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UBS teilte am Mittwoch mit, dass der seit dem 6. Oktober 2010 eingefrorene Immobilienfonds "UBS (D) 3 Sector Real Estate Europe" endgültig aufgelöst werde. Die Verwaltung dieses Sondervermögens sei mit Wirkung zum 5. September 2015 gekündigt worden. Dementsprechend seien die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen des Fonds endgültig ausgesetzt worden.
Seit der Aussetzung der Anteilscheinrücknahme des Sondervermögens seien zwar sechs Immobilien im Wert von rund 153 Millionen Euro verkauft worden, fuhr die UBS fort. Das entspreche etwa 23 Prozent des Immobilienvermögens. Dennoch hätten die liquiden Mittel weiterhin nicht ausgereicht, um die vorliegenden Rückgabeaufträge von Anteilscheinen ausführen zu können.
Die Probleme der einst als bodenständig geltenden Anlageform der Offenen Immobilienfonds gehen auf die Finanzkrise zurück. Die institutionellen Anleger brauchten dringend Liquidität und trennten sich deshalb schnell von ihren Anteilen. Diese Rückgabewelle haben viele Anbieter aber nicht verkraftet, da sie ihre Immobilien in so kurzer Zeit nicht zu vernünftigen Preisen verkaufen konnten. Also machen sie erst mal ihre Schotten dicht - auch für Privatanleger.
Derzeit werden nach Angaben des Fondsverbandes BVI insgesamt zehn offene Immobilienfonds endgültig aufgelöst. Betroffen davon ist ein Vermögen von circa 20 Milliarden Euro, was etwa einem Viertel der gesamten, in Offenen Immobilienfonds angelegten Gelder entspricht. Aus dem Debakel der Offenen Immobilienfonds will die Politik nun Konsequenzen ziehen: Nach dem Willen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sollen künftig nur solche Fonds bestehen bleiben, die die Finanzkrise bisher überlebt haben. Verbraucher könnten nur noch in geschlossene Publikumsfonds in der Rechtsform einer AG oder Kommanditgesellschaft investieren, wenn sie neue Produkte erwerben möchten./la/jha/ FRANKFURT (dpa-AFX)
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