Kritik an Schäuble-Plänen zu Offenen Immobilienfonds

"Nur weil sich die offenen Immobilienfonds derzeit in schwerem Fahrwasser befinden, muss man nicht gleich das Schiff versenken", fügte Sänger hinzu. CDU-Finanzexperte Ralph Brinkhaus sagte dem Blatt zufolge: "Offene Immobilienfonds sind trotz einiger Schwächen für viele Kleinanleger eine gute Möglichkeit, unkompliziert in Immobilien zu investieren. Diese Möglichkeit muss erhalten bleiben." Auch die Finanz- und Immobilienwirtschaft läuft Sturm gegen die Pläne des Ministers.
Nach dem Willen Schäubles sollen künftig nur solche Offenen Immobilienfonds bestehen bleiben, die die Finanzkrise bisher überlebt haben. Verbraucher könnten nur noch in geschlossene Publikumsfonds in der Rechtsform einer AG oder Kommanditgesellschaft investieren. Damit werden auch Konsequenzen aus der Krise Offener Immobilienfonds gezogen, die zahlreiche Privatanleger seit 2008 getroffen hat. Auslöser der Debatte ist Schäubles Entwurf zur Umsetzung der "AIFM-Richtlinie", mit der die EU alternative Investments regulieren will.
BERLIN (dpa-AFX)


