22.03.2013 12:12
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Nordea 1 - North American All Cap Fund: Kombination aus Value und Growth

Wien (www.fondscheck.de) - Ed Cowart setzt mit dem Nordea 1 - North American All Cap Fund (Nordea-1 North American All Cap Fund BP - USD) auf eine Kombination aus Value und Growth, so die Experten von "e-fundresearch.com".

"Es ist grundsätzlich nicht falsch Risiken einzugehen. Allerdings sollte man wissen, wo diese liegen", so Cowart zu einem weiteren Aspekt seines Ansatzes. "Value at reasonable growth"(VARG), fasse er seine Investmentphilosophie zusammen. "Großartige Unternehmen können sich als schreckliches Investment herausstellen, wenn man für sie zu viel bezahlt", so der Experte. Gleichzeitig sei die Vorgabe eines vernünftigen Wachstums ein Schutz vor "Value-Fallen".

"Man muss oft etwas Geduld an den Tag legen, bis sich der wahre Wert eines Unternehmens zeigt", so Cowart. Dementsprechend liege die durchschnittliche Halteperiode einer Fondsposition bei zweieinhalb Jahren. "Egal wie sehr wir ein Unternehmen letztlich mögen, ohne Value-Argument wird es nicht den Weg ins Portfolio finden", stelle der Experte klar.

Auch wenn man je nach Branche und Marktkapitalisierung unterschiedliche quantitative Faktoren voraussetze, so müssten grundsätzlich zwei Kriterien vorliegen: Die Bewertungskennzahlen müssten unter dem historischen Durchschnitt oder dem Branchendurchschnitt liegen. Gleichzeitig müssten die Gewinne und der freie Cashflow positiv sein sowie sich wirksam verbessern. Darüber hinaus sollte der Börsenwert zum Kaufzeitpunkt bei mindestens 250 Millionen USD liegen.

"Es ist grundsätzlich nicht falsch Risiken einzugehen. Allerdings sollte man wissen, wo diese liegen", so Cowart. Hilfreich sei in diesem Zusammenhang ein Portfolio mit einem starken Qualitäts-Bias. Aus dem Universum des U.S. All Cap Equity Russell 3000-Index würden nach Bewertungs- und Wachstums-Screening 2.500 Aktien wegfallen, nach dem darauffolgenden Risikomanagement weitere 300 bis 500. Im Fonds würden 30 bis 50 Positionen landen.

Zu den Firmen, die in den "VARG-Zielkorridor" fallen würden, zähle Cowart die Hypothekenbank Cardinal Financial. "Das Unternehmen verfügt über ein sehr kompetentes Management, einen erfolgreichen Markennamen sowie eine überdurchschnittliche Asset-Qualität." Der Anlagenbauer SPX punkte wiederum mit Technologie-Knowhow und vielversprechenden Wachstumsaussichten.

Veräußert würden Positionen, laut Cowart, unter anderem für den Fall, dass der Aktienkurs ein Niveau erreicht habe, das als nicht mehr günstig eingeschätzt werde, sich ein grundlegender Stimmungsumschwung unter Anlegern hin zu Managern, die kurzfristgen Trends folgen vollziehe sowie sich die Fundamentaldaten eines Unternehmens oder einer Branche verschlechtern würden.

Laut Cowart sei etwa das Bahnunternehmen Burlington Northern Santa Fe verkauft worden, weil es zu teuer geworden sei. "Das Unternehmen wurde von Berkshire Hathaway zu einem deutlichen Aufpreis gekauft." Die Bank of America sei wiederum aufgrund von sich eintrübenden Fundamentaldaten weniger attraktiv geworden als Konkurrenten mit einer ähnlichen Bewertung.

Übergewichtet gegenüber der Benchmark seien derzeit die Sektoren Industrie (Differenz zur Benchmark: 5,80%), Finanzen (4,02%), Energie (3,71%), Gesundheitswesen (2,97%) während vor allem Informationstechnologie (-13,15%), Basiskonsumgüter (-3,95%) und Versorger (-1,27 %) untergewichtet seien. "Das Exposure gegenüber Large Caps liegt derzeit bei 60 %", so Cowart.

Der Fonds habe in der Vergangenheit bewiesen, dass er sowohl in steigenden als auch fallenden Märkten gut performen könne. So habe etwa auf Fünfjahressicht in steigenden Märkten ein Plus von 122,71% und in fallenden Märkten eines von +95,68% generiert werden können. Auf Zehnjahressicht liege dieses Verhältnis bei 113,65 zu 92,8%. 2012 habe der Fonds Anlegern ein Plus von 11,76% gebracht. (Ausgabe vom 21.03.2013) (22.03.2013/fc/a/f)

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