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30.11.2012 11:34

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„Risk on“


UBS rät Anlegern und Beratern zur Risikofreude und favorisiert US-Aktien. „USA werden ‚Fiscal Cliff‘ umschiffen“.

Bei der Schweizer Großbank UBS sind die Marktstrategen überzeugt: Anleger sollten das Jahr 2013 risikofreudig angehen. Stephane Deo, Leiter Global Asset Allocation, drückt es in zwei Worten aus: „Risk on.“ Insbesondere den USA trauen Deo und seine Kollegen ein stärkeres Wirtschaftswachstum und damit steigende Aktienkurse zu, berichtet die Börsen-Zeitung. Die UBS erwartet 2013 ein Wachstum der US-Wirtschaft von 2,3 Prozent. In diesem Jahr werden es 2,1 Prozent sein.

Das weltweit befürchtete „Fiscal Cliff“ – die „Fiskalische Klippe“ – werden die USA erfolgreich umschiffen, ist Deo überzeugt. Er ist optimistisch, dass die Verantwortlichen einen Konsens finden werden: „Möglich ist zudem, dass sich die Republikaner und Demokraten auf einen wachstumsfreundlichen langfristigen Plan zur Reduzierung des Haushaltsdefizits einigen.“ Maury Harris, Chefökonom der UBS für die USA, erkennt gute Voraussetzungen für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Denn anders als in Europa sei in den USA ein Wachstum der Kreditvergabe festzustellen. Mittelfristig führe dies zu mehr Arbeitsplätzen.

Europa sehen die UBS-Experten vorerst kritisch. Aufgrund der laufenden Austeritätspolitik vieler Staaten, sollten europäische Titel derzeit untergewichtet werden. Für 2013 erwarten die Schweizer ein Wirtschaftswachstum von nur 0,1 Prozent. Allerdings seien Überraschungen möglich: „Im Wahljahr 2013 könnte Bundeskanzlerin Merkel den Fuß von der Bremse nehmen“, sagt Deo.

Bei den globalen Sektoren rät die UBS Finanzberatern, auf Minen und Metallverarbeiter, Energie sowie auf den Gesundheitssektor zu setzen. Bei Konsumgütern und Finanzwerten sollten sie dagegen vorsichtig sein. Auch Titel aus den Emerging Markets sollten Berater genau prüfen, bevor sie sie ihren Kunden empfehlen. Denn hier ergebe sich ein gespaltenes Bild. Das hohe Wachstum in einigen Schwellenländern spiegle sich nicht immer am Aktienmarkt wider, führe aber dazu, dass einige Märkte derzeit extrem teuer seien. 70 Prozent der Investitionen in Aktien der Emerging Markets erfolgen zudem mittlerweile über Indexfonds.

(PD)

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