24.01.2013 10:26

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Neubewertung bei europäischen Aktien steht an


Lücke zwischen europäischen und US Aktien verringert sich. Die europäischen Aktienmärkte haben seit ihren Tiefständen bereits angezogen und in den vergangen zwölf Monaten eine positive Wertentwicklung von 20 Prozent erzielt.

Der europäische Aktienmarkt ist in den letzten fünf Jahren hinter dem US-Markt zurückgeblieben und der Performanceunterschied ist mit über 28 Prozent derzeit so groß wie noch nie. „Die europäischen Unternehmen sind gemessen an mehreren Maßstäben sehr attraktiv bewertet, sowohl im Vergleich zu ihrer bisherigen Entwicklung als auch zu anderen Regionen und Anlageklassen“, kommentiert Rory Bateman, Leiter europäische Aktien bei Schroders.

Europäische Aktien werden derzeit mit erheblichen Abschlägen (KGV von 12,8) sowohl gegenüber den USA (KGV von 23,8) als auch dem AsienPazifikRaum ohne Japan (KGV von 20,4) gehandelt. Historisch gesehen hatte der Abschlag Europas gegenüber den USA verschiedene Gründe. „Wir gehen zwar nicht davon aus, dass sich die Lücke vollständig schließen wird, doch wir erwarten eine Annäherung und rechnen mit einer gewissen Neubewertung der europäischen Aktien im Vergleich zu den USA und Asien. Auch wenn wir 2013 ein relativ niedriges Wirtschaftswachstum erwarten, können sich die europäischen Aktienmärkte aufgrund der niedrigen aktuellen Bewertungen und der Verbindungen zum globalen Wachstum dennoch gut entwickeln“, sagt Rory Bateman.

Die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank haben zwar das extreme Länderrisiko in Europa verringert, die Anleger sind allerdings immer noch nervös, weshalb der Risikoaufschlag für Aktien in Europa immer noch nahe bei seinem Allzeithoch liegt. Obwohl diese jüngsten Sorgen nachgelassen haben, befindet sich der Risikoaufschlag weiterhin auf einem historischen Höchststand. Der Risikoaufschlag für Aktien hängt von den Anleihenrenditen ab, die eindeutig auf einem künstlich niedrigen Niveau liegen. Jedoch ist ein Aufschlag von etwa 9,5 Prozent selbst bei höheren Anleihenrenditen (von zum Beispiel normalisiert zwei Prozent) immer noch sehr hoch – fast das Doppelte des historischen Durchschnitts in Europa. Im Vergleich dazu beträgt der Risikoaufschlag in den USA rund 6 Prozent. Angesichts dessen bezweifeln wir, dass Anleiheninvestoren für ihre eingegangenen Risiken entschädigt werden“, sagt Rory Bateman.

Die vollständige Mitteilung im pdf-Dokument

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