11.03.2013 07:44
Bewerten
(0)

Kreditwirtschaft kritisiert neue Pläne für offene Immobilienfonds

Nachteile für Kleinanleger: Kreditwirtschaft kritisiert neue Pläne für offene Immobilienfonds | Nachricht | finanzen.net
Nachteile für Kleinanleger
DRUCKEN
Die deutsche Kreditwirtschaft macht weiter Front gegen die geplanten Gesetzesänderungen für offene Immobilienfonds.
In Stellungnahmen für eine Anhörung des Bundestags-Finanzausschusses am kommenden Mittwoch warnen Banken, Sparkassen und Fonds vor erheblichen Nachteilen für Kleinanleger und Rückschlägen bei der privaten Altersvorsorge. Unterschiedliche Rückgabemöglichkeiten für Alt- und Neuanleger führten nicht nur zu einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung. Letztlich könnten die Pläne für eine beschränkte Anteilsrückgabe sowie begrenzte Ausgabe neuer Anteile das Aus für das Anlageprodukt bedeuten.

    Den Regierungsplänen zufolge sollen Kleinsparer ihre Anteile nur noch einmal jährlich zurückgeben können, damit die Fonds ihre Zahlungsfähigkeit besser managen können. Wer also Anteile kauft, kommt frühestens ein Jahr später wieder an sein Kapital. Zudem soll der Freibetrag für neu aufgelegte Immobilienfonds sowie neu erworbene Anteile bestehender Fonds entfallen. Lediglich Altanleger sollen Anteile - im Rahmen des Freibetrags von 30 000 Euro pro Kalenderhalbjahr - börsentäglich zurückgeben können. Geplant ist ferner, dass nur noch viermal im Jahr Anteile von offenen Immobilienfonds an Anleger ausgeben werden können.

    "Eine derartige Ausgestaltung der gesetzlichen Anforderungen wäre für die Kleinanleger mit erheblichen Nachteilen verbunden", heißt es in der Stellungnahme der Kreditwirtschaft. "Offene Immobilienfonds würden damit erheblich an Attraktivität für diese Anlegergruppe verlieren. Dies kann nicht gewollt sein." Insbesondere nicht vor dem Hintergrund, dass Anteilscheine von offenen Immobilienfonds insbesondere zu Zwecken der Altersvorsorge im Rahmen von Sparplänen mit kleinen Beträgen erworben werden.

    "Die Reduzierung auf einen einzigen festen jährlichen Rückgabetermin würde gerade den Kleinanlegern (...) die von ihnen gewünschte Flexibilität nehmen", moniert auch der Verband der Vermögensberater (BDV). Eine derart drastische Einschränkung auf nur vier Ausgabetermine und nur eine Rückgabetermin laufe einer Stärkung der Anlegerinteressen völlig entgegen. Ähnlich der Investment-Verband BVI: "Diese Verschärfungen sind weder praxisgerecht noch berücksichtigen sie die Anlegerbelange."

    "Letztlich könnte die Umsetzung des Regierungsentwurfes schlicht die Abschaffung eines bewährten Instrumentes der privaten Altersvorsorge zur Folge haben", warnt die Kreditwirtschaft. Der Bestand der im Markt unverändert erfolgreich aktiven Produkte mit einem Volumen von etwa 62 Milliarden Euro und mehr als zwei Millionen Anlegern werde gefährdet.

    Den erkannten Schwächen in der Regulierung offener Fonds sei bereits durch Reformen ausreichend Rechnung getragen, heißt es weiter. Die Kreditwirtschaft verweist auf die Anfang 2013 in Kraft getretenen Regelungen des Anlegerschutzgesetzes. Diese sollten aufgenommen und ihre Wirkung abgewartet werden: "Eine darüber hinausgehende Verschärfung der Regelungen ist nicht erforderlich und auch nicht angemessen", erklärt die Kreditwirtschaft.

    Konkret geht es um den Gesetzentwurf zur Umsetzung der "AIFM-Richtlinie", mit der die EU alternative Investments regulieren will. Sie betrifft auch strengere Regeln für Hedge- und Private-Equity-Fonds. Ein erster Entwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wurde nach Protesten der Finanzwirtschaft entschärft. Ein Verbot neuer offener Immobilienfonds ist vom Tisch.

    In der Finanzkrise waren zahlreiche offene Immobilienfonds in Schieflage geraten. Über diese Fonds können sich Anleger mit eher kleinen Beträgen an Immobilien beteiligen, die vermietet werden. Großanleger haben diese Fonds oft als Geldmarktersatz missbraucht und nach kurzer Zeit hohe Summen wieder abgezogen. Steigen viele Anleger aus, geraten die Fonds in Nöte. In der Finanzkrise konnten viele offene Immobilienfonds ihr Versprechen nicht halten, Anteile täglich zurückzunehmen. Etliche Fonds wurden eingefroren und inzwischen auch abgewickelt - zum Schaden oft der Kleinanleger.

BERLIN (dpa-AFX)
Bildquellen: istock/Andrew Johnson, sergign / Shutterstock.com
Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
25.09.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
21.09.2017Deutsche Bank HoldHSBC
18.09.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
15.09.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
11.09.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
01.09.2017Deutsche Bank buyequinet AG
31.08.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
27.07.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
27.07.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
27.07.2017Deutsche Bank buyequinet AG
25.09.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
21.09.2017Deutsche Bank HoldHSBC
18.09.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
15.09.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
04.09.2017Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
11.09.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
06.09.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG
31.08.2017Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
31.08.2017Deutsche Bank UnderperformBNP PARIBAS
15.08.2017Deutsche Bank UnderperformMacquarie Research

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Dow Jones endet leichter -- Rekordverlust für GroKo-Parteien -- Wem gehören eigentlich die meisten Bitcoins? -- ifo-Geschäftsklima, Tesla, E.ON, RWE im Fokus

thyssenkrupp besorgt sich über 1 Milliarde Euro am Kapitalmarkt. Müder Verkaufsstart für iPhone 8? Tim Cook widerspricht. Lufthansa steigen auf höchsten Stand seit mehr als 16 Jahren. Voltabox will bei Börsengang 150 Millionen Euro erlösen. Unilever kauft südkoreanischen Kosmetikhersteller.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Angela Merkel kann zwar voraussichtlich vier weitere Jahre regieren - aber nur mit dem größten Verlust in der Geschichte ihrer Union. Hätten Sie sich einen neuen Kanzler gewünscht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Nordex AGA0D655
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
Lufthansa AG823212
BASFBASF11
RWE AG St.703712