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09.07.2012 09:27

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KOLUMNE
PROF. OTTE-KOLUMNE

Was macht die Konkurrenz?


Heute las ich einen Artikel im Handelsblatt über die Performance einige der großen, bekannten Aktienfonds.

Die zurückliegenden Jahre waren für alle seriösen, langfristigen Fondsanbieter nicht einfach. DAX, Eurostoxx, MSCI World – viele der großen Indizes haben in den vergangenen fünf Jahren Rückgänge hinnehmen müssen.

Vier dieser Fonds – den relativ indexnahen Ari Deka zähle ich hier nicht dazu – sind Flaggschiffe der internationalen Fondsbranche und eigentlich gut gemanagte Fonds. Und doch gelingt es allen nicht, über fünf Jahre signifikant den Index zu schlagen.

Fidelity ist insgesamt nahe am Index. Ein Engagement in Japan kurz vor dem Fukushima-Unfall – im PI Global hatten wir das auch gemacht – bremste die Performance. Wetten wie Unicredit und Nokia gingen nicht auf. Der DWS Vermögensbildung I hinkt der Indexentwicklung über drei und fünf Jahre hinterher. Fondsmanager Klaus Kaldemorgen begründet sein Zurückbleiben mit einer starken Gewichtung von Euro-Werten, die in den vergangenen Jahren nicht liefen, während die US-Indizes und der MSCI World sich ordentlich entwickeln.

Ich respektiere Klaus Kaldemorgen, aber die hohe Euro-Gewichtung haben wir auch und doch eine deutlich bessere Performance geschafft. Im vergangenen Jahr war die Performance des PI Global aus diesem Grund auch „mau“ und negativ. Insgesamt stehen wir jetzt da, wo wir bereits Ende 2010 standen. Ja, wären wir doch Mitte 2011 aus den Aktien herausgegangen – wären wir. Aber so läuft es eben nicht. Makrotiming ist in den meisten Fällen nicht möglich. Wir glauben weiterhin an europäische Aktien.

Nachdem ich vor zwei Wochen „Na endlich!“ ausrief und mich dann vergangene Woche über ein Andauern des Hin und Her beklagte, ging es in den zurückliegenden Tagen weiter aufwärts. Schwankungen von zehn Prozent nach oben innerhalb einer Woche sind da bei etlichen Portfolios ganz normal. Innerhalb einer Woche stieg zum Beispiel die Aktie der griechischen Telekom vom Tief um 120 Prozent.

Wenn Sie nicht drin sind, dann bekommen Sie das auch nicht mit. Es ist völlig illusorisch, das als Privatanleger timen zu wollen. Die Strategie für Privatanleger heißt: Bei fallenden Kursen diszipliniert nachkaufen, notfalls über Jahre. Und Europa ist sicher kein schlechter Ort, um nachzukaufen.

Prof. Dr. Max Otte ist Herausgeber des PRIVATINVESTOR (www.privatinvestor.de) und Geschäftsführender Gesellschafter der IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH. Ziel des Instituts ist die Aktienanalyse und die Entwicklung von Aktienstrategien für Privatanleger.Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Kommentare zu diesem Artikel

benharper77 schrieb:
11.07.2012 06:17:45

also mal ehrlich. Wie kann man einen Fond der im 2009 aufgelegt wurde mit etablierten Fonds vergleichen? Damals gab es Aktien zu Traumkursen zu kaufen. Die Größe der Fods ist auch entscheidend. Hr.Otte mit seinem kleinem Fond kann kaufen und verkaufen wie und wann er will, die anderen nicht.

angelo one schrieb:
10.07.2012 09:13:37

Glaube auch, daß der Knoten bald platzt. Kann aber auch noch 2 bis 4Jahre dauern...dann aber ab wie Rakete...

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