06.12.2012 15:26

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PEH Inflation Linked Bonds Flexibel-Fonds: Neues Hilfspaket für Griechenland, Signale mittelfristig weiter auf Inflation


München (www.fondscheck.de) - Der November wurde von zwei wesentlichen politischen Ereignissen geprägt - den Wahlen in den USA und dem turnusgemäßen Wechsel in der Führung Chinas, so die Experten von PEH Wertpapier im Kommentar zum PEH Inflation Linked Bonds Flexibel-Fonds (PEH Inflation Linked Bonds Flexibel P).

Alle zehn Jahre werde die politische Spitze Chinas neu besetzt. Der Vorgang sei dieses Mal besonders genau beobachtet worden - denn das Land stehe nun an einem entscheidenden Punkt in seiner wirtschaftlichen Entwicklung: Es müsse den Übergang schaffen von einer extremen Export-Orientierung mit unglaublich hohen Zuwachsraten hin zu einer Konsumgesellschaft mit moderatem Wachstum.

Die neue politische Spitze habe in der kurzen Zeit noch keine wesentlichen Impulse setzen können. Doch die von der Zentralbank bereits zuvor eingeleiteten Schritte hätten die Wirtschaft stabilisiert, die Konjunkturdaten hätten sich verbessert: So sei der offizielle Einkaufsmanagerindex für China mit 50,2 wieder über die Marke von 50 gestiegen.

In den USA sei Präsident Obama wiedergewählt worden. Doch die Mehrheitsverhältnisse hätten sich nicht grundlegend geändert - Republikaner und Demokraten würden sich weiter gegenseitig blockieren. Die Furcht vor der Fiscal Cliff sei deshalb wieder gewachsen, was zu schnellen und wesentlichen Verlusten an den Aktienmärkten geführt habe.

Denn ohne Einigung über das Budget würden zu Jahresende automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen - mit gravierenden Folgen für die Konjunktur drohen. Gegen Mitte des Monats hätten jedoch erste Gespräche zwischen dem Präsidenten und der gegnerischen Fraktion mit dem Ziel begonnen, eine Kompromisslösung zu finden. Die Überreaktion der Märkte sei kurzfristig korrigiert worden - zu Monatsende sei der Einbruch wieder aufgeholt gewesen.

In der Wirtschaft habe sich der Trend aus dem Vormonat fortgesetzt: Magere Unternehmensberichte, aber positive Indikatoren für die Zukunft: Schwache Quartalszahlen seien mitverantwortlich für einen volatilen Seitwärtstrend an den Börsen. Nur 38% der Unternehmen im S&P 500 seien in der Lage gewesen, die Umsatzerwartungen zu übertreffen (gegenüber einem Durchschnitt von 62% seit 2002).

Die US-Konjunkturdaten würden durchaus Anlass zu Optimismus bieten: Der ISM-Einkaufsmanager-Index sei von 51,5 auf 51,7 gestiegen, wobei sich die Einschätzung der Auftragslage von 52,3 auf 54,2 verbessert habe. Das US-Konsumentenvertrauen (Conference Board) sei von 70,3 auf 72,2 gestiegen - das sei der höchste Wert innerhalb von vier Jahren. Die Arbeitslosenquote habe sich bei 7,9% stabilisiert. Die Schätzung für das BIP-Wachstum im Jahr 2012 sei im dritten Quartal von 2,0% auf 2,7% nach oben korrigiert worden. Auch der US-Häusermarkt habe seine Erholung fortgesetzt. Die Zahl der begonnenen Hausbauten sei im Oktober auf das höchste Niveau seit Juli 2008 gestiegen.

Die Eurokrise sei angesichts der Sorgen um das US-Budget in den Hintergrund getreten. Zudem hätten sich die Investoren an die andauernden Turbulenzen gewöhnt und auch im November gelassener reagiert als früher.

Besonders in der zweiten Monatshälfte sei die zeitweilige Entspannung in der Euroschuldenkrise ein positiver Faktor für die Aktienmärkte gewesen. Obwohl immer noch viele wichtige Probleme ungelöst seien, habe die Troika eine optimistischere Einschätzung der Lage in Griechenland abgegeben. Die Eurozone und der IMF hätten sich anschließend auf ein neues vorläufiges Rettungspaket geeinigt, in dem unter anderen die Zinsen für die Hilfskredite gesenkt und ein Rückkauf von griechischen Staatsanleihen geplant worden seien. Zusätzlich sei die Möglichkeit eines Schuldenschnitts für Griechenland diskutiert worden. Dieser werde von der deutschen Seite besonders vehement abgelehnt.

Für Gesamteuropa hätten sich die konjunkturellen Frühindikatoren verbessert. Die Konjunkturerwartungen hätten ihren Boden gefunden, das Sentiment weise nun in eine positive Richtung. In Deutschland habe der ifo-Index mit einem Anstieg von 100,0 auf 101,4, der ersten Verbesserung seit sieben Monaten überrascht. Die deutschen Exporte seien im 3. Quartal kräftig gewachsen - vor allem aber jene in Länder außerhalb des Euroraums.

Allerdings hätten auch einige negative Trends die Aktienmärkte belastet. So habe Moody's das Rating für Frankreich von Aaa auf Aa1 - bei negativem Ausblick gesenkt. Das BIP im Euroraum sei im dritten Quartal um 0,1% geschrumpft. Deutschland und Frankreich seien dagegen noch relativ robust um jeweils 0,2% gegenüber dem Vorquartal gewachsen.

Diese schwachen Daten aus dem Euroraum seien ein wichtiger Grund dafür gewesen, dass die OECD ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2013 von 3,5% auf 2,9% gesenkt habe.

Generell lasse sich sagen: Es gebe Wachstum, jedoch nicht so stabil und nachhaltig, wie man sich das wünschen würden. Die Märkte würden nach wie vor deutlich von der Politik beeinflusst, die aktuelle Nachrichtenlage wirke sich oft stark auf die Kurse aus - kurz: die Lage sei nach wie vor volatil.

Keine Überraschung: Auch im November hätten die langfristigen Bondrenditen in Deutschland und den USA ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Allerdings hätten sich auch die 10-Jahres-Renditen von Frankreich, Italien - und sogar von Griechenland reduziert. Hier seien sie von über 40% im Februar auf aktuell rund 15% gefallen. Zum Vergleich: Anfang der 90er habe es für 10-jährige deutsche Anleihen rund 9% gegeben, in den 70ern habe die Marke sogar noch höher gelegen. Solche niedrigen Zinsen seien also auch in Deutschland nur eine zeitweilige Erscheinung.

Angesichts der anhaltend hohen Staatsverschuldung, der von den Notenbanken in die Märkte gepumpten Geldfluten, und der hohen Risiken, die ein Eindämmen dieser Fluten für die Konjunktur sowohl im Euro-Raum als auch in den USA hätte, würden Fachleute aus unterschiedlichen Lagern nach wie vor von einer mittelfristig ansteigenden Geldentwertung ausgehen.

Für Änderungen bei den Zinstrends wie für eine steigende Inflation sollten sich Anleger deshalb wappnen - Long-only-Investitionen im Rentenbereich könnten sonst zu empfindlichen Verlusten führen.

Aktuell lägen die Inflationserwartungen für Deutschland sogar leicht unter der gemessenen Inflationsrate von rund 2%. Für Europa würden die Märkte derzeit Raten von knapp 2% in den kommenden Jahren erwarten. Dies liege wesentlich unter der tatsächlich gemessenen Inflation in den letzten Monaten, die zwischen 2,4 und 2,7% betrage. Inflation Linked Bonds (ILBs) würden zurzeit weiterhin eine gute Chance für antizyklische Investoren bieten - die Inflationssorgen hätten sich noch nicht auf die Kurse ausgewirkt. Solange der Markt eine niedrigere Inflation erwarte als tatsächlich gemessen werde, seien die ILBs noch günstig zu haben.

Der PEH Inflation Linked Bonds Flexibel eröffne hier zum einen interessante Einstiegschancen, zum anderen biete er die Flexibilität, die heute für ein solides Risikomanagement unverzichtbar sei.

Aktuell könne man praktisch zum Nulltarif eine Absicherung gegen die Geldentwertung aufbauen - ohne Kompromisse bei Bonität und Liquidität. Da die Strategie sowohl in IL-Bonds als auch in nominal verzinste Anleihen investieren könne, sei sie für jede Marktentwicklung gerüstet. Und da der Fonds neben deutschen auch in französische Staatsanleihen investieren könne, könne er von der Renditedifferenz profitieren. Das habe sich gerade in diesem Monat positiv bemerkbar gemacht. (Ausgabe vom 31.11.2012) (06.12.2012/fc/a/f)

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