26.09.2012 12:00
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Japan versus China: Um eine Handvoll Inseln

Den Handelsbeziehungen zwischen beiden Nationen zwischen Japan und China droht Ungemach
Nippons Wirtschaft
Ein Konflikt mit dem größten Handelspartner China droht die Wirtschaft des Inselreichs weiter zu schwächen. Welche japanische Fonds von einer friedlichen Lösung des Konflikts partizipieren.
€uro am Sonntag

von Andreas Hohenadl, Euro am Sonntag

Die Japaner nennen sie ­Senkaku, die Chinesen Diaoyu: fünf kleine, unbewohnte Inseln und drei Felsen im ostchinesischen Meer. Interessant ist dieses an sich unbedeutende Archipel wegen seiner reichen Fischbestände. Aber auch Öl- und Gasvorkommen werden dort vermutet. Seit Jahrzehnten streiten China und Japan deshalb um die Inseln. Nun ist dieser Konflikt eskaliert.

Er verschärfte sich, nachdem die japanische Regierung drei der Inseln von Privatleuten gekauft hatte. In China kam es zu den bisher heftigsten antijapanischen Demonstrationen und teilweise auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Japanische Auto- und Elektronikhersteller schlossen für einige Tage ihre Werke in China.

Den Handelsbeziehungen zwischen beiden Nationen droht ein ernsthafter Schaden. „Japanische Aktien mit China-Bezug haben sich dieses Jahr wegen der Sorgen vor ­einer chinesischen Abkühlung sowieso schon schlecht entwickelt“, sagt Hisae Toews, Japan-Analystin bei Fidelity in Tokio. „Ich erwarte, dass die Aktienmärkte nun Firmen weiter meiden, die einen großen Teil ihres Umsatzes in China machen.“

Für Japan ist das Reich der Mitte weit vor den USA der größte Handelspartner. Ein länger andauernder Streit würde den Inselstaat schwer belasten. Zumal der starke Yen die export­orientierte Wirtschaft sowieso schon schwächt. Auch aus diesem Grund warf die Bank of Japan die Notenpresse erneut an. Um umgerechnet 97 Milliarden Euro will sie ihr Anleihekaufprogramm ausdehnen. Damit soll einerseits die Konjunktur gestützt, andererseits auch die Währung geschwächt werden.

„Mit einem Kurs von 80 Yen pro Dollar können die Unternehmen des Landes gut leben“, sagt Hannah Cunliffe, Fondsmanagerin des UniJapan. Doch die Aktion der Notenbank hat auf dem Devisenmarkt nur kurz für eine Yen-Abschwächung gesorgt. Nachdem der Kurs am Mittwoch auf 79,2 Yen pro Dollar fiel, hat er sich mittlerweile wieder auf rund 78,3 Yen pro Dollar verteuert. Fidelity-Analystin Toews erwartet, dass der Aufwertungsdruck auf Japans Währung weiter hoch bleiben wird. Insbesondere in Zeiten, in denen auch andere große Notenbanken die Geldschleusen öffnen.

Für Japan wäre es nun wichtig, zumindest den Streit mit China zügig beizulegen. Fondsmanagerin Cunliffe zeigt sich optimistisch: „Die letzten Male, als solche Konflikte aufgeflammt sind, wurden sie am Ende friedlich gelöst.“ Wer auf eine schnelle, friedliche Lösung setzen will, kann dies mit japanischen Aktienfonds tun.
Ausgewählte Japan-Fonds (pdf)

Bildquellen: shinnji / Shutterstock.com, Jim Barber / Shutterstock.com

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