19.02.2013 11:27
Bewerten
 (0)

ORIX übernimmt Robeco

Japanische Investmentbank kauft 90 Prozent der Robeco-Aktien von Rabobank. Niederländer werden Anteilseigner von ORIX.

Die ORIX Coporation übernimmt ca. 90 Prozent der Aktien der Rabobank-Tochter Robeco von der niederländischen Bank. Das gaben die drei Unternehmen heute gemeinsam bekannt. Die Transaktion werde 1,935 Milliarden Euro kosten. Das Closing soll in sechs Monaten abgeschlossen werden, wenn behördliche und regulatorische Genehmigungen vorliegen.

Teil der Vereinbarung sei eine strategische Partnerschaft zwischen Rabobank und der japanischen Investmentbank ORIX. Dies schließe mit ein, dass Rabobank in Höhe von 9,99 Prozent an Robeco beteiligt bleibe sowie deren Business-Plattform beibehalte und weiter ausbaue. Zudem soll Rabobank Anteilseigner an ORIX werden. Darüber hinaus haben die Partner zugestimmt, dass die Bankgeschäfte von Robeco an die Rabobank transferiert werden.

Aufgrund der einschneidenden Veränderungen des Finanzmarktes seit der Finanzkrise glaubt ORIX, dass es nötig ist, ein neues Geschäftsmodell zu verfolgen. Die Kombination aus Finanzen und begleitenden Dienstleistungen wird zur „Finance + Services“-Strategie. Dazu baut das Unternehmen seine Präsenz im globalen Assetmanagement zunehmend aus. Die Rabobank erwartet vom Verkauf ihrer Tochter, dass die Wachstumsperspektiven von Robeco als Teil der ORIX Group verbessert werden. Derzeit ist Robeco die bedeutsamste Übernahme von ORIX und soll dort die wichtigste Plattform für zukünftige Wachstumsambitionen in globalen Märkten werden. Die bestehenden Robeco-Markennamen sollen sich dabei nicht verändern.

Im vergangenen Jahr konnte Robeco Rekordergebnisse verzeichnen. Die Assets under Management stiegen um 26 Prozent auf 189 Milliarden Euro im Dezember. 2011 waren es 150 Milliarden. „Robeco ist ein globales Unternehmen mit einer hervorragenden Marke und einem exzellenten Management, in sämtlichen Aspekten gut diversifiziert, einschließlich der Assetmanagement-Produkte, des Anleger-Kundenkreises, der gemanagten Portfolios und der regionalen Präsenz“, sagt Yoshihiko Miayauchi, CEO der ORIX Group. „Das Management-Team hat über Jahre eine enorme Performance gezeigt und wir sind zuversichtlich, dass dies fortgesetzt wird.“

Für Piet Moerland, Vorstandsvorsitzender der Rabobank, ist der Verkauf von Robeco ein Neubeginn: „Rabobank und Robeco haben sich über die vergangenen Dekaden durch die enge Zusammenarbeit in der Kundenbetreuung gegenseitig gestärkt.“ Diese Kooperation soll fortgesetzt werden, so Moerland. „Genau wie Robeco ist die ORIX Corporation eine auf Kunden fokussierte Organisation mit einer unternehmerischen Kultur“, sagt Roderick Munsters, CEO von Robeco. „Als Teil der ORIX Group wollen wir weiterhin die Interessen unserer Kunden bestens bedienen und attraktive Investmenterträge erzielen.“

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen leicht im Plus -- BMW will das autonome Auto 2021 serienreif auf die Straße bringen -- Apple im Fokus

Lufthansa findet neuen Finanzvorstand. Daimler macht bei US-Verkäufen Boden gut. US-Industriestimmung hellt sich überraschend auf. Facebook darf Pseudonyme verbieten - Schlappe für Datenschützer. Silber so teuer wie zuletzt im September 2014. Finanzamt durchsucht Google-Büros in Madrid.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welcher Spieler ist am meisten wert?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
So hoch sind die Bundesländer verschuldet

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?