24.04.2013 18:52
Bewerten
 (0)

Keine Hedgefonds mehr für Privatanleger

Neue Regeln
Die hoch spekulativen Hedgefonds sollen künftig nicht mehr für Privatanleger aufgelegt werden dürfen.
Auch ausländische Hedgefonds dürfen in Deutschland nur noch an professionelle oder semi-professionelle Anleger verkauft werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf billigte am Mittwoch der Finanzausschuss des Bundestages. Damit sollten Kleinanleger vor besonders risikoreichen Anlagen geschützt werden, erklärte die Koalition am Mittwoch.

Nach dem Gesetz zur Umsetzung der "AIFM-Richtlinie", mit der die EU alternative Investments regulieren will, sollen Hedgefonds und ihre Manager künftig einem strengen Aufsichtsregime unterworfen sein. Neben offenen Immobilienfonds und Hedgefonds würden auch Private-Equity-Fonds als alternative Investmentfonds der Finanzaufsicht unterstehen, hieß es weiter. Verwalter alternativer Investmentfonds würden einer Zulassungspflicht und einer fortlaufenden Aufsicht unterworfen.

Ein erster Entwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wurde nach Protesten der Finanzwirtschaft entschärft. Ein zunächst erwogenes Verbot neuer offener Immobilienfonds ist vom Tisch. Zu ihrer Stabilisierung werden künftig aber auch Kleinanleger ihre Anteile nur noch höchstens einmal pro Jahr zurückgeben können. Für bereits gehaltene Anteile von Kleinanlegern gelten Bestandsschutzregelungen hinsichtlich der Rückgabemöglichkeiten.

Die Gesetzespläne sollen Mitte Mai im Bundestag endgültig verabschiedet werden. Der Bundesrat muss nicht zustimmen./sl/DP/jha

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Odua Images / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt fester -- Dow schließt kaum bewegt -- Zalando springen dank Gewinnhoffnungen über Ausgabepreis -- HP mit weniger Umsatz und Gewinn -- Apple auf Rekordwert -- Twitter im Fokus

USA "besorgt" über mögliche Aufspaltungspläne in der EU gegen Google. Deutsche Bank: Wachstum und Euroschwäche treiben DAX 2015 zu neuen Rekorden. Danone erwägt wohl Verkauf des milliardenschweren Yakult-Anteils. Gesellschafterwechsel bei Burger-King-Franchisenehmer.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige