25.02.2013 10:40
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Pictet-European Equity Selection-I EUR-Fonds - Dominanter Faktor: Ertragskraft

Wien (www.fondscheck.de) - Für Daniele Scilingo, Head of European Equities bei Pictet, spricht viel für europäische Aktien - etwa der gute fundamentale Zustand der Unternehmen sowie die vergleichsweise attraktiven Bewertungen. Bei der Titelauswahl für den von Scilingo gemanagten Pictet-European Equity Selection-I EUR (ISIN LU0155300493/ WKN 804505) lege man besonders viel Wert auf die langfristige Ertragskraft, die letztlich auch gute von schlechten Unternehmen unterscheide, berichten die Experten von "e-fundresearch.com".

"Die Märkte befinden sich in den Händen der Politiker", so Scilingo. Er gehe davon aus, dass nicht zuletzt aufgrund der anstehenden Wahlen in einigen Ländern der Newsflow unberechenbar bleiben werde. Positiv sei hingegen, dass die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB), unbegrenzt Anleihen der EU-Krisenländer aufzukaufen, das "Tail-Risiko" für Europa eliminiere.

Angesichts der Sparmaßnahmen, werde das globale Wachstum nach Ansicht von Scilingo bescheiden bleiben. "Umso wichtiger ist es Wachstum zu kaufen", meine er im Hinblick auf die Aktien von Unternehmen, die über strukturellen Wachstumstreibern und Preissetzungsmacht verfügen würden. Positiv: Vor allem in Europa würden auch die Bewertungen und die Dividendenrenditen stimmen.

"Disziplinierte Akquisitionen und höhere Dividendenausschüttungen werden Performance und Wertschöpfung treiben", so Scilingo weiter. Besonders viel Wert lege das European Equity Investment Team auf die Ertragskraft eines Unternehmens. "Sie ist auf längere Sicht der dominante Faktor", so Scilingo. Nur gute Unternehmen würden auch auf längere Sicht stabile Erträge einfahren.

Das europäische Anlageuniversum setze sich aus rund 12.000 Unternehmen zusammen. Laut Scilingo würden davon 200 regelmäßig analysiert werden. Investmentideen würden in größeren Gruppen generiert werden. Entwickelt würden sie von drei Fondsmanagern und acht Analysten. "Entscheidungen werden letztlich von den Fondsmanagern getroffen", stelle Scilingo klar.

Konkret, versuche man auf Basis von Bewertungsmodellen den inneren Wert eines Unternehmens zu ermitteln. Dazu gehöre es etwa eine Prognose für den Cashflow auf Fünfjahressicht zu erstellen. Aber auch Aktien aus dem restlichen Universum behalte man im Auge, um gegebenenfalls opportunistische Ideen wahrzunehmen. Im Portfolio würden letztlich 40 Titel landen. Scilingo spreche von einem "High-Conviction-Portfolio".

Wichtig sei es bei der Portfoliozusammenstellung die Wachstumstreiber zu diversifizieren. Ändere sich die Ausgangslage einer Position, so müsse diese neu evaluiert werden. So oder so würden für jeden Titel Verkaufstrigger definiert. "Um dogmatische Stopp-Loss-Regeln handle es sich dabei nicht. Auch folge man nicht der Benchmark oder setze zu viel auf statistische Modelle, um das Risiko zu managen.

Auf Einjahressicht habe der Pictet-European Equity Selection eine Performance von +18,61% vorzuweisen. Auf Dreijahres- bzw. Fünjahressicht stünden +8,47 bzw. -0,11% zu Buche. Am meisten hätten 2012 Ericsson, TGS Nopec, Experian, Roche und BG Group zur Performance beigetragen. Scilingo weise darauf hin, dass Ericsson und BG Group 2011 noch zu den fünf schlechtesten Werten gezählt hätten. Performance gekostet hätten 2012 vor allem Tullow, Allianz, Thrombogenics, Turkcell und Sberbank.

Zugekauft worden seien im Vorjahr unter anderem Legrand, TGS Nopec Geophysical und Standard Chartered. In den ersten Wochen des neuen Jahres seien SABMiller und SAP ins Portfolio gelegt worden. Verkauft worden seien 2012 Zurich Insurance, Deutsche Post und Eurasia Drilling. "Dabei handelt es sich zwar um gute Titel, aber der innere Wert wurde erreicht und dementsprechend sehen wir auch kein Upside-Potenzial" so Scilingo.

Was die geographische Allokation betreffe, hätten derzeit Großbritannien (Portfolioanteil: 35%), Frankreich (19,3%) und die Schweiz (14,1%) die Nase vorne, auf Sektorenebene Financials (17,4%), Industrials (14,6%) und Basiskonsumgüter (13,2%). Auffallend sei, dass ein starker Fokus auf Mega- (32,8%) und Large-Caps (50,1%) gesetzt werde. Mid- und Small-Caps würden nur 11,9 bzw. 5,1% des Portfolios ausmachen. (25.02.2013/fc/a/f)

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