22.03.2013 13:49
Bewerten
 (1)

Raiffeisen Osteuropa-Aktien-Fonds als Beimischung fürs Portfolio geeignet

Berlin (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Fuchsbriefe" stellen Osteuropafonds vor.

Sollte die Wirtschaft im Westen und der Mitte Europas erneut anspringen, seien 2013 in Osteuropa noch höhere Wachstumsraten drin, das die EU für die Nachbarländer im Osten zu den wichtigsten Absatzmärkten überhaupt zähle. Im Vergleich zu den meisten Euroländern hätten die meisten Staaten in Osteuropa zwei entscheidende Vorteile. Die staatlichen Schulden würden in etwa nur halb so hoch wie im Durchschnitt der Eurozone ausfallen. Die Länder seien aus diesem Grund weitaus weniger gezwungen, die Ausgaben zurückzufahren oder Steuern zu erhöhen. Ferner: Während die westlichen Staaten mit einem Eurokurs von 1,29 zum USD überfordert seien, könnten Länder wie Polen, Russland oder die Türkei bei Bedarf abwerten. Dies sei jedoch in den zurückliegenden zwölf Monaten gar nicht erforderlich gewesen. Die polnische Notenbank habe allerdings kürzlich den Leitzins unerwartet stark gesenkt.

Bei Staaten wie Estland und der Slowakei basiere das BIP zu mehr als 80% auf den Ausfuhren. Sie würden sehr von der wirtschaftlichen Erholung West- und Zentraleuropas abhängen. Polen verfüge hingegen über eine wesentlich stärkere Binnenkonjunktur. Sie schwächele zwar aktuell, in einem mehrjährigen Vergleich sei die Wirtschaft jedoch deutlich stärker gewachsen als die der Euroländer. In Russland sei das Wirtschaftswachstum von den Rohstoffpreisen abhängig. Die Türkei profitiere von ihrer jungen und konsumfreudigen Bevölkerung, fast alle Rohstoffe müssten hier jedoch eingeführt werden.

Der Raiffeisen Osteuropa-Aktien (T) (Raiffeisen-Osteuropa-Aktien (T)) schlage schon seit Jahren seine Peergroup. Wie bereits vor einem Jahr investiert er schwerpunktmäßig in polnische (18%), türkische (21%) und russische (54%) Unternehmen.

Bei dem DWS Osteuropa seien 72% des Fondsvermögens in der Anlageregion Russland angelegt. Das habe allerdings in den letzten zwölf Monaten deutlich Performance gekostet, da der russische Aktienmarkt in diesem Zeitraum gemessen am RTSI um fast 10% gefallen sei.

Eine Möglichkeit, ganz auf Russland zu verzichten, gebe es beim der Eastern Europe Ex Russia Fund (SEB Eastern Europe ex Russia Fund C). Er lege in Firmen der osteuropäischen Schwellenländer und in Firmen an, die dort zwar nicht gelistet seien, den Großteil ihres Geschäfts jedoch in der Region betreiben würden. Auf Sicht der vergangenen zehn Jahre habe dies eine Rendite von 14,8% p.a. erbracht.

Die Experten von "Fuchsbriefe" favorisieren weiterhin das Schwergewicht Raiffeisen Osteuropa-Aktien. Der Fonds verbinde gute Performancedaten mit einer etwas größeren regionalen Streuung und eigne sich als Beimischung fürs Portfolio. (Ausgabe 12 vom 21.03.2013) (22.03.2013/fc/a/f)

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich erholt -- Dow im Plus -- Bundesregierung dementiert angeblichen Rettungsplan für die Deutsche Bank -- Wer hat was von der Air-Berlin-Zerschlagung? -- VW, Nike im Fokus

Private Krankenkassen erhöhen Beiträge wohl in zweistelliger Höhe. Seehofer kündigt "größte Steuersenkung aller Zeiten" an. Linde-Aktie auf Höhenflug: Praxair-Zusammenschluss doch nicht vom Tisch? Wells Fargo kappt Chef-Boni in Höhe von 41 Millionen Dollar. Bayer arbeitet am Verkauf eigener Sparten.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?