ROUNDUP: Privatanleger fliehen in der Krise aus Fonds
"Die Verkäufe der Privatanleger sind der Suche nach Sicherheit geschuldet", erklärte Neiße. "Viele Bürger haben mittlerweile das Vertrauen verloren. Dies gilt sowohl für das Vertrauen in die Stabilität unserer Währung als auch für das Vertrauen in das Finanzsystem. Und das gilt insbesondere für das Vertrauen in die Fähigkeit der europäischen Politik, die Verschuldungskrise zu lösen."
Dagegen investierten institutionelle Investoren mitten in der Euro-Schuldenkrise weitere 45 Milliarden Euro in Spezialfonds. Insgesamt verwaltete die Fondsbranche in Deutschland Ende des Jahres 2011 ein Vermögen von 1,783 (Vorjahr: 1,832) Billionen Euro - direkt und indirekt für etwa 50 Millionen Anleger.
BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter betonte, er sehe bei Privatanlegern kein generelles Misstrauen gegenüber Aktienfonds. "Es liegt vielmehr eine Vertrauenskrise in den Kapitalmarkt vor." Publikumsfonds hätten in den vergangenen 20 Jahren ganz erheblich zum Vermögensaufbau beigetragen, bilanzierte Richter: "Dieser Trend ist weiterhin intakt."
Wachstumspotenzial sehen die Kapitalanlagegesellschaften auf dem Feld der privaten Altersvorsorge. Angesichts niedriger Zinsen und wachsender Inflationsgefahren könne beispielsweise mit Bundesanleihen kaum erfolgreich vorgesorgt werden, erklärte der Branchenverband./ben/DP/zb


