10.09.2013 14:45
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PEH Trust W&P Europe Balanced-Fonds: Europäische Aktien sehr günstig bewertet

München (www.fondscheck.de) - Die letzten Wochen waren mehr oder weniger von einer Abwärtsbewegung geprägt, so die Experten von PEH Wertpapier im Kommentar zum PEH Trust W&P Europe Balanced (PEH Trust Sicav - PEH Trust w&p Europe Balanced P).

Erlebe man nun eine Trendwende an den Aktienmärkten? Große Anleger hätten Gewinne mitgenommen, der Schub der letzten Monate habe in letzter Zeit nachgelassen. Zudem seien die Gewinne der Unternehmen nicht so stark gewachsen, wie manche - voreilig - erwartet hätten.

Diese Entwicklung sollte man zunächst im Kontext sehen: August und September seien ohnehin traditionell die schwächsten Börsenmonate. In diesem Jahr wirkten und wirken sich allerdings zusätzlich externe Einflüsse negativ aus, so die Experten von PEH Wertpapier. In Europa habe man zeitweilig befürchtet, dass Berlusconi die Regierungskoalition platzen lassen und Neuwahlen herbeiführen würde. Die Unsicherheiten um die künftige Politik der FED und die eskalierende Situation in Syrien hätten dann die Auslöser für eine Korrektur gebildet, auf die die Märkte nach dem kräftigen Anstieg geradezu gewartet hätten. So habe etwa der Nikkei seit Jahresbeginn bis zum 30.08.2013 um 28%, der Dow Jones um 14% zugelegt.

In Europa habe sich der Aufschwung stabilisiert, darüber seien sich inzwischen die Ökonomen einig. Eurostat habe für die 17 Mitgliedsländer insgesamt ein Wachstum von 0,3 Prozent im zweiten Quartal 2013 veröffentlicht - nach fast zwei Jahren, in denen die europäische Wirtschaft Quartal für Quartal geschrumpft sei. Die Industrieproduktion sei bereits im Juni gegenüber dem Mai um 0,7 Prozent gestiegen. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex der Eurozone habe im August 51,7 betragen und damit im zweiten Monat in Folge eine Expansion der Wirtschaftstätigkeit signalisiert.

Auch andere wichtige Indices hätten sich weiter verbessert. Selbst in den besonders schwer getroffenen Peripheriestaaten würden sich die Zeichen der Hoffnung mehren. In Italien und Spanien etwa habe sich der Rückgang deutlich verlangsamt. Aus Frankreich werde im 2. Quartal ein Wachstum von 0,5% gemeldet. In Italien und Griechenland seien Erfolge bei der Budgetsanierung zu verzeichnen gewesen.

Die Lokomotive sei weiterhin Deutschland. Hier habe das Wachstum im 2. Quartal mit 0,7% die Erwartungen übertroffen. Der ifo-Geschäftsklimaindex habe sich im August zum vierten Mal verbessert - diesmal deutlich um 1,3 auf 107,5 Zähler. Die Auftragsbücher der Unternehmen seien gut gefüllt, die Konsumlaune sei laut GfK zuletzt im Dezember 2006 auf einem ähnlich hohen Stand wie im August gewesen.

Das Konjunkturbarometer für die USA habe sich im Juli stärker verbessert als erwartet. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren habe um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat zugelegt. In ihn würden unter anderem Verbrauchervertrauen, Auftragslage der Industrie, Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sowie Baugenehmigungen einfließen. Neue Jobs seien geschaffen worden. Das Handelsbilanzdefizit habe sich verringert - nicht nur aufgrund der geringeren Abhängigkeit von Ölimporten: Die Exporte seien auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die Bautätigkeit habe etwas nachgelassen - Grund dafür seien allerdings die steigenden Hypothekenzinsen gewesen. Die amerikanischen Bürger seien bei der Sanierung ihrer Haushalte vorangekommen, die private Verschuldung sei auf dem niedrigsten Wert seit 33 Jahren. Das heiße auch: Es gebe wieder mehr Spielraum für Konsum.

Für Unsicherheiten sorge aktuell das Thema Syrien, darüber hinaus sollten die Anleger sich schon einmal auf die Wiederholung der Auseinandersetzungen über das Budget gefasst machen. Voraussichtlich müsse bis Oktober wieder einmal ein Kompromiss gefunden werden. Im Zusammenhang mit dem recht dramatischen Showdown Ende letzten Jahres habe es Befürchtungen gegeben, der Aufschwung könnte erstickt werden. Doch die Sparmaßnahmen seien umgesetzt worden, die Wirtschaft habe weiter angezogen. Es werde auch diesmal wieder heftige Gefechte und einige Hektik an den Märkten geben. Die Experten würden aber davon ausgehen, dass sich die positive Konjunktur fortsetzen werde, und die Börsen das abbilden würden, sobald sich der Pulverdampf verzogen habe.

Wenn sich die Wirtschaftsdaten weiter verbessern würden und auch die Syrienkrise nicht soweit eskaliere, dass sie Folgen für die US-Ökonomie habe, so sei damit zu rechnen, dass die FED bereits Ende September oder im Oktober mit einem Herunterfahren des Quantitative Easing beginne. Der genaue Zeitpunkt werde von Inflation und Arbeitslosenzahlen abhängen und auch von dem neuen Chef bzw. der Chefin der FED.

Sobald die Umstellung erfolge, sei mit entsprechenden Reaktionen an den Märkten zu rechnen. Die Marktteilnehmer hätten bereits Gelegenheit gehabt, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Die Experten würden aber eine Anpassungsphase mit durchaus sehr erhöhter Volatilität an den Aktienmärkten erwarten. Die EZB habe es jedenfalls nicht so eilig wie die FED, die Liquidität wieder herunterzufahren, die sie in Wirklichkeit gar nicht so hoch gefahren habe - und die japanische Nationalbank dürfte ihre aktuelle Politik wohl noch lange beibehalten.

In den Emerging Markets (EM) wirke sich allerdings die Aussicht auf eine Reduktion der Geldschwemme durch die US-Notenbank stärker aus: Schon die Erwartung geringerer Geldzuflüsse habe hier für Kursverluste gesorgt - besonders große Zahlungsbilanz- und Inflationsprobleme hätten Indien und Indonesien. Steigende Zinsen in den USA und Europa würden die Suche nach Rendite und Risiko verändern. Die Schwäche der Währungen habe nur die Flucht aus den EM beschleunigt. Zudem müssten Russland und Brasilien ihr stark von Rohstoffexporten abhängiges Geschäftsmodell anpassen.

Der Japanische Yen habe seit November 23 Prozent an Wert verloren. Davon profitiere der Export: Japans Ausfuhren hätten im Juli gegenüber dem Vorjahr um gut 12 Prozent zugelegt. Die Industrieproduktion sei ebenso wie die Zahl der offenen Stellen gestiegen. Das Konsumentenvertrauen liege auf dem höchsten Wert seit sieben Jahren.

Zu China hätten sich in letzter Zeit die skeptischen Stimmen gemehrt. Ein BSP-Wachstum um die 7% gelte hier schon fast als Stillstand. Nun gebe es Anhaltspunkte, dass China wieder kräftiger Fahrt aufnehme: Nach einer zwei Quartale dauernden Abschwächung hätten die Exporte im Juli um 5,1%, die industrielle Produktion um 9,7% gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Ein interessanter Indikator sei zudem der Stromverbrauch - während man gegenüber manchen Erfolgsmeldungen aus dem Reich der Mitte durchaus ein gesundes Misstrauen an den Tag legen sollte, so deute ein Anstieg der Energieproduktion doch klar darauf hin, dass die Industrie mehr Strom benötige. Und das sei der Fall, wenn sie ihre Kapazitäten ausweite. Es würde die Experten deshalb nicht wundern, wenn Chinas BSP in der zweiten Jahreshälfte stärker wachsen würde, als bisher erwartet.

Seit die US-Notenbank vor drei Monaten angekündigt habe, dass in absehbarer Zeit mit einem Zurückfahren der extrem laxen Geldpolitik zu rechnen sei, seien die Renditen der lang laufenden US-Staatsanleihen deutlich gestiegen. Auf 10-jährige Treasuries habe es im Vorjahr 1,4% gegeben - im August seien es 2,8% gewesen. Das sei der stärkste Sprung seit der Jahrtausendwende. Auch in Europa seien die Bond-Renditen gestiegen, wenn auch nicht in vergleichbar hohem Maß. Positiv sei hier zu vermerken, dass sich die Zinsunterschiede innerhalb Europas sogar verringert hätten - auch dies sei ein Indikator für die sich abzeichnende Erholung. Die extrem niedrigen Zinsen der letzten Zeit seien der Ausnahmesituation geschuldet gewesen. Die Experten würden mit einer weiteren Normalisierung der Lage rechnen.

Unsere Systeme zeigen, dass wir aktuell eine Korrektur innerhalb des langfristigen Trends erleben, so die Experten von PEH Wertpapier. Grundsätzlich würden die Systematiken davon ausgehen, dass sich der Rentenmarkt in einer extremen, negativen Übertreibungsphase befunden habe und diese nun korrigiere. Aus Sicht der Experten sei derzeit keine Bremswirkung durch Änderungen der Notenbankpolitik über eine Anhebung der kurzfristigen Zinsen zu befürchten. Das Niveau der Geldversorgung in USA und Japan sei weiterhin so hoch, dass selbst bei einer Reduzierung noch genügend Liquidität im Kreislauf bleibe.

In Europa vollziehe sich seit einem halben Jahr praktisch unbemerkt eine interessante Entwicklung: Die Banken würden nicht nur ihre Notkredite nach und nach an die EZB zurückzahlen, sie würden auch kaum noch neues Geld dort abholen. Sie würden es nicht brauchen, denn sie würden sich bei der Kreditvergabe zurückhalten. Die Unternehmen in Europa würden sich einfacher und billiger Geld über die Ausgabe von Anleihen beschaffen. Die EZB habe also die Gelddruckerei gar nicht in Betrieb - ihr Präsident Draghi beeinflusse die Märkte primär durch seine Aussagen. Die eindeutige Garantie, alles für den Fortbestand des Euro zu tun, genüge.

Die Korrektur der Zinsentwicklung im August sei noch im normalen Bereich gewesen. Selbstverständlich analysieren unsere Systeme die Entwicklung auf Tagesbasis, so die Experten von PEH Wertpapier. Sobald sich erweise, dass man es mit einer andauernden Änderung der Wetterlage im Rentenmarkt zu tun habe, werde die Laufzeit des Portfolios entsprechend verkürzt.

Die Experten von PEH Wertpapier bleiben bei ihrer Einschätzung, dass sich an den Aktienmärkten langfristig eine positive Entwicklung aufbaut. Solange keine Klarheit über Umfang und mögliche Folgen eines Eingreifens in Syrien bestehe, würden die Märkte allerdings weiter nervös reagieren. In diesem Zusammenhang sollte man einen Blick in die jüngere Vergangenheit werfen: Sowohl bei den beiden Irak-Feldzügen als auch in der Libyen-Krise hätten die Börsen nach einem kurzen Einbruch jeweils wieder den Pfad verfolgt, den sie zuvor eingeschlagen hätten. Und die Fundamentaldaten sprechen nach wie vor dafür, dass wir am Beginn einer zyklischen Erholung stehen, so die Experten von PEH Wertpapier.

Viele europäische Aktien seien aktuell sehr günstig bewertet, der jüngste Einbruch habe sie noch preiswerter gemacht. Im Moment könnten sich deshalb attraktive Einstiegschancen eröffnen. Allerdings sei es sehr wichtig, wachsam zu sein und seine Investitionen aktiv zu steuern. Die Entwicklung werde regional unterschiedlich verlaufen. Vor allem sollte man auf weitere Schwankungen gefasst sein - auch die anstehenden Wahlen in Deutschland könnten zeitweilig Bewegung in die Märkte bringen, die nächste Regierungskrise in Italien sei wohl nur eine Frage der Zeit. Aber das alte Europa habe in den letzten Jahren schon mehr überstanden. Und es zeige gerade, dass man noch mit ihm rechnen sollte - trotz all der vorschnellen Nachrufe.

Das breit diversifizierte Aktienportfolio des PEH Trust W&P Europe Balanced bestehe aus europäischen Blue Chips mit einer Beimischung qualitativ hochwertiger Small- und Mid-Caps. Bei der Auswahl würden die makroökonomische Analyse (Top-down) und die Unternehmensbewertung nach fundamentalen Daten (Bottom-up) miteinander kombiniert. Die dem Fonds seit November 2012 zugrunde liegende Anlagestrategie werde seit gut fünf Jahren von dem Controlling- und Rankinginstitut Firstfive auf die risikoadjustierte Performance hin geprüft. Seither sei sie hier in der Kategorie "moderat-dynamisch" auf den vorderen Plätzen zu finden.

Die Basis für diese soliden Ergebnisse bilde ein konsequentes Risikomanagement. Bei der Auswahl der Aktien würden zudem klar definierte Schwellenwerte hinsichtlich der Marktkapitalisierung, des Jahres- und des täglichen Börsenumsatzes eingehalten, um jederzeitige Liquidität sicherzustellen. Die Aktienquote betrage maximal 60% - die übrigen 40% würden in Staats- und Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating sowie in Cash angelegt. Damit biete der Fonds eine attraktive Lösung für Anleger, die die aktuellen Chancen in Europa nutzen und dabei die Volatilität an den Aktienmärkten abpuffern möchten.

Wer voll auf europäische Aktien setzen wolle, aber ebenfalls Wert auf eine laufend sorgfältig justierte Portfoliostruktur lege, finde mit dem W&P European Equity (w&p european equity P) die geeignete Alternative. Dieser Fonds arbeite mit derselben Methodik wie der PEH Trust W&P Europe Balanced, investiere aber bis zu 100 Prozent in Aktien. (Ausgabe vom 31.08.2013) (10.09.2013/fc/a/f)

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