Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter erklärt, wen es besonders trifft. 21.10.2008"> Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter erklärt, wen es besonders trifft. 21.10.2008"> Norbert Walter: "Die Alte Welt ist in einer Rezession" 21.10.2008 | Nachricht | finanzen.net

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21.10.2008 10:16

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Norbert Walter: "Die Alte Welt ist in einer Rezession"


Die Aussichten für Deutschlands Wirtschaft haben sich stark eingetrübt. Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter erklärt, wen es besonders trifft.

"Die Immobilienkrise betrifft uns Deutsche nicht"

? Der IWF sagt für Deutschland eine stagnierende Wirtschaftsentwicklung im nächsten Jahr voraus. Eine realistische Prognose?

Norbert Walter: Ich sage ganz klar: Die alte Welt ist in einer Rezession, und 2009 werden wir durchschnittlich ziemlich nah an der Null liegen. Die Risiken lassen allerdings auch eine deutliche Abweichung nach unten zu.

? Wie wird die Realwirtschaft betroffen sein?

Walter: Da der Auslöser der jetzigen Krise im Immobilienbereich lag, fällt dort die Rezession besonders ausgeprägt aus. Aber das betrifft gerade uns Deutsche nicht. Die Amerikaner, Briten, Iren und Spanier sind davon hingegen brutal betroffen. Die Abwärtsbewegung im Finanzsektor ist überall vorhanden. Aber die gesamtwirtschaftliche Bedeutung dieser Bewegung ist natürlich dort besonders groß, wo der Finanzsektor einen großen Anteil an der Wertschöpfung hat – also in der Schweiz, in Luxemburg, in London und New York. In Gemischtwarenländern wie Deutschland macht der Finanzsektor hingegen nur gut vier Prozent der Wertschöpfung aus.

"Es gibt derzeit keine Kreditklemme"

? Welche Branche wird es bei uns am härtesten treffen?

Walter: Wenn ein weltweiter Abschwung kommt, dann werden auch die Investitionen sehr stark zurückgefahren. Das wird der deutsche Maschinenbau zu spüren bekommen. Außerdem denke ich, dass sich die günstige Entwicklung des Wechselkurses – also die Abwertung des Euro in den letzten beiden Monaten – nicht mehr lange fortsetzen wird. Das mindert die Preiswettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft für Investitionsgüter.

? Ist die Gefahr einer Kreditklemme für die Wirtschaft nach dem Rettungspaket nun gebannt?

Walter: Das Ganze war thematisch zu hoch bewertet. Die meisten Firmen, die investieren wollen, haben bis zuletzt gut verdient. Sie haben ihre Investitionspläne so ziemlich aus eigenen Mitteln finanzieren können. Nur diejenigen, die große Umstrukturierungen machen wollten oder als neue Unternehmen sehr innovativ sind, brauchen Geld vom Markt oder der Bank. In Deutschland und Europa haben sich die Kreditausleihungen im Verlauf der letzten Zeit aber deutlich nach oben bewegt. Also passen die Statistik und die Debatte über die Kreditklemme überhaupt nicht zusammen.



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5. iShares DivDAX (DE) ETF / 263527: -46.0

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Quelle: €uro am Sonntag. Quelle Performancedaten: FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 20.10.2008.

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