07.06.2013 10:45

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Osteuropafonds: Lukrative Beimischungen


Berlin (www.fondscheck.de) - Nach Ansicht der Experten von "Fuchsbriefe" eignen sich Osteuropafonds hervorragend zu regionalen Diversifikation des Aktienportfolios.

Die meisten deutschen Privatinvestoren würden überwiegend Aktien aus der Heimatregion bevorzugen. Osteuropa spiele in den meisten Depots keine oder eine völlig untergeordnete Rolle. Man lasse so lukrative Anlagechancen unbeachtet, weil Osteuropa erhebliches Wachstumspotenzial besitze.

In der Türkei sorge eine junge und konsumfreudige Bevölkerung für Nachfragesteigerungen, von denen die rezessionsgeplagten Staaten West- und Südeuropas nur träumen könnten. Die jüngsten Unruhen hätten jedoch zuletzt für erhebliche Turbulenzen an den türkischen Finanzmärkten gesorgt. Unter den osteuropäischen EU-Staaten habe insbesondere Polen eine relativ stabile Wirtschaft. Polen gehöre zu den weltweit wenigen Märkten, die selbst während der Weltwirtschaftskrise expandiert hätten. Sorgen bereite hingegen der russische Aktienmarkt. Dringend notwendige Reformen kämen nicht voran. Die Wirtschaft sei extrem abhängig von Rohstoffen und deren Preisniveaus.

Diese heterogenen Entwicklungen erklären auch die sehr unterschiedlichen Performancedaten von Osteuropafonds. Nach einer Analyse der Fondsratingagentur Feri verzeichneten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 33 von 64 Produkten ein Plus. Dagegen verloren 31 Osteuropafonds an Wert.

Zu den Top-Performern der Feri-Untersuchung zähle der Raiffeisen Osteuropa-Aktien (Raiffeisen-Osteuropa-Aktien (T)). Der Fonds liefere mittelfristig überzeugende Performancedaten trotz 56% Russland-Gewichtung. Türkei und Polen seien mit 19% bzw. 16% gewichtet.

Der Renasset Ottoman (Renasset Ottoman Fund A) habe eine noch bessere Performance geliefert. Er verdanke seine längerfristig gute Wertentwicklung einer massiven Übergewichtung türkischer Werte (53%). Der Fonds sei damit jedoch stark von der politischen Entwicklung am Bosporus abhängig. Russland sei mit 17% gewichtet, die Vereinigten Arabischen Emirate mit 5% und Saudi-Arabien mit 3%.

Der DWS Osteuropa habe sich deutlich weniger erfolgreich entwickelt. Den Experten scheine die Gewichtung russischer Aktienwerte zu hoch. Der Anteil sei zwar auf 65% zurückgefahren worden, trotzdem seien ihnen die Türkei und Polen mit 19% bzw. 16% weiterhin zu niedrig gewichtet.

Osteuropafonds eignen sich hervorragend zu regionalen Diversifikation des Aktienportfolios, so die Experten von "Fuchsbriefe". (Ausgabe 23 vom 06.06.2013) (07.06.2013/fc/a/f)

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