehmen, die sie nicht einsetzen, nur fünf Prozent willens, das Produkt in den nächsten 24 Monaten einzuführen“, so die Autoren. Hier bieten sich Chancen für Berater: Denn grundsätzlich wird sie von vielen Unternehmen (42 Prozent) als attraktive Arbeitgeberleistung angesehen. 37 Prozent der befragten Unternehmen erwarten sogar, dass sich durch die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung die Zufriedenheit und die Bindung der Mitarbeiter erhöhen.

Versicherungsbesitz steigt an

Insgesamt sei im Vergleich zu den Vorjahren der Besitz unterschiedlicher Versicherungen bei Gewerbekunden deutlich angestiegen: „Im Schnitt besitzen die befragten Unternehmen 7,3 Produkte, im Vorjahr waren es nur 7,1“, erkennen die Autoren. Die größten Zugewinne entfielen auf die Sparten Vermögensschaden-Haftpflicht und Rechtsschutz (je plus drei Prozentpunkte) sowie Elektronik und Betriebsunterbrechung (je plus zwei Prozentpunkte). In der langfristigen Produktentwicklung seit 2004 ragen insbesondere Sach-Inhalt-Versicherungen (von 76 auf 84 Prozent) und Betriebsunterbrechungsversicherungen (von 46 auf 53 Prozent) heraus.

Die Beurteilung der Vermittler seitens der Gewerbekunden habe sich zudem in den letzten Jahren deutlich verbessert. Zwar liege in der allgemeinen Betrachtung der Vertriebswege – inklusive der Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren keine neue Versicherung abgeschlossen haben – der Ausschließlichkeitsvertrieb weiterhin mit 49 Prozent an erster Stelle. Als grundsätzlicher Vertriebskanal hole der Makler jedoch weiter auf und erreiche mit 46 Prozent den höchsten Wert seit Beginn der Untersuchungsreihe im Jahr 2004.

(PD)

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