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26.01.2012 11:48

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Neues aus Osteuropa - Special: Russland


2011 war für Teilnehmer an vielen Emerging Market-Aktienmärkten ein schwieriges Jahr, da die Anleger sich über die Entwicklung des globalen Wachstums und das Fehlen einer glaubwürdigen Lösung für die Schuldenkrise in Europa besorgt zeigten.

Zwar beendete der russische Markt das Jahr mit einem Plus gegenüber anderen europäischen Schwellenländern, der MSCI Russia 10/40 Total Return Index verzeichnete zum Jahresende jedoch mit einer Rendite von -23,7% (in US-Dollar) einen starken Rückgang.

Es gab erhebliche Performanceunterschiede zwischen dem Energiesektor, der sich in diesem Umfeld als äußerst widerstandsfähig erwies, und dem übrigen Markt. So verzeichnete der russische Energiesektor im Laufe des Jahres lediglich einen Rückgang um 6% (in US-Dollar). Die zweitbeste Entwicklung zeigte der Sektor nichtzyklische Konsumgüter mit einem Minus von 25,6%. Andere Marktbereiche gaben um mehr als 30% nach; der Grundstoffsektor bildete mit einer in US-Dollar gemessenen Rendite von -37,7% das Schlusslicht.

Ausblick
Aus gegenwärtiger Sicht fällt unsere Anlagebeurteilung für Russland nach wie vor positiv aus. Der starke Ölpreis dürfte der Konjunktur weiter Auftrieb verleihen. Zudem findet eine Anlagebeurteilung auf breiterer Basis Unterstützung in einer wachsenden Mittelschicht mit steigendem Wohlstand. Die Binnennachfrage nach Waren und Dienstleistungen steigt, und angesichts der günstigen demographischen Entwicklung in Russland rechnen wir langfristig mit einem Anstieg der Konsumausgaben. Zusammen mit der Tatsache, dass Russland weltweit zu den am attraktivsten bewerteten Märkten zählt, sollten sich daraus günstige Rahmenbedingungen für 2012 ergeben.

Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass die Konsumentwicklung in Russland eine treibende Kraft darstellt, die den Anlegern auf lange Sicht hohe Renditen bescheren wird. Auch wenn sich dies nicht ohne Weiteres aus der Aktienkursentwicklung ablesen lässt, bieten Banktitel in Russland immer noch ein erstklassiges Ertragswachstum und attraktive Aktienbewertungen. Trotz der soliden Bilanzen und der hohen Liquidität in diesem Marktsegment schenken die Anleger diesen Titeln derzeit keine Aufmerksamkeit, da sie ein Übergreifen der Krise in Westeuropa auf diesen Bereich befürchten. Wir gehen jedoch davon aus, dass Anleger in Russland mit der allmählichen Rückkehr des Vertrauens an den Weltmärkten und der Annäherung der politischen Entscheidungsträger an eine Lösung für die europäische Schuldenkrise ihre Nervosität überwinden und die Fundamentaldaten der Unternehmen somit wieder zum bestimmenden Faktor für die Kursentwicklung werden. Wir haben den Baring Russia Fund in Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten positioniert, die nach unserer Einschätzung die attraktiven langfristigen Renditen erzielen werden, nach denen Anleger in einem solchen Umfeld streben.

Zweifellos ist das mit einer Anlage am russischen Markt verbundene Risiko in den Augen der Anleger aufgrund der jüngsten politischen Proteste in Moskau gestiegen. Unserer Ansicht nach ging damit jedoch gleichzeitig eine Ära der politischen Stagnation zu Ende. Die Regierung steht nun unter Druck, noch vor den Präsidentschaftswahlen Reformpläne vorzulegen. Darüber hinaus dürfte die politische Entwicklung ein höheres Maß an Transparenz mit sich bringen, was eine sehr gute Nachricht für Minderheitsaktionäre wäre.

FACT SHEETS:
Baring Russia Fund
Baring Eastern Europe Fund

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€uro FundResearch

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